Das Job-Königreich: Mit Ausdauer die eigene Vision erfüllen! (Teil III)

Veröffentlicht am 8. Oktober 2014 in der Kategorie Management & People Skills von

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Das Job-Königreich: Mit Ausdauer die eigene Vision erfüllen! (Teil III)
Das Konzept der "Job-Königreiche" soll uns an die richtige Denkensweise heranzuführen, die es als Unternehmer braucht um ein Geschäft möglichst erfolgreich, starten, etablieren und international etablieren zu können. In Teil I und Teil II haben wir schon Folgendes behandelt: Verfügt ein Geschäftsführer nicht über die richtige Perspektive, neigt er dazu voreilig falsche Entscheidungen zu treffen, die ihn vom besten Ergebnis abhalten können.

In diesem Teil III wollen wir deshalb einen sehr wichtigen Zusammenhang aufzeigen und zwar unsere Charaktereigenschaft „Ausdauer“ in Bezug einer echten „Vision“.

Zur Erinnerung aus Teil II: Obschon wir alle als Könige geboren wurden, heißt das nicht, dass wir automatisch über die Ausdauer eines gereiften Königs verfügen. Dasselbe gilt in Bezug auf unsere Reiche, denn obwohl jeder nach einem Reich sucht, ob bewusst oder unbewusst, besteht ein intensiver Findungs- und Entwicklungsprozess.

Man kann diesen Reife- oder Findungsprozess in 3 Phasen unterteilen. Zur Erklärung dieser unterschiedlichen Phasen, und wie dabei die Ausdauer und Vision zusammenspielen, lassen Sie uns zuerst ein sehr einfaches Beispiel aus der Tierwelt verwenden, um die Analogie etwas klarer aufzeigen zu können.

Machen Sie es wie ein Küken: In 3 Schritten zur Selbständigkeit!
Das Job-Königreich: Mit Ausdauer die eigene Vision erfüllen! (Teil III)

  • Phase 1: Ein Vogel wächst in einem sehr beschränkten Umfeld auf und zwar im Inneren einer Eischale. In diesem System kennt man mit Sicherheit jeden Ort, alles ist vertraut, alles ist nah, alles ist vorhanden und man muss praktisch keinen Effort betreiben, um überhaupt existieren zu können.
  • Phase 2: Darauf folgt die erste Bewährungsprobe, der Kampf die Schale aufzubrechen, sich davon zu befreien sowie sich dem Training des Muttertiers unterordnen zu müssen. Diese Phase besteht aus der Vorbereitung und der Aufbauarbeit hin zum großen Tag.
  • Phase 3: Mit dem großen Tag ist der Sprung in die Selbständigkeit und Freiheit gemeint. Dies beginnt mit dem Erstflug, welcher anfänglich noch etwas unbeholfen erscheinen mag, doch nach und nach zu einem sicheren Fliegen führt, höher und weiter.

Interessant ist, dass alle Vögel dieselben Voraussetzungen haben, unabhängig ihres Standortes oder Familienzugehörigkeit.

So nutzen Sie schwierige Phasen im Berufsleben für sich!

So ist es mit uns auch, doch viele verbringen ihr gesamtes Leben in der Eischale, würden äußerliche Einflüsse nicht schon fast zum Ausbrechen zwingen. Sollten Sie zur Zeit geschäftlich oder privat durch eine schwierige Phase hindurch gehen, fokussieren Sie nicht auf den Moment oder die Situation sondern darauf, dass dies in erster Linie eine riesige Chance bedeuten kann.

Diese Chance zu packen bedingt jedoch auch die Bereitschaft sich vom alten Umfeld lösen und sich gegenüber Mentoren öffnen zu wollen. Mentoren welche selbst zuerst die Schale durchbrechen und in ihrem Bodentraining wachsen mussten. Mentoren sind enorm hilfreich und können möglicherweise sogar zur einer Verkürzung unsere Test- und Trainingszeit beitragen.

Doch auch hier gilt es nicht stecken zu bleiben, denn so gut ein Mentor auch sein mag, sind unsere Königreiche doch individuell wie unsere Fingerabdrücke. Man beachte, dass es in dieser Trainingsphase enorm wichtig ist, die anfänglich noch limitierte Vision stets vor Augen zu behalten. Ohne Vision können wir die notwendige Ausdauer nicht aufbringen, die es letztendlich zum Fliegen braucht. In dieser letzten Phase des Fliegens kommt erst die Klarheit unserer Vision, denn je höher wir fliegen, desto weiter können wir überhaupt sehen.

Dies ist der Grund wieso relativ wenige Menschen über eine Vision zu verfügen scheinen, denn sie befinden sich noch in der Ei-Phase oder sind am Boden stehen geblieben. Sie haben inzwischen sicherlich bemerkt, dass es bei unserer Serie "Job-Königreiche" viel mehr als um durchschnittliche Geschäfte geht, aber auf der anderen Seite auch, dass wir alle als Durchschnitt beginnen und zur Weltspitze aufsteigen können.

Die Geschichte vom Projektleiter und wie aus ihm ein Geschäftsführer wurde

Dazu ein praktisches Beispiel eines sehr erfolgreichen Geschäftsmannes. Dieser Geschäftsmann startete vor vielen Jahren als ein einfacher Projektleiter, welcher die Entwicklung und Herstellung eines Produktes managen musste. Er und sein Team arbeiteten sehr hart und mit großer Motivation an der Umsetzung, da das Produkt ihre eigene Vision widerspiegelte. Nach einer längeren Zeit beschloss die Geschäftsleitung dieses Projekt aus Kostengründen abzubrechen, zu groß und unmöglich erschien der Kostenberg und die damit verbundenen Risiken.

Doch wo eine echte Vision besteht ist man praktisch nicht zu stoppen. Dies ist eine wahre Geschichte, der Projektleiter und sein Team trafen sich illegal in der Nacht, um an Ihrem Produkt weiterzuarbeiten. Es versteht sich von selbst, dass dieses Team dafür einen hohen Preis zahlen musste, mit wenig Schlaf, keinem Lohn und anderen Risiken. Eines Tages flog diese "Nachtübung" auf und der Projektleiter musste vor der Geschäftsleitung antreten.

Um das Ganze kurz zu halten, die Geschäftsführung erkannte, dass dieser Projektleiter felsenfest an sein Produkt glaubte und zwar so stark, dass sie sich ermutigt entschieden, einige Mittel zur Verfügung zu stellen, um an der Produktentwicklung weiter arbeiten zu können. Dieser Projektleiter stieg schlussendlich selbst zum Geschäftsführer auf, hoch motiviert "sein" Produkt weiter im internationalen Markt vorantreiben zu können.

Als dann Jahre später eine Wirtschaftskrise den Absatz dieses Produktes nahezu komplett einbrechen ließ, stand dieser Geschäftsführer für knapp zwei Jahre enormem Druck gegenüber. Doch da er an seine Vision glaubte, wollte er keinen einzigen der weit über tausend Mitarbeiter entlassen, noch das Produkt verwerfen oder die Strategie anpassen. Es war für ihn schlicht und einfach eine "Schlechtwetter"-Periode, die nichts mit der Firma selbst zu tun hatte.

Um dabei die Relationen zu sehen: dass Produkt repräsentierte den Hauptumsatz der gesamten Unternehmung. Nach dieser schwierigen Phase brauchte er tatsächlich jeden einzelnen Mitarbeiter, um die massive Bestellungseingänge überhaupt bewältigen zu können.

Seine Vision, die er mit sehr viel Ausdauer durch all die Tests hinweg konsequent verfolgte, führte letztendlich zum weltweit erfolgreichsten verkauften Produkt in dessen Marktsegment. Kaum jemand hätte das je für möglich gehalten, doch dieser Unternehmer kannte seine echte Vision und hatte den notwendigen Charakter nicht aufzugeben.

Dieser Geschäftsführer wird inzwischen von den Medien mit "König" betitelt, denn die Firma ist zum größten Arbeitgeber eines gesamten Kantones herangewachsen. Die echte Vision hat sich zu einem Reich mit internationalem Einfluss vergrößert, die geprobte Charaktereigenschaft "Ausdauer" hat einen König erzeugt, der in der Lage ist, überhaupt ein solch großes Königreich tragen zu können.

Seien Sie wie Nelson Mandela: Vom Anwalt zum "König", der für seine Überzeugungen kampft!

Doch schauen wir uns ein zweites Beispiel an, das ebenfalls sehr bescheiden anfing. In der Brust eines einfachen Mannes in Südafrika brannte eine Vision, die Ungleichheit zwischen den schwarzen und weißen Einwohner seines Landes zu beseitigen und Gleichberechtigung zu schaffen. Nelson Mandela studierte damals Anwalt, sicherlich kein schlechter Beruf, was Einkommen, Status und Sicherheit betrifft und dennoch war es lediglich eine durchschnittliche Karriere.

Seine Vision war viel größer und wie wir wissen, musste er dafür 27 Jahre lang im Gefängnis verharren. Der Preis, den er für seine Vision bezahlte, war gewaltig. Angeblich wurden ihm in dieser Zeit enorme Angebote unterbreitet, würde er lediglich auf seine Vision eines freien Südafrikas verzichten. Doch statt der umgehenden Freilassung mit Haus, allen Annehmlichkeiten und Garantien, wollte er lieber Gefangener bleiben, solange seine Landsleute unterdrückt würden.

Wir wissen was danach passierte: Nelson Mandela wurde Präsident des ANC und führte das Land aus der Apartheid in ein friedliches, nicht rassistisches, demokratisches Südafrika. Selbst höchste Regierungsmitglieder aus aller Welt, welche ihn und sein Vorhaben zuvor noch kritisierten, zollten ihm danach höchsten Respekt und Ehre. Seine Charaktereigenschaften, speziell im Bezug auf die Ausdauer, haben ihn zum König mit einem Reich weit außerhalb der eigenen Landesgrenze gemacht.

Fazit: Eigene Vision + Ausdauer = König im Beruf!

Als Unternehmer ist es sehr wichtig diesen Zusammenhang von Ausdauer und Vision zu erkennen, sowie auch die drei Entwicklungsphasen, die es zu durchlaufen gilt, wollen wir unser Königreich wieder entdecken. Lassen Sie sich dabei nicht von Königreichen irritieren, die es schon geschafft haben, sondern lassen Sie sich von ihnen ermutigen, denn in Ihnen steckt ebenfalls ein König.

Was andere geschafft haben, das können Sie auch, doch wie gesagt, Ihr Königreich sieht anders aus und ist komplett auf Sie zugeschnitten. Wir können uns gegenseitig nicht vergleichen, denn wir tun nicht dasselbe; unsere Reiche sind unterschiedlich. Als Unternehmer ist das Ausbrechen aus dem alten, vertrauten System der schwerste Schritt und zwar deshalb, weil die Mehrheit um uns herum im Durchschnitt lebt, eine Durchschnittskarriere verfolgt und uns mit ihrem eigenen Durchschnitt vergleichen möchte.

Mag sein, dass im Durchschnitt zu leben auf den ersten Blick als der Weg des geringsten Widerstandes erscheinen mag, doch haben Sie schon einmal einem gefangenen Löwen wirklich tief in die Augen sehen können? Der mag zwar auf den ersten Blick gesehen länger leben, doch innerlich ist er ab dem Zeitpunkt gestorben, als er seiner Freiheit beraubt wurde.

Wahrer Erfolg ist definiert in der Erfüllung unserer Königreiche.

Teil I zur Serie: "Das Job-Königreich: Interessen kennen – erfolgreich sein! (Teil I)"

Teil II zur Serie: "Das Job-Königreich: So geht authentische Führung! (Teil II)"