Kleines Budget, große Wirkung: Brand Visibility mithilfe von Social Media steigern

Veröffentlicht am 22. April 2013 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Social Web: Kunden aktiv einbindenSocial Media hat sich mittlerweile als ein effektives Marketing-Instrument erwiesen. Auch wenn das ROI bei manchen Sozialen Netzwerken noch nicht hundertprozentig messbar ist, kann die Reichweite, die diese Netzwerke haben, nicht ignoriert werden. Vor allem von Start-Ups, die am Anfang noch kein großes Marketing-Budget haben. Denn mit Kreativität und Beharrlichkeit können Start-Ups ihre Brand Visibility dank Social Media mit wenig Budget steigern.

Ich möchte euch deshalb gerne zeigen, welche Methode hierfür verwendet werden kann (sogar mit anderen Netzwerken als Facebook). Ihr braucht zusätzlich zur Kreativität und Beharrlichkeit nur noch das Internet und ein Smartphone, am besten mit iOS oder Android. Vor dem Start noch ein paar Grundeinstellungen zum Social Media Marketing:

  1. Social Media ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Ihr müsst bereit sein, einen Dialog mit den Kunden zu starten und nicht nur euren Brand dort zu vermarkten.
  2. Werbung ist nicht immer nervig, aber oft, sehr oft.
  3. Das Hauptziel hier ist nicht die Umsatzgenerierung, sondern die Steigerung der Brand Visibility. Aber nicht vergessen: Nur weil es keinen Umsatz generiert, bedeutet das noch lange nicht, dass es wertlos ist. Eine IT-Abteilung beispielsweise ist vielleicht nicht direkt für den Umsatz verantwortlich, aber sie trägt bestimmt zur Umsatzgenerierung bei. (Nein, ich arbeite nicht in der IT Abteilung)
  4. Content ist auch hier King.

Los geht’s mit dem ersten Netzwerk "Instagram":

Instagram (100 Millionen aktive User)

Die Instagram-User sind nach meiner Erfahrung sehr aktiv. Ich bekomme in Instagram mehr Feedback auf meine Posts als in Facebook und Twitter. Instagram ist zwar nur zum Posten von Bildern geeignet, aber man kann mit ein wenig Fantasie einiges erreichen.

In Instagram kann ein User sein Bild mit dem sogenannten Hashtag # versehen. Je nach Interesse und Themen, wird ein passender Hashtag vom User vergeben. Die Bilder werden zum Beispiel im Bereich Mode mit #fashion #instafashion und im Bereich Reisen mit #travel #igtravel #destination getaggt und können auch unter diesem Hashtag von anderen Usern gefunden werden. Es gibt so viele Hashtags in Instagram. Ihr musst nur die richtigen für eure Branche finden. Das nächste Bild zeigt, wie eine Hashtag-Suche aussieht:

Denimshirt

Angenommen ich hätte jetzt ein Modelabel oder betreibe einen Online-Shop: In dem Bild habe ich nach #denimshirt gesucht. Die User, die diese Bilder posten, mögen sehr wahrscheinlich Denim-Hemden, da sie ohnehin solche Hemden schon tragen und ein Bild davon gemacht. Ich werde jetzt bei den schönen Bildern auf „Gefällt mir“ klicken und schon sieht der User, dass ich sein Bild geliked habe. Das sieht bei ihm wie folgt aus:

Likes

Am besten lobt man das Bild mit einem Kommentar. So kommt man sympathischer / authentischer rüber. Aber denkt daran: „Werbung ist sehr oft nervig“. Also bitte richtige Kommentare abgeben und nicht mit solchen Sätzen anfangen wie „Schönes Bild! Jetzt uns folgen und gewinnen!“

Interessante Profile auf Instagram gestalten

In den meisten Fällen wird der User auf mein Instagram-Profil gehen, um herauszufinden, wer ich bin. Hier ist die Herausforderung, das Profil interessant und wenig werblich zu machen, sodass er uns am Ende entweder folgt oder auf unsere Website geht. Vergesst nicht, eure Website für mobile Geräte zu optimieren. Hier sind zwei Instagram-Profile, die ich gut finde:
Karmaloop Discounts

Renowned Clothing

Es ist ebenfalls wichtig, dass ihr auch schöne Bilder postet. Die Bilder können sogar mit mehreren Hashtags versehen werden. Somit erreicht ihr mehr und vor allem die richtigen Nutzer. Ein Profil mit wenigen Bildern sieht nämlich nach Spam aus. Mit solchen Profilen brauchen wir gar nicht anzufangen. Entweder man macht es richtig oder gar nicht. Ich schreibe außerdem immer meine Website-Adresse auf meine Bilder, damit ich noch was davon bekomme, falls meine Bilder ungefragt von anderen Usern weitergepostet werden.

Rechnet man die Anzahl der User, die man erreicht, mit dem Klickpreis von Anzeigen bei Google (Adwords) um, dann bekommt man ein Gespür, wie wertvoll diese Methode ist. Ein Klickpreis im Bereich Mode fängt ab 0,48€ an. Bei 200 User / Tag ist das vergleichbar mit einer Werbung im Wert von 3000€ im Monat. Man kann sogar mittlerweile das Liken von Bildern automatisieren. Gebt nicht gleich auf, wenn ihr nicht gleich einen Follower gewinnt. Es gilt wie bei der klassischen Werbung: Der Kunde muss mehrere Male mit der Werbung in Berührung kommen, bis die erste Auswirkung eintritt.

Und so einfach können Start-Ups mit Instagram ihre Brand Visibility steigern. Es gibt andere Social Media Netzwerke, wie Tumblr und Pinterest, in denen diese Hashtag-Funktion ebenfalls verfügbar ist. Dort kann man diese Methode auch übertragen und ggf. anpassen.

Viel Erfolg und vor allem viel Spaß beim Probieren! Ihr könnt gerne auch eure Erfahrung mit Instagram unten in den Kommentaren teilen.

PS: Wenn ich genügend Shares und Kommentare bekomme, mache ich auch noch einen zweiten Teil.

(Bild: © Thomas Bethge - Fotolia.de)