Mobile Device Management: In 7 Schritten im Unternehmen einführen!

Veröffentlicht am 24. Juni 2015 in der Kategorie IT & Technik von

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Mobile Device Management: so geht’s in 7 Schritten!In vielen Unternehmen müssen Mitarbeiter zu jeder Zeit und von jedem Ort aus auf geschäftliche Anwendungen und Daten zugreifen können. Teils stellen die Arbeitgeber dafür die mobilen Endgeräte selbst, teils kommen die privaten Smartphones, Tablets & Co. der Beschäftigten zum Einsatz. Aus dem Grund führen immer mehr Unternehmen Mobile Device Management (MDM)-Lösungen ein: Bis 2017 werden es laut einer Prognose neun von zehn Betriebe sein. MDM hilft dabei, die Gerätevielfalt zu verwalten und Unternehmensdaten mit Hilfe von Richtlinien und technischen Mitteln abzusichern.

Definition: Was ist Mobile Device Management überhaupt?

Folgende Tipps unterstützen dabei, eine entsprechende Lösung erfolgreich einzuführen:

1. Wahl des richtigen Anbieters

Es gibt zahlreiche MDM-Anbieter auf dem Markt, die sich in ihrer Lösung mehr oder weniger unterscheiden. Bei der Auswahl sollten Sie darauf achten, dass sich die Lösung nahtlos in die Gesamtinfrastruktur integrieren lässt – unabhängig ob als On-Premise-Lösung oder als Software-as-a-Service (SaaS).

2. Mobility-Strategie

Der Startpunkt eines jeden MDM-Projekts besteht in einer sorgfältigen Analyse der Ist-Situation:

  • Welche Rolle spielt Mobilität innerhalb des Unternehmens?
  • In welchem Umfang nutzen Mitarbeiter ihre privaten Geräte für berufliche Zwecke und wie wichtig ist ihnen ein solches Angebot?
  • Wie soll MDM generell in die allgemeine Arbeitsplatzstrategie eingebettet werden?
  • Welche Ziele stehen auf der Agenda?

Beziehen Sie dabei auch zukünftige Anforderungen Ihres Unternehmens und Ihrer Mitarbeiter mit ein.

3. Bring Your Own Device oder Firmengeräte?

Legen Sie fest, ob Mitarbeiter ihre privaten Geräte beruflich verwenden dürfen, oder ausschließlich firmeneigene Angebote zur Verfügung stehen sollen. Viele Unternehmen bieten beide Varianten an und überlassen diese Entscheidung ihren Mitarbeitern.

Ebenfalls wichtig zu klären ist, welcher Mitarbeiter ein mobiles Endgerät überhaupt nutzen darf und welche Zugriffsrechte er auf das Firmennetz erhält.

4. Definieren Sie Nutzungsrichtlinien

Zu den wichtigsten Funktionen einer MDM-Lösung zählt das Durchsetzen von Nutzungsrichtlinien, um die Endgeräte inklusive Daten und Anwendungen abzusichern: Hierin festgehalten sind beispielsweise

  • Regeln zur Trennung beruflicher und privater Nutzung,
  • der Zugriff auf interne und externe Daten,
  • Passwortbestimmungen
  • und für den Notfall – etwa bei Verlust oder Diebstahl – die externe Steuerung der Geräte.

Zudem sollte sich das Unternehmen zu jedem Zeitpunkt das Recht vorbehalten, die Daten auf dem Endgerät zu löschen.

5. Integrieren Sie den Betriebsrat

Neben der technischen Umsetzung sind auch rechtliche und organisatorische Gesichtspunkte unbedingt zu berücksichtigen: Rechtlich gesehen handelt es sich um Vertragsanpassungen oder Nutzungsvereinbarungen, die Pflichten und Rechte der Arbeitnehmer und -geber, geldwerte Vorteile sowie das Fernmeldegeheimnis abdecken.

Aus organisatorischer Sicht empfiehlt es sich, mit allen relevanten Abteilungen zu sprechen. Beziehen Sie also frühzeitig den Betriebsrat sowie die Kommunikations- und Personalabteilung mit ein. So können Sie den Daten- und Mitarbeiterschutz, Personalschulungen, Nutzerunterstützung und begleitende Kommunikationsmaßnahmen aufeinander abstimmen.

6. Nutzerunterstützung und Beratung

Bei der Einführung einer MDM-Lösung geht es weniger um die Technik als vielmehr um die Mitarbeiter. Deshalb: Holen Sie diese so früh wie möglich an Bord. Erklären Sie ihnen die neue Mobility-Strategie und bieten Sie Schulungen dazu an. Manche Mitarbeiter müssen sich unter Umständen erst an die neuen Geräte und deren Handhabung gewöhnen.

7. Erst die Pilotphase, dann der Rollout

Meine Empfehlung: Beginnen Sie mit einem Pilotprojekt, bevor Sie die MDM-Lösung im ganzen Unternehmen ausrollen. Eine begrenzte Anzahl an Testnutzern hilft, etwaige Fehler aufzudecken und die Benutzerfreundlichkeit sowie die Umsetzbarkeit der Lösung zu prüfen.

In dieser Phase lässt sich das Nutzerverhalten noch relativ leicht testen und bei Bedarf nachbessern. Wenn der Rollout startet, sollten Sie diesen unbedingt durch Kommunikationsmaßnahmen begleiten. So stellen Sie die Integration der Mitarbeiter sicher.