Berufsunfähigkeit bei Unternehmern

Veröffentlicht am 12. Januar 2012 in der Kategorie Versicherungen & Banken von

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Ob als Existenzgründer, Freiberufler oder Selbständiger – als Unternehmer ist die eigene Arbeitskraft ein überaus wichtiges Gut. Daher kommt es nicht selten vor, dass Unternehmer bei einer Erkrankung lieber die eigenen Bedürfnisse zurückstecken und trotzdem weiterarbeiten.

Wenn es sich jedoch nicht nur um eine einfache Erkältung oder eine Magenverstimmung handelt, müssen auch selbständig Berufstätige die Notbremse ziehen und sich eine Genesungspause einräumen. Finanzielle Ausfälle lassen sich dabei meist verkraften, wenn die Erkrankung die Arbeitskraft nur für einige Tage beeinträchtigt. Wenn die Erkrankung jedoch länger andauert, kann dies zu einer ernstzunehmenden Belastung führen. In einigen Fällen resultiert eine Erkrankung oder aber ein Unfall allerdings in einer Berufsunfähigkeit.

Ursachen

Von einer Berufsunfähigkeit spricht man dann, wenn es dem Berufstätigen aufgrund von körperlichen oder psychischen Ursache nicht länger möglich ist, in dem vorher ausgeübten Beruf zu arbeiten. Die Ursachen sind dabei sehr unterschiedlich. Viele Menschen unterliegen dem Irrglauben, dass Berufsunfähigkeit vorwiegend als Folge eines Unfalls auftritt. Unfälle machen aber nur einen sehr kleinen Teil der Fälle von Berufsunfähigkeit aus. Vielmehr sind schwere Erkrankungen wie Krebs, Verschleißerscheinungen des Gelenkapparats und Berufskrankheiten, wie die Staublunge, Schuld an einer Vielzahl von Fällen. Auch psychische Erkrankungen nehmen immer mehr als Ursache zu. So sind immer mehr Berufstätige von Burnout betroffen, eine Diagnose, die nicht selten auch Unternehmer betrifft, da sie durch ihre Selbständigkeit ein hohes Maß an Verantwortung tragen und sie sich überdies häufig sehr lange Arbeitszeiten zumuten.

Auch wenn sich die mögliche Arbeitszeit auf nur wenige Stunden am Tag beschränkt, liegt eine Berufsunfähigkeit vor. Gerade für Unternehmer hat dies gravierende Auswirkungen – ihnen fällt das gesamte Einkommen weg und von staatlicher Seite haben sie nur Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, wenn sie trotz ihrer Selbständigkeit gesetzlich rentenversichert waren. Dies ist selten der Fall und selbst wenn – eine Erwerbsminderungsrente macht maximal 30 Prozent des letzten Bruttoeinkommens aus. Dies reicht in den wenigsten Fällen aus, den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Schutz durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Die einzige Möglichkeit sich hier effektiv abzusichern, bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese zahlt bei einer Berufsunfähigkeit eine vorher festgelegte, monatliche Rente. Als Unternehmer können Sie also bei Vertragsabschluss anhand Ihrer finanziellen Bedürfnisse und etwaiger anderer Einkommen, wie zum Beispiel Mieteinnahmen, bestimmen, welche Unterstützung Sie im Falle einer Berufsunfähigkeit benötigen.

Dabei ergeben sich die Beiträge zur Versicherung neben der Höhe der Rente aus Ihrem Alter bei Vertragsabschluss, Ihrem Geschlecht, Gesundheitszustand und dem ausgeübten Beruf. Da einige Berufsgruppen stärker von Berufsunfähigkeit betroffen sind, können die Beiträge hier stark variieren. Auch das Alter hat maßgeblichen Einfluss. Je jünger Sie sind, desto weniger Beiträge müssen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgewendet werden. Hinzu kommt, dass in einem jungen Alter meist noch keine nennenswerten Vorerkrankungen bestehen. Denn für diese können ebenfalls Risikozuschläge fällig werden.

Einen geeigneten Tarif finden

Die einzelnen Versicherungsunternehmen gewichten diese Faktoren jedoch ganz unterschiedlich. Daher können die fälligen Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung enorm variieren. Um hier einen Tarif zu finden, der nicht nur günstig sondern auch leistungsstark ist, empfiehlt sich neben einem Versicherungsvergleich die Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsexperten. Er kann Ihnen dabei helfen, einen Tarif zu finden, der für Ihre Altersgruppe, Ihr Geschlecht und das entsprechende Berufsfeld alle relevanten Leistungen bietet, ohne dabei überteuert zu sein.

(Bild: © Christoph Hähnel - Fotolia.com)