Schärferes Verbraucherrecht: Rechtliches Risiko für kleine Online-Händler!

Veröffentlicht am 18. März 2011 in der Kategorie Recht & Gesetze von

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Eine neue EU-Richtlinie sieht vor, dass Online-Händler künftig in alle 27 EU-Staaten verkaufen müssen. Gerade für kleine Unternehmen könnte der Handel im Internet damit zum rechtlichen Risiko werden.

Bei Inkrafttreten der neuen Richtlinie müssten Händler künftig die Verbraucherrechte aller EU-Mitgliedstaaten berücksichtigen, berichtet das Online-Portal ftd.de. Händler müssten dann beispielsweise auch einen Kundendienst in Rumänien anbieten.

Denn nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) müssten die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Unternehmen dann dem Recht aller 27 EU-Staaten entsprechen. Ansonsten drohten Abmahnungen. Kleinere Händler seien dazu aber kaum in der Lage. Die Folge: Sie würden womöglich von größeren Anbietern verdrängt, die sich zusätzliche Kosten und juristische Risiken leisten könnten.

Ursprünglich sollten ftd.de zufolge die Verbraucherrechte europaweit vereinheitlicht werden. Dieses Vorhaben sei jedoch an den Mitgliedsstaaten gescheitert, die die Harmonisierung nicht mittragen wollten – darunter Deutschland. (uqrl)

www.ftd.de

(Bild: ©  iStock.com)