So nutzen Sie Social Media für B2B! (Teil II)

Veröffentlicht am 18. März 2013 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Social Web: Kunden aktiv einbindenDer Weg für kleinere und mittlere Unternehmen zu tragfähigen Social Media-Prozessen lässt sich in fünf Schritte gliedern: Monitoring, Strategie, Konzept/Maßnahmen, Umsetzung, Erfolgsmessung. Näheres zum ersten Schritt - dem Social Media-Monitoring - lesen Sie im ersten Teil des Artikels. Erfahren Sie nun mehr zu den vier weiteren Schritten:

2. B2B-Social Media-Strategie

Monitoring liefert Erkenntnisse und Benchmarkings, aus denen Sie Ihre B2B-Social Media-Strategie ableiten. Die wichtigsten Strategieziele im B2B:

  • Entscheidungsträger finden im Rahmen von Multichannel-Strategie- und Social SEO-Maßnahmen
  • Ausbau des Kontaktnetzwerkes mit Geschäftskunden, Endkunden, Investoren, Mitarbeitern und Interessenten
  • Lead-Generierung
  • Experten-Status in Unternehmensblogs, Foren, Video-Clips (YouTube), Präsentationen (Slideshare)
  • Kundenrückmeldungen schneller, transparenter und kostengünstiger adressieren und in das CRM einfließen lassen und damit Kundenzufriedenheit steigern
  • Multichannel-Ansatz im Marketing: Anknüpfung mit anderen Kampagnen, z.B. Newsletter und Mailings: Social E-Mail, Social Plugins, Shares, Likes, Comments etc.
  • Anknüpfung an mobile Maßnahmen, mobile Websites und Apps
  • Anknüpfung an Offline-Kampagnen und dadurch wiederum Leads generieren und Reichweite erzeugen

3. Konzept und Maßnahmen

Der Bereich Konzept und Maßnahmen ist der umfangreichste, logischerweise ressourcenintensivste. Er definiert und befasst sich mit Maßnahmen und deren Realisation. Auf der To Do-Liste? Definition der Nutzergruppen (Personas), Inhalte und Botschaften (Themen-, Genre- und Aktionspläne), Plattformen und Aktionen. Klärung interner Strukturen; Leitfäden für Mitarbeiter, Timing und Budgetierung.

4. Social Media-Umsetzung

Abhängig vom davor definierten Maßnahmenkatalog sind wir im Doing angekommen: Festlegung der Funktionalitäten, Tools, Verantwortlichen und deren Aufgaben. Layout und Design, Erarbeitung und Veröffentlichung von Nettiquette und Richtlinien. Planung, Kreation, Distribution und Tracking von Content. Social Media-Verantwortliche und die Teams erarbeiten Inhalte und Interaktion, definieren Zeitpunkte der Veröffentlichungen, gehen mit Kommentaren, Kritik und Anregungen im Sinne Ihres Unternehmens um. Natürlich alles unter Berücksichtigung gültigen Rechts.

5. Erfolgsmessung

Mit der Erfolgsmessung kehren wir zum Monitoring und Reporting zurück, das Zahlenwerk kommt ins Spiel:

  • Messung der festgelegten Kennzahlen
  • Benchmarking der Maßnahmen
  • Mit welchen Maßnahmen können künftig welche Kennzahlen erreicht werden?

Damit schließt sich der Kreis und Prozess. Zu guter Letzt hier als Überblick die relevantesten B2B-Plattformen:

Facebook

Die Krones AG und Würth Group tun es erfolgreich. Auch der mittelständische Elektrohersteller Festool tut es: Facebook. Das weltweit größte soziale Netzwerk gewinnt im B2B Boden untern den Füßen. Grundsätzlich haben auf der Plattform Nutzer (Privatpersonen, Unternehmen) die Möglichkeit, Profilseite zu gestalten und mit anderen wechselseitig in Kontakt zu treten. A und O für die Gewinnung und den Erhalt von Fans: durchdachte und gelegte Interaktion und Engagement, also Einbindung. Chancen im B2B: „Mitnahmeeffekt“ durch bestehende Reichweiten, hoher Vernetzungsgrad und nutzbar für Word-of-Mouth Marketing.

Google+

Google+ ist eine Social Content-Plattform von Google, die auch durch die aktive Vermarktung durch Google regen Zuspruch erhält. Der Anspruch: hochwertiger Content. Profile und Aktivitäten in Google+ wirken sich positiv auf Suchmaschinenrankings aus und machen Google+ für B2B Unternehmen heute zum Must-Have.

Twitter

Twitter ist ein auf 140 Zeichen begrenzter sogenannter Microblog. Platt gesagt ein Newskanal, über den sich in Sekundenschnelle Kurznachrichten, Tweets, verbreiten lassen: Vorausgesetzt, man weißt die Kettenreaktionen und Multiplikatoreffekte zu steuern. Für jedes Unternehmen, das PR betreibt, ist Twitter ergänzende Pflicht. Multiplikatoren und Influencer der jeweiligen Branche identifizieren! Als Follower des eigenen Kanals gewinnen! Und mit relevanten Tweets versorgen!

Xing und LinkedIn

Employer Branding und Image lassen sich gezielt über die Profile und Aktivitäten in Business-Netzwerken wie Xing (Kununuu) oder LinkedIn beeinflussen. Leads und Kontakte finden sich hier aufgrund detaillierter Profilinformationen rasch – und sind jederzeit kontaktierbar. Nutzbar als: Business Netzwerk, Research Tool und möglicher Vertriebskanal.

SlideShare

Content Sharing über Plattform wie SlideShare steigern mit der Veröffentlichung von Detailinformationen oder Präsentationen die Wertschöpfung von vorhandenen Informationen. Zudem bringt die Vernetzung Relevanz bei den Suchmaschinen.

YouTube

YouTube ist eine ausgefeilte Plattform für Unternehmensinhalte, verstärkt Suchmaschinen-relevant. Mitarbeiter, Angebote und Dienstleistungen können mittels Videos dargestellt werden und so dem Entscheidungsträger in seiner B2B-Journey im richtigen Moment begegnen.

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So nutzen Sie Social Media für B2B! (Teil I)

 

(Bild: © Thomas Bethge - Fotolia.de)