Wie Unternehmen von Coworking Spaces profitieren können!

Veröffentlicht am 6. August 2015 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

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Wie Unternehmen von Coworking Spaces profitieren können!

Zu Beginn einer Selbstständigkeit ist das Budget in der Regel mehr als knapp. Da wird an allen Ecken und Enden gespart, um das übrige Geld letztlich wieder in die eigene Geschäftsidee zu investieren und so eine erfolgreiche Entwicklung schneller vorantreiben zu können.

Als Start-up günstige Büroräumlichkeiten finden? Unmöglich!

Die Büroräumlichkeiten vereinnahmen mit der monatlichen Miete einen großen Teil dieses Geldes für sich. Alternativ könnte man natürlich auch das Zuhause in ein Büro umfunktionieren, allerdings befürchten viele dabei, dass sie sich nur allzu leicht von der Wäsche, dem TV-Programm oder dem noch zu erledigenden Abwasch ablenken lassen würden.

Ursprung des Trends: Silicon Valley

Seit einiger Zeit breiten sich insbesondere in Berlin, der deutschen Start-up-Hochburg, aber auch in anderen Städten Coworking Spaces als zeitgemäße Nachfolger der Bürogemeinschaft aus. Der Ursprung dieses Trends liegt im Silicon Valley, der Heimat der Hochtechnologie. Im Unterschied zur Büro-WG muss man sich bei den Coworking Spaces allerdings

  • weder um technische Basics
  • noch um administrativen Kleinkram

kümmern.

Coworking Spaces: Welche Vorteile bringen sie?

Coworking Spaces werden in erster Linie von

  • Freelancern,
  • Einzelunternehmern und
  • Start-ups

frequentiert.

Kein langfristiger Mietvertrag & günstige Mietpreise

Sie befreien sich damit von der kostspieligen Variante, über mehrere Jahre ein Büro anmieten zu müssen und so langfristig gebunden zu sein. Ein Arbeitsplatz in einem solchen Umfeld kann beispielsweise für drei Monate angemietet werden und stellt darum kein Risiko für die Gründung dar.

Die Preise für

  • einen voll ausgestatteten Schreibtisch,
  • inklusive W-Lan und
  • Druckernutzung,

variieren je nach Stadt, Kiez und Ausstattung, sodass die Mietpreise inklusive Mietsicherheit und aller Nebenkosten zwischen 190 und 260 Euro pro Monat liegen.

Extra Angebote: Kinderbetreuung für Eltern

Die Kosten sollten jedoch nicht allein darüber bestimmen, wo man sich auf Zeit einmietet, weil sich die Angebote der Coworking Spaces inzwischen stark unterscheiden. So gibt es zum Beispiel solche, die sich in erster Linie an Eltern richten und Kinderbetreuung anbieten. Jemand der auf der Suche nach einem Investor ist, sollte eine Räumlichkeit ins Auge fassen, in der auch ein Accelerator und/ oder Inkubator sitzt.

Mehr als nur Arbeitsplatz: Das Netzwerken im Vordergrund

Es geht also bei den Coworking Spaces nicht nur darum, einen „Arbeitsplatz“ zu finden, sondern die Möglichkeiten reichen wesentlich weiter. Der Community-Aspekt spielt eine ganz entscheidende Rolle, daher sind die Räumlichkeiten so strukturiert, dass sie die Kontaktaufnahme untereinander fördern. Am Kicker oder an der Tischtennisplatte kommen Gespräche schneller und angenehmer zustande, als würde man die „Kollegen“ über den Monitorrand hinweg ansprechen.

Einladung zu unterschiedlichen Events

Außerdem laden viele Coworking Spaces zu Veranstaltungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten, die ihr übriges dazu tun und für Austausch sorgen. Dies dient nicht dazu, sich vom eigenen Tun abzulenken, sondern hat den positiven Effekt, dass die Menschen sich mit ihren Ideen gegenseitig inspirieren und das dadurch entstehende Netzwerk für zukünftige Geschäftsbeziehungen nutzen können – man hilft sich gegenseitig. Unterschiedliche Talente mit völlig verschiedenen Hintergründen treffen an einem Ort zusammen, an dem sie sich gegenseitig bereichern.

Wie können Unternehmen vom kreativen Potenzial profitieren?

Dieses kreative Potenzial wirkt sich positiv auf die Geschäftstätigkeit der Jungunternehmer aus. Davon wollen auch große Unternehmen profitieren. Dafür rufen sie entweder selbst kurzerhand einen Coworking Space ins Leben oder entsenden ihre Mitarbeiter in bereits etablierte Strukturen, um an der innovativen Atmosphäre teilhaben zu können, die sie letztlich in das Unternehmen hineintragen sollen.

Allerdings sollten Unternehmen sich nicht der Illusion hingeben, die Potenziale dortiger Coworker kostenlos für sich in Anspruch nehmen zu können. Denn in letzter Konsequenz ist jeder, der in einem Coworking Space arbeitet, dort, um sein eigenes Business voranzutreiben. Und auch wenn die Rechnung für die Anmietung eines Schreibtisches verhältnismäßig gering ist, so will am Monatsende auch diese bezahlt werden.

Mitarbeiter können kreative Luft schnuppern und die Firma spart Geld

Darüber hinaus bieten solche Flächen Unternehmen die Möglichkeit, freie Projektarbeiter „auszulagern“. Platzengpässe lassen sich auf diese Weise vermeiden und darüber hinaus eine Menge Geld sparen, das ansonsten für die Anmietung von Büroräumen plus technischer Ausstattung ausgeben werden müsste.

Coworking: Keine langfristigen Umstände

Egal wer dieses Angebot in welcher Form nutzt, man sollte sich bewusst sein, dass es sich hierbei um eine zeitlich befristete Lösung handelt. Ein Coworking Space ist nicht darauf angelegt, dass er von einem Unternehmen erobert wird und letztlich alle dort Arbeitenden vereinnahmt werden.

Wenn eine Geschäftsidee sich positiv entwickelt, gibt es langfristig keine andere Möglichkeit, als die kreative Oase zu verlassen und ein eigenes Büro zu beziehen. Auch wenn sich die Räumlichkeit dadurch ändert, so bleiben doch die einzigartigen Erfahrungen, die eine solche Umgebung bietet, von der die eigenen Mitarbeiter später profitieren werden.