5 Tipps für den perfekten Umgang mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern

Veröffentlicht am 22. Januar 2014 in der Kategorie Management & People Skills von

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5 Tipps für den perfekten Umgang mit Mitarbeitern und GeschäftspartnernIm Grunde ist es in einem Unternehmen wie in einer Ehe: Partnerschaft braucht Pflege und einen respektvollen Umgang. Denn kein Mensch kann als Unternehmer alleine tätig sein. Um Geschäfte zu machen, braucht es Partner. Diese gibt es sowohl im Innen- (Mitarbeiter) wie im Außenverhältnis (Lieferanten, Kooperationen o.ä.). Lesen Sie hier Tipps für den Umgang mit Geschäftspartnern.

Heute reden kluge Unternehmer mit ihren Partnern auf Augenhöhe. Eine Erkenntnis, die nicht politischer Korrektness geschuldet ist. Sondern die verdeutlicht, wie sich Einstellung und Sicht auf das (Arbeits-)leben in den Köpfen der Menschen gewandelt haben. Statt von der erfahrenen Führungskraft bis zum Azubi mit Druck und Vorgabe in Form von Umsatzzahlen zu arbeiten, führen Chefs heute die Mannschaft mit Werten, die sie selber für wichtig halten und vorleben.Etwa, dass ein denkender und handelnder Mensch für die Entwicklung von Körper und Geist verantwortlich ist. Weiterbildungen somit nicht nur fachliche Kompetenzen vermitteln, sondern die Persönlichkeit entwickeln.

1. Rollentausch: Chef übernimmt Azubi-Plätze!

Gelingen kann das durch einen Rollentausch, wenn Chefs mal eine Woche im Lager mitschuften oder Azubis eine Filiale eigenverantwortlich leiten. Das öffnet den Blick für die Perspektive des Anderen. Die Werte sollten fixiert und nach ihnen gehandelt werden: Steht etwa „Streben nach Spitzenleistung“ an erster Stelle, leitet sich daraus der Anspruch ab, sich zu den Besten der Branche zu entwickeln. Was wiederum ein ständiges Monitoring des Marktes verlangt.

Oder wenn „Konsequenz“ eine Leitlinie für das tägliche Handeln ist, werden Verstöße gegen den Wertekanon konsequent verfolgt. Lautet hingegen ein Wert „Vertrauen und Respekt sind die Basis der Zusammenarbeit“, sollte das vor allem auch gegenüber Mitarbeitern gelten. Ein „freundschaftlicher Umgang“ mit allen Kollegen also selbstverständlich sein. Etwa im persönlichen Dialog oder in der Anrede in Mails.

2. Good News und der Daily Huddle

Für die Praxis eignet sich ein Werkzeug wie den Daily Huddle: Vor Arbeitsbeginn starten Chef und Mitarbeiter in einer kleinen Stehkonferenz. Inhalt sind in 15 Minuten dann persönliche Erfolgsgeschichten, die jeder erlebt hat. So machen Good News im Unternehmen schnell die Runde. Das ist zum Einen wertschätzend für jeden Einzelnen und zum Anderen lädt es ein, Ideen zu übernehmen.

In Summe werden dadurch das Unternehmen und das Betriebsklima besser. Obendrein sorgt es für Transparenz, weil Chefs offen mit Zahlen und Fakten umgehen. Thematisiert werden kann im täglichen Huddle auch ein Unternehmenswert. Durch diese Reflektion: Wo war ich konsequent, wann war ich freundlich oder wer begegnete mir respektvoll – so wandern Werte ins Unterbewusstsein und werden Teil des täglichen Handelns. Klar ist dann aber, dass vielleicht nicht jeder zu solch einer offenen Kultur passt. Gut ist es, wenn Mitarbeiter „hungrig“ sind: Nach Erfolg und nach persönlichem Wachstum.

3. Fehler des Monats ehren?

Daran schließt sich die Frage an: Wie schafft ein Unternehmer es, neben den guten Nachrichten auch eine Fehlerkultur zu pflegen. Gut gelingt das durch den offenen Umgang mit Fehlern. Neben der Ehrung des „Mitarbeiters des Monats“ kann auch der „Fehler des Monats“ prämiert werden. Nicht um Kollegen zu beschämen, sondern damit aus den individuellen Irrungen möglichst alle etwas lernen. Geht der Chef mit gutem Beispiel voran, indem er seine Fehler „prämiert“ und damit öffentlich macht, schafft das Vertrauen.

4. Geschäftspartner satt machen!

Im Außenverhältnis die passenden Partner zu finden, ist die zweite große unternehmerische Herausforderung. Dabei ist die Quintessenz diese: Im Gegensatz zu „hungrigen“ Mitarbeitern sollten Geschäftspartner wie Dienstleister oder Lieferanten „satt“ sein. Einem also nicht alles verkaufen müssen. Nur dann ist eine für die eigene Firma gute und sinnvolle Beratung möglich. Zielt der Lieferant auf Provision oder hat er zu wenig andere Kunden, ist er gezwungen, möglichst viele Verträge mit einem abzuschließen. Ebenso für Dienstleistungen oder Waren, die dem eigenen Betrieb nicht nutzen.

5. Offen miteinander reden und Beziehungen sprießen lassen

Daneben ganz wichtig: Wie im Innen- so gilt auch im Außenverhältnis eine offene Kommunikation. Der Lieferant muss wissen, wohin das eigene Unternehmen steuert. Welche Ziele es verfolgt und welche Maßnahmen der Chef plant. Nur wer hier auf Augenhöhe kommuniziert, lässt eine Partnerschaft entstehen. Und die kann wichtig sein, wenn Innovationen gefragt sind, etwa in der eigenen Produktentwicklung.

Oder wenn dem eigenen Unternehmen ein Liquiditätsengpass bevor steht, um dann etwa um verlängerte Zahlungsziele zu bitten. Anders herum: Wer anonym im Internet bestellt, wird so eine Partnerschaft nie aufbauen können. Als Werkzeug zur Bewertung empfiehlt sich eine Lieferanten-Inventur. Dabei hilft es zu fragen, wie dialogfähig ein möglicher Partner ist. Und vor allem: teilt er die eigenen Werte?

Zu den Autoren:

Jochen Stargardt
Jochen Stargardt (Jahrgang 1976), Unternehmensberater und Gesellschafter mehrerer Weiterbildungsstandorte der Franchise-Gruppe carriere & more überzeugt als Macher. Während andere noch grübeln, hat der Wirtschaftswissenschaftler die PS bereits auf der Straße. Eloquent und konsequent hält er nicht hinterm Berg, sondern vermittelt das Bild vom erfolgreichen Unternehmer, der seine Visionen lebt. www.diestargardts.de

Simone Stargardt
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