Umlageversicherung: Das musst du wissen [sponsored post]

Veröffentlicht am 5. Juni 2018 in der Kategorie Versicherungen & Banken von

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Umlageversicherung: Das musst du wissen

Du gründest ein Start-up oder einen Klein- oder Mittelbetrieb und stellst Mitarbeiter ein? Dann brauchst du eine Umlageversicherung. Die Umlageversicherung unterstützt dich dabei, die finanziellen Folgen im Griff zu behalten, wenn deine Mitarbeiter erkranken oder schwanger werden. Denn wenn deine Mitarbeiter aus diesen Gründen ausfallen, bist du verpflichtet, ihr Gehalt maximal sechs Wochen weiter zu zahlen und das kann dich stark belasten. Für diesen Fall gibt es das Umlageverfahren. Die Siemens-Betriebskrankenkasse berät dich, wie du dich finanziell absichern kannst.

So funktioniert die Umlageversicherung

Du zahlst einen Umlagebeitrag an die gesetzlichen Krankenkassen, damit bei Lohnausfällen Aufwendungen für die Entgeltfortzahlung bei Krankheit (Umlageversicherung U1) und Mutterschaft (Umlageversicherung U2) erstattet werden können. Das Ganze geschieht im Rahmen der Umlageversicherung, die im sogenannten Aufwendungsausgleichsgesetz geregelt ist.

Der Beitrag für die Umlageversicherung bemisst sich nach dem rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt jedes Mitarbeiters, das aktuell höchstens 6.350,- Euro (West) bzw. 5.700,- Euro (Ost) beträgt – die Beitragsbemessungsgrenzen für 2019 beschließt die Bundesregierung Ende des Jahres. Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld werden hier nicht berücksichtigt.

Du zahlst die Beiträge direkt an die Krankenkasse (Umlagekasse), bei der der jeweilige Mitarbeiter versichert ist. Hierbei trägst du die Beiträge für die Umlagen U1 und U2 in die entsprechenden Felder des Beitragsnachweises ein und überweist sie gemeinsam mit den Gesamtsozialversicherungsbeiträgen in einer Summe. Bei Privatversicherten ist die Krankenkasse zuständig, an die auch die Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung gezahlt werden – und das ist immer eine gesetzliche Krankenkasse.

Umlageverfahren U1: bei max. 30 Mitarbeitern

Mitarbeiter, die krankheitsbedingt ausfallen, und seit mindestens vier Wochen im Unternehmen beschäftigt sind, haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Für diesen Fall zahlen Unternehmer und Arbeitgeber in die Umlageversicherung ein, damit ihnen ein Teil der Gehaltskosten für den kranken Mitarbeiter erstattet werden. Alle Arbeitgeber, die regelmäßig nicht mehr als 30 Arbeitnehmer beschäftigen, sind zur Teilnahme an der U1 verpflichtet.

Du bist zur Teilnahme am Ausgleichsverfahren U1 verpflichtet, wenn:

  • Dein Betrieb schon seit dem ganzen Vorjahr bestand und du für mindestens acht Kalendermonate nicht mehr als 30 Arbeitnehmer beschäftigt hast. Diese acht Monate müssen nicht zusammenhängen.
  • Du dein Unternehmen im Vorjahr gegründet hast und nicht mehr als 30 Arbeitnehmer beschäftigt hast.
  • Dein Betrieb im laufenden Jahr gegründet wird oder wurde und du davon ausgehst, dass du nicht mehr als 30 Mitarbeiter beschäftigen wirst. In diesem Fall ist es wichtig, die Zahl so genau wie möglich zu schätzen.
  • Am besten prüfst du zu Beginn des neuen Kalenderjahres, ob du am Umlageverfahren U1 teilnehmen musst. Hier berät dich die SBK und stellt dir Formulare zur Verfügung.
    Über die Teilnahme wird zu Beginn eines neuen Kalenderjahres auf Basis des Vorjahres entschieden. Diese Entscheidung bleibt dann bis Ende des Jahres gültig.

Mitzuzählen sind Voll- und Teilzeitbeschäftigte aus allen Unternehmensteilen, die wöchentlich:

  • nicht mehr als zehn Stunden arbeiten: mit dem Faktor 0,25
  • nicht mehr als 20 Stunden arbeiten: mit dem Faktor 0,50
  • nicht mehr als 30 Stunden arbeiten: mit dem Faktor 0,75
  • mehr als 30 Stunden arbeiten: mit dem Faktor 1,00

Auch Mitarbeiter, die nicht dem deutschen Recht unterliegen, werden angerechnet. Nicht mitzuzählen sind Auszubildende und Praktikanten, Mitarbeiter in Elternzeit, Heimarbeiter, Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst, Schwerbehinderte, Vorruhestandsgeldbezieher sowie Familienangehörige (bei landwirtschaftlichen Betrieben).

Je nach Wahl des Umlagetarifes für die U1 werden z.B. 70 Prozent bzw. 50 Prozent des fortgezahlten Bruttoarbeitsentgeltes erstattet. Die Krankenkassen legen die Erstattungssätze fest und haben Wahltarife − höhere Umlage bedeutet höhere Erstattung. Eine volle Erstattung ist jedoch nicht möglich. Bei der SBK kannst du zwischen zwei Umlagetarifen wählen. Entweder mit 50-prozentiger Erstattung, das sind dann 1,50 % Beitragssatz. Wenn du 2,40 % Umlage zahlst, erhältst du sogar eine 70-prozentige Erstattung.

Umlageverfahren U2: Zuschuss zum Mutterschaftsgeld

Die Umlage U2 müssen alle Arbeitgeber bezahlen − unabhängig von der Zahl ihrer Mitarbeiter oder deren Geschlecht. Die Umlage U2 ist für jeden Mitarbeiter zu zahlen, auch wenn du keine Frauen beschäftigst. Männer sind von der Umlage U2 also nicht ausgenommen. Es existieren nur wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel für Botschaften und Konsulate ausländischer Staaten oder Optiker, die bei der Augenoptiker-Ausgleichskasse versichert sind.

In der U2 werden generell 100 Prozent der Kosten erstattet und zwar:

  • der vom Arbeitgeber gezahlte Zuschuss zum Mutterschaftsgeld
  • das vom Arbeitgeber gezahlte Arbeitsentgelt bei Beschäftigungsverboten (Mutterschutzlohn)
  • und die auf dieses Arbeitsentgelt entfallenden Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung im Rahmen eines Beschäftigungsverbotes

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