Achtung Falle: Schützen Sie sich vor Bewerbungsbetrug! (Teil II)

Veröffentlicht am 26. April 2011 in der Kategorie Recht & Gesetze von

Themen:

Jeder Mensch ist auf seine Art und Weise eigen. Das heißt, dass jeder von uns besondere sprachliche und grammatikalische Präferenzen und Schwächen hat.

So gibt es zum Beispiel kaum jemanden, der keinerlei Rechtschreibschwächen aufweist. Auch im Satzbau oder bei der Kommasetzung haben manche Menschen Schwächen. Ferner gibt es nicht wenige Menschen die Probleme haben, die Wörter „das“ und „dass“ bzw. „den“ oder „denn“ in jeder Sprachkonstellation richtig anzuwenden.

In der heutigen Zeit gibt es immer mehr Bewerbungsagenturen, die für den Bewerber die Bewerbungen formulieren. Zugleich steigen die Zahlen der Totalfälschungen von Zeugnissen, Arbeitszeugnissen, Qualifikationsnachweisen und Referenzschreiben.

Zeugnisse abgleichen

Personalverantwortliche können die Idiosynkrasie dazu nutzen, um Bewerbungsbetrügern schnell auf die Schliche zu kommen. Dies geschieht beispielsweise durch einen Abgleich von verschiedenen Zeugnissen auf sprachliche identische Präferenzen. Sind Satzbau, Formulierungen oder bestimmte spezielle Ausdrücke ähnlich? Sind gar gleiche Rechtschreibfehler oder falsche Kommasetzungen vorhanden?

Neigen mehrere angeblich verschiedene Autoren zu Schachtelsatzformulierungen? Gerade weil aufgrund der Idiosynkrasie jeder Mensch unterschiedliche Sprachpräferenzen hat, darf es als äußerst unwahrscheinlich angesehen werden, dass verschiedene Personalverantwortliche unabhängig voneinander gleiche Rechtschreibfehler begangen oder identische Lieblingswörter verwendet haben.

Verwendung von Fremdwörtern

Interessant ist übrigens in diesem Zusammenhang auch die Verwendung bzw. Anwendung von Fremdwörtern. Die Anwendung von Fremdwörtern ist Glückssache, weiß der Volksmund und so ist es auch nicht verwunderlich, dass nicht wenige Menschen Fremdwörter in einem falschen Zusammenhang anwenden. Andererseits setzen nicht wenige Menschen die gehäufte Anwendung von Fremdwörtern mit einem hohen Niveau der Sprachbeherrschung gleich. Daher finden auch in so manchem Referenzschreiben oder Arbeitszeugnis entsprechende Formulierungen Einzug.

Die Idiosynkrasie veranlasst so manchen Bewerbungsbetrüger nicht nur dazu, gleiche Rechtschreibfehler zu machen oder Lieblingswörter zu verwenden, sondern auch bestimmte Fremdwörter bevorzugt einzusetzen. Die Verwendung von gleichen Fremdwörtern in falschem Zusammenhang bei unterschiedlichen Personen darf jedoch als genauso unwahrscheinlich angesehen werden, wie der Einsatz von gleichen Fremdwörtern an sich.

Weitere Artikel dieser Serie:

Achtung Falle: Schützen Sie sich vor Bewerbungsbetrug! (Teil I)
Achtung Falle: Schützen Sie sich vor Bewerbungsbetrug! (Teil III)
Achtung Falle: Schützen Sie sich vor Bewerbungsbetrug! (Teil IV)

(Bild: © Gina Sanders– Fotolia.com)