Unternehmenserfolg Step 2: Der eigene Stimmungs-Manager sein

Veröffentlicht am 25. Januar 2016 in der Kategorie Management & People Skills von

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Im vorherigen Teil dieser Reihe haben wir den Grundstein für eine positive Einstellung gelegt. Hier ging es darum, den Fokus auf Erfreuliches zu lenken. Schauen wir uns heute an, wie Sie aktiv an ihrer emotionalen Einstellung arbeiten können.

Warum die Einstellung so wichtig ist

Stellen Sie sich einmal Folgendes vor: Ein Boxer steht im Ring. Der Gong zur ersten Runde ertönt. Siegessicher und mit einer Strategie ausgestattet marschiert er auf den Gegner zu. Das erste Beschnuppern läuft harmlos ab.

Dann, der erste Treffer. Die Zuversicht steigt. Die Strategie scheint zu funktionieren. Der nächste Angriff folgt, aber er geht ins Leere. Der Gegner nutzt die Chance und zieht seinen Konter knallhart durch. Der Boxer sieht für einen Moment Sterne...

Nun hat er zwei Möglichkeiten: Er kann entweder auf das Glück hoffen und an seiner Strategie festhalten. Vielleicht war es nur ein Glückstreffer des Gegners. Oder er übernimmt die Kontrolle, erkennt, was nicht funktioniert hat, und ändert seine Strategie.

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Im Unternehmen ist es nichts anderes. Sie werden im Wettbewerb gelegentlich Treffer einstecken, aber mit der richtigen Einstellung behalten Sie die Kontrolle!

Vom Stuck-State zum Ressource-State

Der Boxer im oberen Beispiel hat die Wahl zwischen zwei Zuständen. Dem Stuck-State, indem er die Rolle des Opfers übernimmt. In diesem Zustand ist der Kopf blockiert, Lösungen zu finden ist nahezu unmöglich. Oder dem Ressource-State, indem er den Rückschlag als Feedback nimmt. Ihn emotional verarbeitet und in die Zukunft blickt.

In einer unerwarteten Situation ist der erste Zustand immer der Stuck-State. Entscheidend ist, wie schnell wir bewusst vom einen in den anderen wechseln können. Es ist also eine Strategie nötig, die einen Zustandswechsel ermöglicht. Hierzu gibt es mehrere Optionen.

Wie man die Einstellung beeinflusst

Bevor wir uns der Frage des »Wie« widmen, müssen wir verstehen, was in uns vorgeht. Unser Erleben projiziert Bilder, die wiederum unsere Gefühle beeinflussen. Welches Bild haben Sie im Kopf, wenn Sie daran denken, wie Sie den Umschlag einen Strafzettels öffnen? Mit Sicherheit kein positives.

Dieses Gefühl wiederum hat zur Folge, dass ihr vorher neutraler Gesichtsausdruck schlagartig negativ wird. Die Mundwinkel hängen. Die Schultern und der Kopf ebenso. Zwischen diesen drei Faktoren gibt es eine bidirektionale Verbindung. Jeder kann also den anderen beeinflussen. Dieses Wissen können Sie zur bewussten Beeinflussung für sich nutzen.

Tipp 1: Verändern Sie die Physiologie!

Eine einfache Möglichkeit, die Sie immer anwenden können, wenn Sie demotiviert sind: Verändern Sie ihre Haltung! Richten Sie sich auf, Schultern nach hinten, Kopf nach oben, Augen geradeaus. Sie machen es Ihren schlechten Gefühlen deutlich schwerer, wenn Sie aufrecht durchs Leben gehen.

Tipp 2: Machen Sie aus einem halb leeren Glas ein halb volles!

Wie Sie ihre Umwelt sehen, liegt ganz allein an Ihnen. Es ist daher hilfreich, den Blick auf seine Umwelt zu verändern. Wettbewerb macht ihnen nur zu schaffen, wenn Sie ihn als Bedrohung empfinden. Derselbe Wettbewerb könnte Sie aber auch motivieren und ihren Ehrgeiz wecken.

Wie genau Sie das machen?

Überlegen Sie sich zu jeder Situation, die ihnen ein ungutes Gefühl beschert, wie man diese Situation auch anders interpretieren kann. Ein Kunde, der unverschämte Forderungen stellt ist ärgerlich. Derselbe Kunde, der einem einen 5-stelligen Umsatz bringt, wäre doch aber Grund zum Freuen, oder? Ein Lieferant, der Ihre Ware deutlich zu spät liefert, hat vielleicht einfach nur einen hohen Krankenstand im Unternehmen und arbeitet selbst 16 Stunden am Tag.

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Tipp 3: Tauschen Sie innere Bilder aus.

Vorher haben wir festgestellt, dass äußere Impulse innere Bilder erzeugen. Diese verursachen schlechte Gefühle. Es macht also Sinn, diese Bilder gegen welche auszutauschen, die positive Emotionen auslösen. Mit etwas Übung lassen sich so selbst starke Bilder verändern:

  • Identifizieren Sie das innere Bild, welches Sie sehen, kurz bevor Sie schlechte Gefühle bekommen (Wut, Verzweiflung, Aggression ...)

  • Stellen Sie sich nun ein Bild vor, welches positive Emotionen auslöst. Der erste Tandem-Fallschirmsprung oder der tolle Ausblick bei der letzten Wanderung.

  • Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, Sie sitzen vor einem riesigen Flatscreen. Während das negative Bild groß dargestellt wird, ist ihr positives Bild unten klein in der Ecke. Wie beim Bild in Bild Modus.

  • Nun tauschen Sie innerhalb eines Wimpernschlages die Bilder aus. Das Positive wird groß, das Negative klein.

  • Wiederholen Sie Schritt vier mehrmals in Gedanken.

Was Sie dabei machen?

Sie erstellen eine neue Verknüpfung im Kopf. Tritt eine Situation auf, die das negative Bild auslöst, greift die neue Verknüpfung und ersetzt das negative durch das positive Bild. Sie sind also nicht mehr in der Lage sich in dieser Situation schlecht zu fühlen.

Mit den ersten beiden Artikeln haben Sie ihre Einstellung grundlegend geändert. Selbstverständlich können Sie alle Tipps auch für andere Zwecke verwenden. Nehmen Sie diesen Schwung mit, im nächsten Teil beschäftigen wir uns mit Ihrer Unternehmensstrategie.