Teambuilding: Vom Kollegen-Haufen zum Dream-Team

Veröffentlicht am 2. Oktober 2015 in der Kategorie Management & People Skills von

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Ein Haufen Gurken ist noch lange kein Salat! Denn: Die Zusammenarbeit der Mitglieder in einem Team ist erst dann erfolgreich, wenn Motivation und Zusammengehörigkeit stimmen. Damit dein Team engagiert und effizient zusammenarbeiten kann, brauchen seine Mitglieder also:

  • klar definierte Funktionen & Aufgaben
  • persönliches Engagement
  • ein gemeinsames Ziel
  • Teamgeist
  • Motivation

Diese Voraussetzungen musst du als Projektleitung bzw. Verantwortliche/r sicherstellen oder zumindest so gut wie möglich fördern. Hierbei kannst du jeweils ganz unterschiedliche Maßnahmen ergreifen, um deine Kollegen und Mitarbeiter zu echten Teamplayern zu machen.

Eine eindeutige Aufgabenverteilung für die gemeinsame Arbeit an einem Auftrag oder Projekt sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Klare Ansagen und eine offene Kommunikation sind nötig, damit jeder der Beteiligten weiß, was er oder sie wann wie zu tun hat. Schwieriger wird’s, sobald es um das persönliche Engagement der Teammitglieder geht. Dazu deshalb erst am Schluss noch ein paar Worte. Denn: Kann man überhaupt lernen oder sich angewöhnen, engagiert bzw. engagierter zu sein? Diese Frage klingt eher nach dem berühmten inneren Schweinehund, den man überwinden kann – oder eben nicht.

Von der „Tu-Du-Liste“ zur To-Do-List: Das gemeinsame Ziel

Demgegenüber kann man sehr wohl üben, auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten. Der Schlüssel liegt darin, dass jedes Teammitglied verstehen muss: „Auf mich kommt's an, damit wir alle was davon haben! Ich brauche die andern und die andern brauchen mich!“. Klingt gut, aber wie soll man das trainieren? Am besten, indem man dabei auch gleich den Bezug der Teammitglieder zueinander stärkt. Simples Startbeispiel: Ein Kollegenabend wird vereinbart, dessen Planung während 1-2 Stunden der Arbeitszeit erfolgt - ein zusätzlicher Anreiz für eigenen Einsatz! Diesen organisiert aber niemand allein, indem er sich um alles kümmert oder den anderen einfach nur sagt, was sie vorbereiten und mitbringen sollen.

Stattdessen wird die Organisation so gestaltet, dass sich jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin nur um einen einzigen Teil kümmert. Dabei stellt bereits die eigenverantwortliche Übernahme eines Tasks den ersten Milestone bzw. die erste Übungseinheit dar. Die „Projektleitung“ delegiert, wer wofür verantwortlich zeichnet und bis wann welche Tasks zu erledigen sind. Location, alkoholische Getränke, alkoholfreie Getränke, Salat, Knabbereien, Süßigkeiten, Spiele, Musik – fehlt etwas, fehlt es allen, ist alles da, profitieren alle. Rückmeldungen über erreichte Milestones und abgeschlossene Tasks gehen ebenfalls an die „Projektleitung“. Im Büro bzw. Konferenzraum wird anschließend bei einem Kaffee – oder auch einer Aspirin – evaluiert und nachbesprochen.

Darum geht's: Durch Kooperation zum gemeinsamen Profit!

 

Man braucht die Mannschaft, damit man's schafft! - Teamgeist

Die Gleichung ist einfach, „Zusammenarbeit = Zusammen + Arbeit“. Willst du den Teamgeist deiner Leute stärken, kannst du zum Beispiel auf Sport zurückgreifen. Von einfachen Aktivitäten wie Gesellschafts- und Gruppenspielen über Mannschaftssport bis hin zum gemeinsamen Kampfsport- oder Survival-Workshop: die Möglichkeiten sind vielfältig und für jedes Budget ist was dabei. Dabei ist es nicht entscheidend, was man zusammen unternimmt – wichtig ist, dass alle an Bord sind! Im Mittelpunkt jeder Teamgeist-Maßnahme sollte die Erfahrung stehen, Hilfe und Wertschätzung sowohl zu bekommen als auch zu signalisieren.

Im Idealfall nimmt man sich Zeit für verschiedene Aktivitäten, so dass alle Teilnehmenden Gelegenheit erhalten, Gruppenerfolge und Gruppenrückhalt emotional zu erfahren – unabhängig von Geschicklichkeit, Wissensstand oder körperlicher Fitness! Daher bietet es sich an, mehrere Termine bzw. einen ausreichend langen Zeitraum für Teambuilding-Maßnahmen einzuplanen. Denn: Nicht alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauen gleichermaßen schnell auf und gerade in neu zusammengestellten Teams kann etwas mehr Zeit zum Kennenlernen nicht schaden.

Darum geht's: Tragen und getragen werden!

 

„Lust verkürzt den Weg.“ (Shakespeare): Motivation

Die Menschen um sich herum zu motivieren – gerade wenn sie für oder mit uns arbeiten sollen – ist nicht einfach. Nicht umsonst setzen viele Unternehmen und Selbstständige in diesem Zusammenhang auf die Fähigkeiten professioneller Coaches und Berater, die über das nötige psychologische, sozialpädagogische und emotionale Knowhow verfügen. Der eine Kniff, den eigentlich jeder Teamleader beherrschen sollte, lautet: „Herzblut ist ansteckend.“ Oder anders ausgedrückt: Wenn du selbst von einer Sache begeistert bist, zeig es! Der Funke springt dann schnell auf die anderen über!

Für die Praxis heißt das: Es reicht nicht, mittels Flipchart oder Powerpoint eine To-Do-Liste abzuarbeiten. Kommuniziere offen und ehrlich: Was macht für dich den Reiz an der Arbeit des Auftrags aus? Was sind die Besonderheiten und Herausforderungen, was macht in deinen Augen die einzelnen Tasks spannend? Wo heißt's sogar für dich: „Augen zu und durch“? Hier sollte das Team einen regen Austausch pflegen, wobei gilt: Jeder im Team wird ernst genommen und erfährt Wertschätzung für seine Beiträge, Ideen und Tätigkeiten. Auf diese Weise steckst du deine Team-Mitglieder mit deiner eigenen Begeisterung an und sorgst im nächsten Schritt dafür, dass sie sich anerkannt und mitverantwortlich fühlen.

Darum geht's: Sei selbst der motivierteste Teamplayer!

 

Vom Wir zum Ich: Persönliches Engagement

Wenn die Begeisterung erst mal abgefärbt hat, wächst die Einsatzbereitschaft mit ziemlicher Sicherheit von allein. Das heißt: Um das persönliche Engagement deines Teams bzw. deiner Mitarbeiter zu steigern, solltest du eher auf „Wir-Erfahrungen“ setzen als darauf, auf einzelne Personen isoliert zuzugehen. Gemeinsame Ziele erreichen, Rückhalt geben und bekommen, ein authentisches Vorbild vor Augen – meist lässt sich auf diesem Weg auch die sonst schwer zu packende Größe „persönliches Engagement“ positiv beeinflussen.

Wie macht ihr das?

Welche praktischen Erfahrungen – positive wie negative – habt ihr mit Teamwork und Teambuilding-Maßnahmen gemacht? Wie motiviert ihr euch und andere? Verratet's uns!