Newsletter vs. Social Media: Wer hat die Nase vorn?

Veröffentlicht am 27. Februar 2019 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Newsletter VS Social Media Wer hat die Nase vorn

„Wozu noch einen Newsletter? Ich habe doch eine Facebook-Seite für meine Firma!“

Falls du das denkst, solltest du jetzt unbedingt weiterlesen – es könnte durchaus sein, dass du deine Meinung recht bald ändern wirst.

Der Newsletter vs. Social Media

Fraglos gehören soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter mittlerweile seit gut einem Jahrzehnt zu den populärsten Plattformen im Web. Allerdings ist das Vertrauen in Social-Media-Formate – vor allem, was Facebook angeht – unter zahlreichen Marketing-Profis in den letzten Jahren durchaus ins Wanken geraten. Sei es die stets sinkende organische Reichweite von Facebook-Posts oder der wenig transparente Algorithmus, der darüber entscheidet, an welche Fans deine Beiträge ausgespielt werden – die „Fußfesseln“, die Facebook deinem Content anlegt, haben schon vielerorts für reichlich Frust gesorgt. Die Stimmen für einen Umbruch werden stetig lauter.

E-Mail hat die Nase vorn

Bei nicht wenigen Spezialisten im Business hat das Newsletter-Format somit wieder an Boden gutgemacht. Zudem gilt trotz der Popularität von sozialen Netzwerken als statistisch erwiesen, dass sich weiterhin mehr E-Mail- als Social-Media-User im WWW tummeln. Der E-Mail kommt neben Websites immer noch die Position des meistgenutzten Onlineformats zu.

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Zahlreiche Onlinemarketing-Profis haben mittlerweile damit begonnen, ihre Social-Media-Follower aktiv in Newsletter-Abonnenten „umzuwandeln“ und sind dabei zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen: Es lohnt sich!

Die Vorteile eines Newsletters

Der Newsletter = ernstzunehmende Alternative

Am Anfang steht zuerst einmal die Qual der Wahl – Welches Tool zum Newsletterversand ist das beste für dich? Zwar werden von diversen Anbietern auch kostenlose Lösungen angeboten, aber eine kostenpflichtige Lösung durchaus zu empfehlen, wenn du regelmäßig umfangreiche Versandvorgänge planst. Angesichts der stattlichen Beträge, die mittlerweile für Facebook-Werbung fällig werden, wenn du eine konsequent hohe Beitragsreichweite genießen möchtest, lohnt sich hier ein Preisvergleich.

EXTRA: BAM! Was der Newsletter kann, Facebook aber nicht

Wie sieht ein stimmiges Newsletter-Konzept aus?

Zuerst solltet du dir etwas Zeit für die Konzeption deines Newsletter-Formats nehmen. Denn nur eine ansprechende, auf deine Bedürfnisse optimierte Gestaltung sorgt dafür, dass der optimale Mix zustande kommt, der den Empfänger zum Klicken, Lesen und natürlich auch zum Kaufen animiert.

Hier gilt wie so oft die Devise: weniger ist mehr. Besinne dich lieber auf ausgewählte Informationen, die du deinen Abonnenten präsentieren möchtest, anstatt sie mit Informationen zu überfluten. Zudem solltest du die Anordnung der einzelnen Elemente mit Bedacht vornehmen.

»Je weiter oben der Content steht, desto mehr wird geklickt.«

Und wie so oft sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Links oder Teaser, in deren unmittelbarer Nähe sich eine Grafik befindet, werden meist häufiger aufgerufen. Mit Bannern oder sonstigen Werbeeinblendungen solltest du allerdings besonnen umgehen. Ein Übermaß an Eigenwerbung wirkt häufig störend, sodass sich deine mit viel Sorgfalt zusammengestellte Kundeninformation schnell im Papierkorb wiederfindet.

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Das richtige Newsletter-Design

Beim Design deines Newsletters sind Klarheit und Übersicht Trumpf. Gleichermaßen ist auf jeden Fall empfehlenswert, sich eng an der optischen Gestaltung deiner restlichen Internetpräsenzen zu orientieren. Denn nur, wenn sämtliche deiner Onlineangebote wie aus einem Guss erscheinen, kommt der bestmögliche Wiedererkennungswert für dein Unternehmen zustande.

Ebenso sollte dein Newsletter-Design unbedingt responsive sein, sodass er auch auf den Bildschirmen von Smartphones und Tablets ansprechend dargestellt wird. Zudem solltest du auf optimale Darstellung in beliebten Webmaildiensten wie:

  • Gmail
  • Web.de
  • GMX

achten, da diese bestimmte Designelemente nicht immer so handhaben wie gängige eine E-Mail-Software.

Möglichkeit zur Anmeldung

Zu guter Letzt solltest du darauf achten, die Anmeldemöglichkeit für dein Newsletterangebot als zentralen Bestandteil in deine Website zu integrieren. Denn in der modernen Onlinewelt, in der die Zahl an verschiedensten Angeboten schier unüberschaubar geworden ist, wird sich auch der neugierigste potenzielle Kunde nicht zum Abonnenten konvertieren lassen, wenn sich die Registrierung erst nach minutenlangem Durchforsten deiner Seite zutage fördern lässt.

Der ideale Newsletter

Ein Patentrezept für die optimale Gestaltung gibt es allerdings nicht: Ein guter Newsletter ist ein Newsletter, der optimal zu deinem Unternehmen passt und deine Abonnenten gezielt zu den Angeboten führt, die für dich zielführend sind – nicht mehr und nicht weniger. Nicht jedem gelingt gleich zu Beginn der „große Wurf “. Um einiges wahrscheinlicher ist, dass du dein Konzept stets verfeinern und dich Stück für Stück an das gewünschte Ziel heranarbeiten wirst.

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Messbarer Erfolg durch Tracking

Regelmäßige Erfolgsmessung ist für dein E-Mail-Marketing also Pflicht. Es empfiehlt sich daher, schon zu Beginn eine Möglichkeit zum Tracking zu implementieren, mit der sich etwa die Öffnungs-, Klick- oder auch die Conversion-Rate jedes einzelnen Newsletter-Versands analysieren lassen. Zahlreiche Anbieter von Mailingsystemen bieten bereits integrierte Lösungen an.

Nicht jedes E-Mail-Programm passt zu jedem Tracking-System. Unter Umständen riskierst du, dass einige durch dein Tracking-Verfahren präparierte Newsletter-Inhalte von manchen E-Mail-Clients als Phishingversuch oder Spam eingestuft werden. Und auch über die Datenschutzrichtlinien jedes Anbieters solltest du dich genau informieren.

Datenschutz beim Newsletter-Versand

Der rechtssichere Newsletter

Auch das ausgeklügeltste Newsletter-Konzept kann dir teuer zu stehen kommen, wenn es nicht die zahlreichen juristischen Fußangeln miteinbezieht, die bereits einen einzigen falschen Mausklick problematisch werden lassen.

Jede einzelne unaufgefordert versandte E-Mail kann nämlich gemäß § 7 II Nr. 3 UWG eine unzumutbare Belästigung darstellen. Als Konsequenz kann dir eine Abmahnung und gegebenenfalls eine Unterlassungsklage blühen.

Du benötigst die ausdrückliche, bewusste Zustimmung jedes potenziellen Empfängers, bevor du ihn in deinen Verteiler aufnehmen kannst.

Diese kann etwa durch einen Klick auf eine Checkbox oder einen bestimmten Link zum Ausdruck kommen. Zudem sollte der Abonnent in spe auf sein Widerspruchsrecht hingewiesen werden, wie etwa durch die Information, dass es jederzeit möglich ist, den Newsletter abzubestellen.

Aktuell empfehlenswert ist das sogenannte Double-Opt-in-Verfahren, das als rechtssicher gilt. Hier wird der Eintrag in die Abonnentenliste durch den Empfänger in einem zweiten Schritt bestätigt. Allerdings solltest du darauf achten, dass du beim Konzipieren des Anmeldeprozesses konsequent die Devise „Weniger ist mehr“ walten lässt. Denn auch Bestätigungs-E-Mails als Teil der Anmeldung können als unzumutbare Belästigung gewertet werden – zu dieser Schlussfolgerung war das Oberlandesgericht München in seinem Urteil vom 27.09.2012, Az.: 29 U 1682/12, gekommen.

Formale Pflichtangaben des Newsletters

Auch bei Gestaltung und Inhalt deiner Kundeninformation fehlt es nicht an juristischen Stolperfallen. Der Absender sowie der werbliche Charakter deines Newsletters sollten deutlich erkennbar sein. Zudem sind ein direkt integriertes Impressum gemäß § 5 TMG sowie ein Link zum Austragen aus der Verteilerliste dringend anzuraten. Hierbei ist ebenso zu beachten, dass sich die Abbestellung deines Newsletters möglichst unkompliziert vornehmen lässt.

Ist sie allerdings vollzogen, lauert noch ein finales juristisches Fettnäpfchen. Ist der Widerspruch durchgeführt worden, kann auch eine Bestätigung der Abmeldung per E-Mail als unzumutbare Belästigung gewertet werden und somit eine Abmahnung nach sich ziehen.

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