Kreditkarten: Informationen zu Kartenarten, Kosten & Sicherheit

Veröffentlicht am 13. März 2009 in der Kategorie Versicherungen & Banken von

Themen: , , ,

Kredikarten

Mit einer Kreditkarte können Sie Waren und Dienstleistungen im In- und Ausland bezahlen. Neben dem realen Privat- und Geschäftsleben können Sie die Kreditkarte auch für Online-Geldtransaktionen verwenden. Oft werden Kreditkarten bei der Buchung eines Fluges oder bei der Bestellung einer Ware aus dem Internet verlangt. Hier müssen Sie Ihre 16-stellige Kreditkartennummer, den Anbieter sowie die Haltbarkeit Ihrer Karte angeben. Wollen Sie Geld abheben benötigen Sie zudem Ihre PIN-Nummer.

Neben Kreditkartenorganisationen (MasterCard, Visa) werden die Plastikkarten auch direkt von Kartengesellschaften (American Express, Diners, AMEX) ausgegeben. Die Kunden haben zudem einen gewissen Kreditrahmen auf ihren Karten, der sich meistens nach dem Einkommen der Karteninhaber richtet.

Unterschiedliche Kreditkartenarten auf einen Blick

Die in Deutschland am weitesten verbreitete Kartenart ist die Charge Card. Mit dieser Karte können Umsätze innerhalb eines vorher vereinbarten Verfügungsrahmens getätigt werden. Einmal pro Monat werden die Umsätze vom Girokonto des Kunden abgebucht. Neben American Express und Diners Club sind viele Eurocards und die meisten Visa Karten sogenannte Charge-Cards.

Im Gegensatz zu den Charge-Cards wird bei den Debit-Cards das Girokonto direkt mit den Umsätzen belastet. Den Kunden wird bei dieser Kreditkartenform auch kein Kredit eingeräumt. Eine typische Debit-Card ist die weit verbreitete EC-Karte.

Eine weitere Kreditkartenform ist die Prepaid-Card (Guthabenkarte). Bei dieser Kreditkarte muss der Kunde zuerst einen Betrag auf die Karte laden. Dies ist über eine Bareinzahlung oder per Überweisung vom Gitokonto möglich. Nur im Rahmen Ihres Guthabens können Sie Geschäfte tätigen.

Eine relativ neue Form der Kreditkarten stellen die Revolving-Cards dar. Hier können Sie das Kreditkartenlimit beliebig nutzen und entscheiden anschließend selbst in welchen monatlichen Raten Sie den Kredit tilgen. Hier wird jedoch eine kleine Monatsrate, in der Regel rund 3 Prozent der Kreditsumme, berechnet.

Kreditkarten: Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Je nachdem welche Kreditkarte Sie wählen, kommen unterschiedliche Kosten auf Sie zu. Die unterschiedlichen Kostenformen, die die Institute anbieten, sind eine Jahresgebühr, eine Bereitstellungsgebühr oder eine gewisse Umsatzpflicht mit der Kreditkarte. Die Nutzung der Kreditkarte im Inland ist meistens kostenlos und wird mit Prämien honoriert. Im Ausland verlangen die meisten Institute Gebühren für Zahlungen oder die Nutzung am Geldautomaten.

Immer häufiger gibt es Kreditinstitute, die ihre Kreditkarten kostenlos zur Verfügung stellen und auch keine Gebühren für die Nutzung im Ausland verlangen. Diese Karten werden oft in Verbindung mit Girokonten ausgegeben. Die Kunden können so auch hohe Zinsen für ihr Erspartes bekommen. Dennoch sollten Sie hier besonders auf das Kleingedruckte im Vertrag achten. Nicht selten werden Gebühren für Kontoauszüge oder andere Dienste erhoben. Zudem sollten Sie darauf achten, ob die Kreditkarte nur im ersten Jahr gebührenfrei ist. Viele Institute locken mit derartigen Angeboten.

Wie steht es um die Sicherheit der Kreditkarten?

Trotz immer besser werdender Sicherheitsstandards treten immer wieder Geldverluste bei den Kartenbesitzern auf. Im Gegensatz zu den Anlageformen Tagesgeld, Festgeld und Girogeld geht das Risiko nicht von der Wirtschaftslage und den Bankgeschäften aus. Hier sollten Sie besonders auf Kartenbetrüger achten. Erst vor kurzem wurde eine Datenpanne bei einigen Kreditinstituten bekannt, bei der die Daten zahlreicher Kunden verkauft wurden.

Vor allem im Internet sollten Sie mit der Kreditkarte vorsichtig umgehen und auf den Sicherheitsstand SSL achten. Sichere Internetseiten beginnen in diesem Fall mit dem Kürzel „https“. Zudem ist ein kleines Vorhängeschloss in der Statuszeile sichtbar. Des Weiteren sollten Sie nie auf E-Mails antworten, die Ihren PIN oder eine Ihrer TANs verlangen. Am besten ist es, die Transaktionen von Ihrem privaten PC durchzuführen.

Zudem sollte darauf das neueste Virenprogramm installiert sein. Aber nicht nur in der virtuellen Welt lauern die Gefahren. Verdecken Sie Ihre PIN-Eingabe immer so gut wie möglich, werfen Sie keine Abrechnungen in öffentliche Abfalleimer und lassen Sie Ihre Kreditkarte nie öffentlich liegen. Oft buchen Betrüger zuerst kleine, unwesentliche Beträge von Ihren Konten ab. Lassen Sie in diesem Fall Ihre Karte sofort sperren. Um eine größtmögliche Sicherheit zu erlangen, überprüfen Sie regelmäßig Ihre Abrechnungen.

(Bild: © ioannis kounadeas - Fotolia.de)