Dienst-Laptop: Privates Surfen im Urlaub kann teuer werden!

Veröffentlicht am 9. Februar 2011 in der Kategorie Recht & Gesetze von

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Wer im Urlaub auf dem Firmen-Laptop surfen will, sollte sich über vorher über etwaige Zusatzkosten informieren. Sonst muss er seinem Arbeitgeber die Telefonkosten erstatten.

Das gehe aus einem Urteil des Arbeitsgerichtes Frankfurt am Main hervor (1 Ca 1139/09), berichtet das IT-Portal computerwoche.de unter Berufung auf den Präsidenten des Verbandes deutscher ArbeitsrechtsAnwälte, Michael Henn. Demnach hatte ein Angestellter seinen Dienst-Laptop mit in den Kroatien-Urlaub genommen und dort ausgiebig im Internet gesurft.

Was der Mitarbeiter nicht wusste: Die Flatrate der Firma galt laut computerwoche.de nicht in Kroatien. Die Folge: eine Telefonrechnung von 48.000 Euro, die später auf 31.000 Euro reduziert wurde. Diesen Betrag habe die Firma dem Mitarbeiter in Rechnung gestellt – zu Recht, wie die Frankfurter Arbeitsrichter entschieden. Der Arbeitnehmer hätte sich vor dem Urlaub über etwaige Zusatzkosten informieren müssen.

Der Mitarbeiter habe überdies nicht nachweisen können, dass die Internetnutzung im Urlaub einen dienstlichen Bezug hatte. Keine Rolle habe gespielt, dass die Firma dem Mitarbeiter die Privatnutzung des Computers nicht grundsätzlich verboten hatte. (uqrl)

www.computerwoche.de

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