Private Krankenversicherung wird teurer – So können Sie reagieren!

Veröffentlicht am 2. Januar 2012 in der Kategorie Versicherungen & Banken von

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Private Krankenversicherung wird teurer2012 müssen viele privat Versicherte mehr zahlen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Tarif wechseln können oder ob Ihnen schon die Vereinbarung eines höheren Selbstbehalts hilft.

Private Krankenversicherungen (PKV) können 2012 teurer werden. Das Vergleichsportal 1a-krankenversicherung.de spricht von Preissteigerungen um bis zu 20 bis 40 Prozent. Gründe dafür sind demnach

  • der medizinisch-technische Fortschritt,
  • die Alterung der Bevölkerung,
  • die Auswirkungen der neuen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ),
  • Dumpingtarife und Nichtzahler sowie
  • die schrittweise Umstellung auf Unisex-Tarife.

Insbesondere ältere Versicherte sind laut 1a-krankenversicherung.de von einer Beitragserhöhung betroffen. Sie haben demnach vier Möglichkeiten, um auf die Erhöhung zu reagieren.

1. Wechsel des Tarifs beim selben Anbieter

Nach § 204 Absatz 1 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) haben Sie als Kunde einer PKV das Recht, in einen anderen Tarif Ihres Anbieters zu wechseln. Bedingung ist, dass der neue Tarif einen gleichartigen Schutz bietet. Die Vorteile: Angesparte Altersrückstellungen bleiben erhalten, eine neue Gesundheitsprüfung bleibt Ihnen meistens erspart.

Allerdings zögern viele Versicherer einen Tarifwechsel bewusst hinaus. Sie sorgen sich um Beitragseinbußen. In einem solchen Fall können Sie Ihren Versicherer schriftlich auffordern, einen günstigen Tarif vorzuschlagen. Setzen Sie dabei eine angemessene Frist.

2. Vereinbarung eines höheren Selbstbehalts

Ein höherer Selbstbehalt oder geringere Versicherungsleistungen senken Ihre Beiträge sofort. Aber Achtung: Wenn sie im Folgejahr mehr ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen, kehrt sich der Effekt um. Dann geben Sie mehr aus, als das ohne Änderung des Selbstbehalts der Fall gewesen wäre. Deshalb sollten Sie über einen solchen Schritt gründlich nachdenken.

3. Wechsel des Anbieters

Dies ist eine der letzten Möglichkeiten. Allerdings müssen Sie sich hier einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen. Das kann in der Folge geringere Leistungen bedeuten. Informieren Sie sich dennoch: In wenigen Fällen können Sie ihre angesammelten Rücklagen beim alten Versicherer mitnehmen.

4. Wechsel in den PKV-Basistarif

Sind die Prämien für Sie auch so nicht finanzierbar, bleibt der Wechsel in den Basistarif. Der monatliche Höchstbetrag für Erwachsene liegt hier momentan bei 575,44 Euro im Monat. Der Vorteil: Ihre angesparten Altersrückstellungen werden vollständig übertragen. Allerdings müssen Sie zum Teil erhebliche Leistungseinbußen hinnehmen. (uqrl)

(Quelle: www.1a-krankenversicherung.de)

(Bild: © BK _XS - Fotolia.de)