Brainstorming, Mindmapping, Checkliste: Wege zur zündenden Geschäftsidee

Veröffentlicht am 3. August 2010 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

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Nicht immer ist bei einer Existenzgründung zuerst die Idee da. Viele Gründer verspüren den Wunsch nach einer selbstständigen Tätigkeit und begeben sich dann erst gezielt auf die Suche nach einer Idee. Oft werden viele Anläufe gebraucht, bis eine zündende Idee dabei ist. Der Einsatz unterschiedlicher Techniken hilft bei der Ideenfindung und bringt Suchende schneller zum Ziel.

Die wichtigste Regel für alle Techniken lautet: Quantität vor Qualität. Lassen Sie Ihren Gedankenfluss freien Lauf. Eine Bewertung, ob eine Idee brauchbar ist oder nicht, wird erst im Nachhinein vorgenommen.

Das Brainstorming von Alex F. Osborn zielt darauf ab, einfach Ideen in den Raum zu werfen. Eine Aufgaben- oder Fragestellung wird festgelegt und anschließend wird in zeitlich begrenztem Rahmen einfach festgehalten was einem in den Sinn kommt; ganz gleich wie unrealistisch oder fantastisch es ist. Das Brainstorming bietet sich an, wenn noch nicht klar ist, welches Geschäftsfeld Sie in Angriff nehmen wollen oder wenn Sie Ihr Geschäftsfeld weiter entwickeln wollen.

Wenn schon konkrete Ideen vorhanden sind, ist dagegen die Osborn-Checkliste oder Osborn-Methode ein interessanter Weg zum Ziel. Mit Hilfe einer fest vorgegebenen Checkliste lassen sich Ideen mit dieser Methode hervorragend weiterentwickeln und so zur Marktreife bringen.

Für die Entwicklung attraktiver Produkt- und Geschäftsideen bietet auch die Beobachtungsgabe und das Problembewusstsein einer Person einen unerschöpflichen Fundus. Wer mit offenen Augen durch das Leben geht, hat größere Chancen auf lukrative Ideen. Beobachten Sie sich selbst oder andere: Womit haben Sie Probleme und wie könnte man diese Probleme lösen? Können Sie Ideen aus dem Ausland vielleicht übertragen oder sogar einfach übernehmen? Beobachten Sie, ob Produkte von Menschen umfunktioniert werden – auch daraus können sich interessante Geschäftsideen ergeben.

Weitere Techniken für die Entwicklung oder Weiterentwicklung von Ideen finden sich in der Bionik, in der Reizwortanalyse oder auch im Mindmapping. Insbesondere das Mindmapping eignet sich, um Ideen zu ergänzen, auszubauen oder Gedanken zu strukturieren. Beim Mindmapping entsteht eine Art Gedankenlandkarte, bei der ausgehend von der Grundidee oder von einer grundlegenden Fragestellung Verzweigungen dargestellt werden. Softwareprodukte sind hierbei hilfreich. Teilweise werden diese sogar als kostenlose Open-Source-Software angeboten – wie etwa die Software FreeMind.

Wem diese Ansätze nicht genügen, der kann sich mit weiteren Techniken zur Ideenfindung beschäftigen. Welche Techniken geeignet sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Persönliche Vorlieben, Stand der Ideenentwicklung oder auch der Innovationsgrad einer Geschäftsidee können entscheidend sein. Oft lassen sich unterschiedliche Techniken auch gut miteinander kombinieren. Selbst wenn gedankliche Ansätze nicht sofort umgesetzt werden, sind Ideen für den weiteren Ausbau eines Unternehmens wichtig. Mit Ideen in der Schublade können Unternehmen schlichtweg schneller und flexibler agieren und neue Märkte erobern.

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(Bild: © julien tromeur – Fotolia.com)