Vandalismus am Kfz: Wer zahlt was?

Veröffentlicht am 21. Oktober 2011 in der Kategorie Versicherungen & Banken von

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In den vergangenen Jahren lässt sich in Deutschland eine zunehmende Zahl an Vandalismusschäden verzeichnen. Besonders Fahrzeuge, die auf öffentlich zugänglichen Flächen geparkt sind, werden dabei häufig schwer oder vollständig beschädigt. Von Kratzern und Dellen über zerstochene Reifen bis hin zu eingeschlagenen Scheiben und Brandschäden reicht die Bandbreite der Zerstörung.

Ärgerlich: Meist ist nicht festzustellen, wer den Schaden am Auto tatsächlich verursacht hat, sodass regelmäßig die Eigentümer auf den Schäden und Kosten sitzen bleiben. Einzige mögliche Ausnahme sind diejenigen Autobesitzer, die über eine Vollkaskoversicherung verfügen. Hier zahlt die Versicherung auch, wenn Schäden durch Dritte mutwillig herbeigeführt worden sind. Im Rahmen der Teilkasko, so ein Urteil des BGH, ist die Versicherung nur dann schadenersatzpflichtig, wenn die Beschädigung auf einen Diebstahl zurückzuführen ist.

Doch Vorsicht: Übernimmt die Vollkaskoversicherung den Vandalismus-Schaden, kann eine höhere Selbstbeteiligung oder eine Hochstufung der Schadensfreiheitsklasse drohen. Bei Schäden, die der Versicherte selbst tragen kann, empfiehlt es sich also häufig, trotz allen Ärgers auf Inanspruchnahme der Versicherung zu verzichten. So werden ggf. langfristige Mehrkosten durch Beitragserhöhungen vermieden, die neben dem eigentlichen Schaden für zusätzliche Kosten und Wut sorgen können.

Unternehmer.de Redaktion: Michael Maussner

(Quelle: www.versicherungen-blog.net)

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