Berufsunfähigkeitsversicherung: Welcher Tarif ist laut Stiftung Warentest am besten?

Veröffentlicht am 1. Oktober 2012 in der Kategorie Versicherungen & Banken von

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Berufsunfähigkeitsversicherung: Stiftung Warentest vergleicht Tarife!Einmal pro Jahr testet Stiftung Warentest die besten Tarife in der Berufsunfähigkeitsversicherung – und die derzeit noch aktuelle Umfrage aus Juli 2011 bringt überraschende Ergebnisse. Eine neue Analyse wurde etwa im Frühsommer 2012 erwartet (bisher wurden allerdings noch keine neuen Daten veröffentlicht), doch auch die derzeit am Markt befindlichen Angebote können sich durchaus sehen lassen. Von den insgesamt 52 Tarifen im Test wurden ganze 32 mit der Bestnote „Sehr gut“ ausgezeichnet.

Die Testsieger der Berufsunfähigkeitsversicherung im Vergleich

Auf dem ersten Platz gab es dann auch einen echten Überraschungssieger: Die Aachen Münchener überzeugte mit der Gesamtnote 0,7. Auf dem zweiten Platz tummelten sich einige der etablierten großen Gesellschaften, so zum Beispiel die HanseMerkur, die HUK24, die Generali, die Öffentliche Oldenburg, die Provinzial Rheinland, die Hannoversche Leben, die VHV und die VGH. Besonders interessant ist die Zusammensetzung dieses bunten Portfolios, denn sowohl die klassischen Vollsortimenter am Markt konnten sich etablieren wie auch die Direktversicherer, die meist echte Nischenanbieter sind und ausschließlich im Internet vertreten sind. Die aktuelle Analyse zeigte aber noch ein weiteres interessantes Ergebnis: Der Preisunterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Tarif ist selbst bei den sehr guten Tarifen enorm und macht nicht selten bis zu 1.000 Euro pro Jahr aus.

Preisunterschiede bei Tarifen laut Stiftung Warentest hoch

Geringe Unterschiede in der Qualität, deutliche Differenzen bei den Preisen: Das ist das knappe und überraschend Ergebnis des aktuellen BU-Versicherungstests von Stiftung Warentest. Verglichen wurden die Preise für einen 30 Jahre alten Diplomkaufmann und einen Altenpfleger. Aus dem Vergleich resultierten Beitragsunterschiede von bis zu 1.000 Euro pro Jahr – ein Ergebnis, das nur einen Schluss zulässt: Vor der Vertragsunterschrift ist ein Vergleich dringend erforderlich.

Empfehlungen der Stiftung Warentest zu Versicherungsbedingungen

Die aktuelle Analyse von Stiftung Warentest brachte allerdings noch weitere interessante Resultate hervor, identifizierte sie doch einige wichtige Gemeinsamkeiten, die die besten Tarife jeweils auszeichnen. Ein charmanter Kniff, der es auch dem Laien erlaubt, zumindest eine erste grobe Einschätzung bezüglich der Qualität zu treffen. So sollte ein Tarif mit guter Leistung immer auf eine abstrakte Verweisung verzichten. Das heißt, die Versicherung wird nicht verlangen, einen anderen Beruf anzunehmen. Selbst wenn man in einem gleichwertigen Beruf arbeiten könnte, bleibt der Anspruch auf Rentenzahlung weiterhin bestehen – ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Auch die sogenannte „Kurze Prognose“ ist ein wichtiges Indiz für eine gute BU-Versicherung. In diesem Fall wird die BU anerkannt, auch wenn sie nur voraussichtlich sechs Monate dauern wird. Falls eine Berufsunfähigkeit zunächst nicht eindeutig diagnostiziert werden kann, zahlt ein guter Versicherer sogar bei verspäteter Meldung der Berufsunfähigkeit bis zu drei Jahre rückwirkend.

Und schließlich besteht eine umfangreiche Nachversicherungsgarantie, die bewirkt, dass der vorhandene BU-Schutz erweitert werden kann, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich ist. So kann eine Erhöhung des Einkommens eine Anhebung der BU-Rente erforderlich machen, was bei einer Nachversicherungsgarantie ohne weitere Prüfung der Gesundheit durchgeführt würde.

Vergleich der Tarife zur Berufsunfähigkeitsversicherung hilft sparen

Nachdem der aktuelle BU-Test von Stiftung Warentest derzeit noch Gültigkeit hat, werden die Resultate der neuen Analyse mit Spannung erwartet. Von besonderem Interesse wird sein, ob sich die hohe Qualität der Tarife in der Zwischenzeit verändert hat, ob Tarife vom Markt genommen werden oder ob zusätzliche Modelle hinzugekommen sind. Nicht minder interessant ist erneut die Bandbreite der Versicherungsprämien, die deutlich machen wird, ob die teuerste und die günstigste Versicherung gegen Berufsunfähigkeit noch immer über 1.000 Euro pro Jahr auseinander liegen.

(Bild: © Falko Matte - Fotolia.de)