Familienpflegezeit: Angestellte können Arbeitszeit reduzieren!

Veröffentlicht am 9. November 2011 in der Kategorie Recht & Gesetze von

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Ab 2012 können Angestellte ihre Arbeitszeit vorübergehend reduzieren, wenn sie ein Familienmitglied pflegen – und das ohne große Gehaltseinbußen. Ein Rechtsanspruch auf die so genannte Familienpflegezeit besteht allerdings nicht.

Wie das Unternehmer-Portal ProFirma aus der Haufe-Gruppe berichtet, können Beschäftigte bei einem Pflegefall in der Familie ihre Arbeitszeit künftig zwei Jahre lang auf bis zu 15 Stunden pro Woche verringern, wenn sie mit dem Arbeitgeber eine entsprechende Vereinbarung abschließen.

Eine teilweise Lohnaufstockung soll laut ProFirma Gehaltseinbußen abfedern. Nach Ablauf der Pflegephase und der vollen Rückkehr in den Beruf erhalte der Beschäftigte dann so lange weiter das reduzierte Gehalt, bis der gezahlte Vorschuss abgearbeitet sei. Ein Rechtsanspruch auf die Familienpflegezeit bestehe allerdings nicht. Die Zustimmung liege im Ermessen des Arbeitgebers.

Wer die Regelung in Anspruch nehmen will, muss ProFirma zufolge für diesen Zeitraum eine Versicherung abschließen, um die Ausfallrisiken für das Unternehmen zu reduzieren. Die Prämien lägen voraussichtlich bei etwa 10 bis 15 Euro im Monat. (uqrl)

(Quelle: www.haufe.de)

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