Aufruf von YouTube-Chefin zu Protest gegen die EU-Urheberrechtspläne

Veröffentlicht am 23. Oktober 2018 in der Kategorie Recht & Gesetze von

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Aufruf von YouTube-Chefin zu Protest gegen die EU-Urheberrechtspläne


Auf der Google-Plattform ruft YouTube-Chefin Susan Wojcicki die Anbieter von Videoinhalten dazu auf, dass sie in der Debatte um die EU-Urheberrechtsrefom gegen mögliche Upload-Filter protestieren. In ihrem vierteljährlichen Brief den sie am Montag an die Autoren verfasste, schrieb sie, dass sie sich über den umstrittenen Artikel 13 der bevorstehenden Urheberrechtsrichtlinie, der auch ihre YouTube-Kanäle betreffen würde, informieren sollen. Sie sollten damit zeigen, warum das Geschäft der Videoautoren so wichtig sei.

Die im September zuletzt vom Europaparlament verabschiedete Fassung sieht in Artikel 13 vor, dass:

  • Online-Plattformen sich Lizenzen von Rechteinhabern sichern müssen
  • Online-Plattformen für Urheberrechtsverletzungen von Nutzern haften müssen

Kritiker halten nicht ausdrücklich erwähnte Upload-Filter als wahrscheinliche technische Lösung zur Umsetzung der neuen Vorgaben. Wojcicki warnte:

"Der Vorschlag könnte Plattformen wie YouTube zwingen, nur Inhalte von einer Handvoll großer Unternehmen zuzulassen"

Für die Online-Dienste könnte es wegen der drohenden Haftung riskant werden, auch kleine Anbieter ihr Material hochladen zu lassen. Das Internet, wie man es heute kennt, könnte durch die Neuregelung "drastisch verändert" werden. Viele bereits vorhandene Videos, unter anderem auch Lern- und Bildungsinhalte, könnten dadurch Nutzern in der EU entgehen.

Quelle: dpa

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