Ohne Energie geht nichts!

Veröffentlicht am 15. Februar 2011 in der Kategorie Management & People Skills von

Themen:

Kein Auto fährt ohne Treibstoff. Kein Geschäft läuft ohne Input. Trotzdem laufen wir Gefahr mit unserem Energiehaushalt Raubbau zu betreiben und unsere Grenzen zu übersteigen. Der Druck von außen und die inneren Überzeugungen verleiten uns zu einem Leben in Dysbalance.

Chefin Musterer arbeitet seit Jahren ohne Pause in ihrer Firma. Sie fühlt sich für alles verantwortlich. An Urlaub ist nicht zu denken. Wie soll sie ihre Batterien auftanken, wenn sie fortwährend hochtourig fährt und gar nicht weiß, wie man Pausen einlegt? Die Folgen ihres einseitigen Arbeitslebens spürt sie mittlerweile selbst: Ihre Konzentration und Aufmerksamkeit lassen zu wünschen übrig. Sie fühlt sich ausgepowert und energielos. Selbst das morgendliche Aufstehen empfindet sie als Last. Was fehlt Frau Musterer? Eine Riesenportion Energie, Entspannung und Erholung. Was tun?

1. Energieräuber identifizieren

Schlafdefizite: Wer viel arbeitet und wenig Pausen macht, der kann nicht gut „runterfahren“. So auch Frau Musterer. Mühlenartig kreisen ihre Gedanken nachts im Kopf. Am nächsten Tag ist sie gerädert, schlapp und weit unter ihrem Leistungsvermögen.

Perfektionismus: Frau Musterers innerer Antreiber veranlasst sie 150 %-ig zu agieren. Mit dieser Einstellung wird sie jedoch auf Dauer unglücklich. Oft hilft es schon nur 80 % seiner Leistung zu investieren, um schnell Erfolg zu sehen. Die restlichen 20 % erfordern in ungleichem Maße wesentlich mehr Energie und Aufwand.

Ärger: Wir regen uns oft über Personen auf, weil wir mit deren Verhalten nicht einig gehen. Und wenn der Ärger einmal angesetzt hat, wird er immer ärger. So sehr, dass er uns die Energie für die bevorstehenden Aufgaben nimmt.

Killerphrasen: „Das kann nicht sein“ oder „Das geht nicht“ – das sind Killersätze, die einem den Atem nehmen. Sie setzen jegliche Kommunikation schachmatt und bringen ein hohes Energieniveau zum Absturz. Sie sehen, welche Macht unsere Sprache entfalten kann. Achten Sie genau darauf, was und wie Sie etwas sagen.

Glaubenssätze: Das sind innere Überzeugungen, die uns das Leben schwer machen. „Wir glauben, wir sind für alles verantwortlich“, „Wir glauben, dass wir nur was taugen, wenn wir Leistung bringen“. Diese Glaubenssätze behindern uns genauso wie die Killersätze, nur dass sie von uns selbst produziert werden.

2. Was sind Energiequellen?

Spiel & Sport: Nichts ist befreiender, als mit Kindern rumzualbern. Sich auszutoben, mit anderen Spaß am Spiel zu haben, beim Spiel zu punkten, das macht Freude und setzt Energien frei.

Meditieren/Entspannen: Nutzen Sie die Kraft der Ruhe und Abgeschiedenheit als Energietankstelle. Einfach nichts tun, auf der Couch entspannen, Löcher in die Decke starren - auch das füllt Energielöcher! Wer den ganzen Tag körperlich und geistig auf Hochtouren läuft, hat das Recht abends drei Gänge runterzuschalten.

Bereichernde Gespräche: Aufbauende und spannende Gesprächspartner sind wie eine Energiepille. Wenn ich mit meinem „Lieblingsarchitekten“ telefoniere, dann ist das Balsam für die Seele. Wir schwingen auf einer Wellenlänge.
Ein Impuls gibt den nächsten und aus mehreren Impulsen entsteht eine schlaue Idee.

Humor: Lachen ist immer gut. Und wissen Sie, dass man für ein ernstes Gesicht 65 Gesichtsmuskeln aktivieren muss, für ein Lachen nur 10? Warum also überanstrengen?

Etwas Neues: Wer Fragen stellt, bleibt neugierig. Damit verbunden ist auch die Offenheit für neue Dinge. Ein neues Buch, eine neue Sportart, eine neue Software, ein neuer Lebensweg. Menschen, die bereit sind, sich und Dinge zu ändern, bekommen immer wieder neue Energie, um ihr neues Ziel zu erreichen.

Massage: Verspannungen sind ein Ausdruck von Körperblockaden. Kopf- und Nackenschmerzen sind Hinweise dafür. Mit der „Triggerpunkt-Massage“ stoßen Sie den Energiefluss im Körper an. Danach fühlen Sie sich besser, entspannter und energiegeladener.

3. „Energie-Erkenntnisse“ umsetzen und Energiefelder aktivieren

Nehmen Sie sich ein großes DIN-A3-Papier und teilen Sie dieses Blatt in der Mitte. Auf der linken Seite listen Sie Ihre Energieräuber auf, auf der rechten Seite die Energietankstellen. Wenn Ihnen die Energie ausgeht, greifen Sie zu der Energiequelle, die Ihnen in diesem Moment am meisten zusagt oder gut tut.

(Bild: © sergeantvoodoo - Fotolia.com)