WordPress: Child Themes erstellen – So passt du dein Theme richtig an

Veröffentlicht am 18. August 2015 in der Kategorie IT & Technik von

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Wordpress: Child Themes erstellen – So passt du dein Theme richtig an

WordPress ist fast schon zum Standard geworden, wenn es um die Erstellung einfacher und mittel-komplexer Websites geht. Nicht zuletzt die Unmengen an fertigen Themes machen dem Website-Ersteller das Leben leichter. Trotzdem möchte der geneigte User hier und da ein paar Anpassungen vornehmen. Mit ein paar Handgriffen kann man ein Theme perfekt an die eigenen Vorstellungen anpassen.

Voraussetzung: FTP-Zugang

Ein FTP-Zugang zu den Dateien der Website ist die Grundvoraussetzung, um Änderungen an einem Theme vorzunehmen. In eurer WordPress-Installation, findet ihr unter dem Pfad wp-content/themes alle installierten Themes und habt dort auch Zugriff auf alle PHP-Dateien, die nicht standardmäßig im WordPress-Backend angezeigt werden.

Vorsicht bei der Anpassung von Themes

Doch Vorsicht! Wer Änderungen an einem bestehenden Theme vornimmt, läuft Gefahr, dass diese mit dem nächsten Theme-Update überschrieben werden. Der sicherste und praktischste Weg ist es daher ein Child-Theme anzulegen.

Schritt 1: Theme-Ordner erstellen

Um ein Child-Theme zu erstellen, benötigt ihr zunächst einen neuen Theme-Ordner. Diesen legt ihr unter demselben Pfad ab, unter dem auch alle anderen Themes zu finden sind: wp-content/themes. Den Ordner könnt ihr im Grunde nennen, wie ihr wollt. Der Ordnung und Auffindbarkeit halber geben die meisten ihm den Namen des Parent-Theme-Ordners und hängen noch ein „-child“ oder „-child-theme“ an.

Schritt 2: Verknüpfung mit dem Parent-Theme

Als nächstes erstellt ihr eine leere CSS-Datei, z.B. im Text-Editor auf eurem lokalen Rechner, nennt diese style.css und fügt folgende Zeilen ein:

/*
 Theme Name: Der Name eures Child-Themes
 Description: Eine kurze Beschreibung eure Child-Themes
 Author: Max Mustermann
 Author URI: http://www.max-mustermann.de
 Template: Name des Parent-Theme-Ordners
 Version: 1.0
 Tags:
 */

Ihr benötigt außerdem eine Datei namens functions.php, in welche ihr den folgenden Code einfügt:

<?php
 add_action( 'wp_enqueue_scripts', 'theme_enqueue_styles' );
 function theme_enqueue_styles() {
 wp_enqueue_style( 'parent-style', get_template_directory_uri() .
 '/style.css' );
}
?>

Damit importiert ihr die CSS-Daten aus dem Parent-Theme. Wer sich in PHP nicht so sicher fühlt, kann das auch über @import in der neuen CSS-Datei machen. Offiziell wird von WordPress aber die PHP-Methode empfohlen. Der Import der Parent-Stylesheets ist kein Muss.

Ihr könnt an dieser Stelle natürlich auch ein komplett neues Stylesheet schreiben. Die meisten ergänzen ihre Änderungen aber einfach. Zuerst einmal könnt ihr die neue style.css und functions.php in euren neu erstellten Theme-Ordner schieben.

Schritt 3: WP-Backend checken und freuen

Im WordPress-Backend ist jetzt das Child-Theme sichtbar und kann aktiviert werden. Im Editor findest du dann auch deine gerade erstellten Dateien und kannst weitere Anpassungen vornehmen.

Weitere Anpassungen in anderen Dateien

Das Child-Theme zieht sich alle Daten aus dem Parent-Ordner. Sollen weitere Anpassungen z.B. in der header.php oder der index.php vorgenommen werden, kopiert man einfach die entsprechende PHP-Datei vom Parent-Ordner und fügt sie in das Child-Verzeichnis ein. Die Datei im Child-Theme überschreibt dann die gleichnamige Datei aus dem Parent. Außerdem erscheint sie auch im Backoffice-Editor. Hier können jetzt Anpassungen vorgenommen werden, ohne dass die Änderung mit dem nächsten Updaten überschrieben wird.

Ihr könnt außerdem eigene Templates erstellen und in das Child-Verzeichnis einfügen.

Ausnahme: functions.php

Im Gegensatz zu allen anderen Dateien, müsst ihr die functions.php nicht komplett kopieren, sondern diese wie oben beschrieben einfach ganz neu anlegen. Wenn ihr eine neue functions.php Datei in eurem Child-Ordner anlegt, so wird weiterhin auch die functions.php des Parents ausgeführt, und zwar direkt nach dem Aufruf der Datei aus dem Child-Verzeichnis.

Fazit: Immer schön sauber bleiben

Child-Themes erstellen ist keine Raketenwissenschaft und noch dazu ein „sauberer“ Weg, an eurem WordPress-Theme herumzubasteln.

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