Social Media: Zeigen Sie sich als Mensch und gewinnen Sie Kunden!

Veröffentlicht am 12. November 2009 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Icon Set - Social MediaWas ist Social Media Optimization? Social Media Optimization (oder kurz SMO) heißt im Grunde genommen nichts anderes als Soziale Medien nutzen, um Konversation anzustoßen. Unter Social Media wiederum werden alle Webdienste zusammengefasst, in denen Usern miteinander kommunizieren und agieren. Social Media Optimization ist ein noch ziemlich junges Instrument im großen Bereich der Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO für Search Engine Optimization), das diese ergänzt.

Zum Bereich SMO gehört, neben der Verbreitung adäquater Inhalte, auch die technische Optimierung der eigenen Website, um leicht in Social Media Dienste aufgenommen werden zu können.

Social Media Optimization bedeutet das Ausnutzen viraler Effekte. Der rege Austausch, das Weiterempfehlen, Bookmarken und Kommentieren in „social networks“ kann ein Unternehmen zu seinen Gunsten einsetzen, um das positive Image im Web zu stärken. Das erfordert Ideenreichtum sowie individuelle, maßgeschneiderte Marketingleistung, verknüpft mit den bekannten und bewährten SEO-Techniken.

Was kann man mit Social Media Optimierung erreichen?

SMO nutzt zwar SEO, verfolgt aber andere Ziele und erfordert Umdenken. Während SEO das Ranking der eigenen Seite in den Suchmaschinen – allen voran Google –, den PageRank und die Auffindbarkeit im Web verbessern soll, schiebt SMO „das Gespräch über die eigene Marke im Web“ an. Der direkte Kontakt zum User kann und soll hergestellt, muss aber richtig gepflegt werden. Es macht keinen Sinn, SMO ohne SEO zu betreiben. Andersherum funktioniert das durchaus, SEO kann auch für sich alleine stehen.

Betreibt man beides - was empfehlenswert ist - sollten die einzelnen Schritte inhaltlich aufeinander abgestimmt werden. Der Gebrauch der gleichen Keywords ist vorteilhaft. So können in Kampagnen ein deutlich höherer Buzz (engl.: buzz = Begeisterung, Summen) sowie erhöhte Suchanfragen erzeugt werden, wodurch eine bessere Konversion möglich ist.

SMO-Erfolge sind messbar: Social Media Monitoring ist hier das Schlagwort. Durch geeignete Tools, Website Tracking und die Analyse eigener Kennzahlen lassen sich positive sowie negative Effekte dokumentieren.

Vorrangiges Ziel von Social Media Optimization sind nicht der Verkauf oder in Geld messbare Aktivitäten. Ziel ist die direkte Ansprach der eigenen Zielgruppe im Web 2.0, die angebotene Produkte oder Website viral verbreiten und verlinken sollen. Die „brand awareness“ (Markenbekanntheit) im Social Web soll erhöht werden.

Die Herangehensweise unterscheidet sich von der herkömmlichen deutlich, erfordert ein Umdenken in den Köpfen der Werbetreibenden und entscheidet über Erfolg oder Misserfolg in entscheidendem Maße. SMO ist eine Form von Linkbaiting (engl.: to bait = locken, ködern, hetzen). Die Betreiber produzieren interessante, witzige Inhalte, die sich im Zuge des viralen Effektes schnell verbreiten, und hoffen auf Backlinks. Entsteht dadurch mehr Traffic (Zugriffe durch Besucher) auf den eigenen Seiten, ist das natürlich ein willkommener Nebeneffekt.

Vorteile von Social Media Optimization

  1. Bei SMO führt das Unternehmen einen direkten Dialog mit den Usern, wohingegen bei der Suchmaschinenoptimierung die Suchmaschine zwischen beiden Parteien steht. Sie liefert dem User Ergebnisse, keine Antworten. Bei SMO liefert der User die Antworten direkt an die Betreiber zurück, und zwar über einen unmittelbaren Meinungsaustausch.
  2. Der virale Effekt: Bietet man den Usern attraktive Inhalte, kommt idealerweise eine Lawine ins Rollen. Konsumente verbreiten gerne interessante Inhalte, greifen sie auf und „sharen“ (Engl.: to share = teilen) sie mit ihrem Netzwerk. Der Bekanntheitsgrad des Contents (der Inhalte) und damit der Marke steigt.
  3. In bestimmten Bereich weist Social Media Optimization mehr Wirkung auf als reine Suchmaschinenoptimierung. In sozialen Netzwerken schließen sich interessensgleiche Menschen zusammen, sie bilden so genannte Micro-Communities. Innerhalb dieser Zusammenschlüsse ist es wesentlich einfacher, einen Fan-Club für ein bestimmtes Produkt oder eine Marke zu gründen, als in den unendlichen Weiten des World Wide Web.
  4. Social Media Monitoring bedeutet das Beobachten der Aktivitäten in den sozialen Kanälen. Mit bestimmten Werkzeugen lassen sich diese gut beobachten. Mittlerweile geht das Ganze auch schon mobil. Der App Store bietet Applikationen für das iPhone, die auf Eingabe bestimmter Keywords den Inhalt der neuesten Posts, Tweets, Foren oder Blogs auswerfen.

Starten oder warten?

Die dicksten Fische angelt man dort, wo alle schwimmen. Deshalb: schwimmen Sie mit! Social Media und die Möglichkeit, auf diesem Gebiet Werbung zu betreiben, sind noch neu, dennoch wird sich der Markt in Deutschland wie auch weltweit wandeln. Seien Sie beizeiten dabei, sonst verlieren Sie Ihre Kunden an Mitbewerber, die schon in den Teich gesprungen sind.

Das Internet wird sich weiter wandeln. Experten sprechen schon von einem „polymorphic Internet“, was bedeutet, dass es in ein paar Jahren nicht mehr nur ein Internet geben wird, sondern mehrere. Das Internet der Zukunft wird polymorph, damit werden wieder neue Geschäftsfelder entstehen. Die Basis jedoch bleibt, in der Technik wie in der Werbung. Bauen sie diese schon jetzt auf, nutzen sie die Vorteile von SMO und treten sie mit ihren Kunden in Kontakt.

Goldene Regeln für Social Media Optimization

Erfolgreiches SMO erfordert ein Umdenken in unseren Köpfen, denn die Kommunikation im Web 2.0 ist anders. Konsumenten möchten dort direkt angesprochen werden, nicht als undefinierte Masse. Treten Sie als greifbarer Mensch hinter Ihrem Markennamen auf. Nehmen Sie die User ernst, akzeptieren Sie deren Anregungen, versuchen Sie aber durchaus auch Kritik anzunehmen. Lassen Sie Ihre Follower (Anhänger), Freunde etc. aktiv werden und im Zuge des Crowdsourcing mitmachen. Gut gemachte Kampagnen erzielen große Erfolge.

Nur wer beobachtet, kann reagieren. Betreiben Sie daher Social Media Monitoring und verfolgen Sie die Aktivitäten und Trendthemen auf den verschiedenen Kanälen. Versuchen Sie herauszufinden, wo über Sie gesprochen wird und reden Sie genau dort mit.

Seien Sie vorsichtig mit leeren Versprechungen, denn das kollektive Internet-Gedächtnis vergisst nichts. Ihre Tweets, Blogs oder Posts können immer gelesen werden. Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen.

Stellen Sie originelle Inhalte online. „Social Web“ bedeutet für die breite Masse Unterhaltung in kurzen Pausen und Auflockerung des Alltages. Kurzweilige, unterhaltsame Überraschungsmomente sind willkommen. Passen Sie Ihre Inhalte an. Seien Sie aber vorsichtig mit der eigenen Verlinkung Ihres Contents, das ist meist eher kontraproduktiv. Versuchen Sie vielmehr, Ihre Web-Freunde zu unterstützen. Denn wer hilft, dem wird auch geholfen.

Social Media Strategien

Beginnen Sie ihren SMO-Feldzug mit der Wahl Ihrer Zielgruppe. Eine adäquate Ansprache ergibt sich aus der für den Personenkreis charakteristischen Plattform. Content jeglicher Art sollten Sie gewissenhaft auf die Zielgruppe abstimmen, optimalerweise finden Sie eine Nische. Diese versprechen einen verhältnismäßig leichten und schnellen Erfolg.

Das einmal getroffene Online-Profil für Ihr Unternehmen sollten Sie kontinuierlich beibehalten. Stellen Sie sich die Frage: Wer bin ich, und wenn ja, wie viele? Das heißt: Wie viele Personen in Ihrem Unternehmen treten über Social Media Plattformen für Sie auf? Bedenken Sie, sich nicht als anonyme Firma sondern als Mensch hinter dem Unternehmen darzustellen. Fragen Sie sich weiterhin, was Sie in welchem Netzwerk erreichen wollen.

Wenden Sie die oben beschriebenen goldenen Regeln für Social Media Optimization an und greifen Sie auf bewährte SEO-Praktiken zurück, um den Grundstein für SMO zu legen.

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