10 Tipps für einen rechtssicheren Online-Shop!

Veröffentlicht am 28. Februar 2011 in der Kategorie Recht & Gesetze von

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Das Verkaufen im Internet wird immer beliebter. Wenn Sie online handeln, sollten Sie aber die gesetzlichen Vorgaben kennen. Ansonsten drohen Abmahnungen.

Rechtsanwalt Max-Lion Keller erläutert auf dem Online-Portal Heise Resale, worauf Sie beim Verkaufen im Internet achten sollten:

1. Impressum

Als Betreiber einer kommerziellen Website benötigen Sie ein Impressum. Informieren Sie sich, welche Angaben der Gesetzgeber auf der Homepage und unter E-Mails vorschreibt.

2. Geistiges Eigentum

Übernehmen Sie nicht einfach Artikel-Beschreibungen und Produktbilder, die Sie im Internet finden. Dabei handelt es sich um geistiges Eigentum Dritter. Werden Sie lieber selbst kreativ – und sparen Sie sich eine Abmahnung.

3. Preisangaben

Studieren Sie die Preisangaben-Verordnung (PAngV) genau und gestalten Sie erst danach Preise und Werbung für Ihren Online-Shop. Achten Sie insbesondere auf Fallstricke wie vergleichende Werbung sowie Aufschriften wie "alter Preis", "Listen-" oder "Ladenpreis".

4. AGB

Informieren Sie Ihre Kunden darüber, wie Kaufverträge mit dem Verbraucher zustande kommen. Der Kunde muss wissen, ob er mit dem "Kaufklick" die Ware bereits gekauft hat oder ob er das Angebot erst noch annehmen muss. Auch hier gilt: Kopieren Sie keine fremden AGB, sondern ziehen lieber einen Anwalt zurate.

5. Verbraucherschutzrechte

Die Garantie muss mit all ihren Modalitäten wie Dauer, Geltungsbereich, Erreichbarkeit des Garantiegebers etc. dargestellt werden. Außerdem müssen die Verbraucherschutzrechte erläutert werden. Da das ein recht kompliziertes Unterfangen ist, sollten Sie auch hier einen Fachmann hinzuziehen.

6. Entsorgung

Schließen Sie sich einem Entsorgungssystem an. Das ist Pflicht für jeden, der im Business Verpackungsmüll produziert – auch im Fernabsatzhandel.

7. Lieferzeiten

Geben Sie einen möglichst genauen Liefertermin oder -zeitraum an. Vermeiden Sie die Angabe "Lieferzeit auf Anfrage".

8. Produktvorschriften

Informieren Sie sich genau über die Rechtslage zu Ihren Produkten. Denn viele Waren bringen eine Unmenge an Gesetzen, Verordnungen, technischen Vorschriften und EU-Regulierungen mit sich – etwa Batterien.

9. Abmahnungen

Trotz aller Vorsicht – irgendwann ist die erste Abmahnung da. Bleiben Sie in diesem Fall auf keinen Fall untätig. Ebenso falsch ist es, einfach zu unterschreiben und zu bezahlen. Informieren Sie sich, am besten bei einem spezialisierten Juristen.

10. Ausruhen

Auch wenn es mühsam ist: Halten Sie sich über die rechtliche Entwicklung auf dem Laufenden. Gerade im elektronischen Handel ist die Rechtslage dynamisch und kann sich schnell ändern. Ihr Online-Shop ist deswegen nur so lange rechtssicher, wie die Rechtslage unverändert bleibt. (uqrl)

www.heise.de/resale

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