Negative Prognose für die Weltwirtschaft: Dringender Handlungsbedarf

Veröffentlicht am 22. Januar 2019 in der Kategorie News von

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Negative Prognose für die Weltwirtschaft: Dringender Handlungsbedarf

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt der Weltwirtschaft und auch Deutschland negative Aussichten voraus. Als Gründe hierfür werden unsichere Entwicklungen genannt:

  • Der drohende Brexit
  • Der Handelsstreit zwischen USA und China
  • Starke Schwankungen an der Börse

Die Prognose laut des am Montag veröffentlichten "World Economic Outlook" des IWF: Eine Steigerung des globalen BIP um 3,5 Prozent in diesem Jahr und für 2020 um 3,6 Prozent. Christine Lagarde, Chefin des IWF, äußert sich folgendermaßen:

"Eine globale Rezession steht sicher noch nicht vor der Tür."

Doch das Risiko für ein schwaches Wachstum sei mit Sicherheit gestiegen.

Die Wirtschaftslage in Deutschland

Die Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum wurde sogar für 2019 gesenkt. Statt der vormals prognostizierten 1,9 Prozent, sind es jetzt nur noch 1,3. Die Prognose für 2020 bleibt jedoch bei 1,6 Prozent. 2015 ließ sich das Wachstum mit 1,5 Prozent bemessen. Die Gründe für die schlechte Prognose in diesem Jahr:

  • Die schwächelnde Autoindustrie mit Schwierigkeiten in der Produktion
  • geringere Nachfrage aus dem Ausland nach deutscher Exportware

EXTRA: Deutsches BIP: Schwächstes Wirtschaftswachstum seit 2013

Wegen der Abgasskandale und der damit verbundenen Etablierung neuer Testverfahren, konnte die vorgesehene Produktion nicht eingehalten werden. Der drohende Brexit und die hohe Verschuldung Italiens tragen zusätzlich dazu bei, dass die europäische Konjunktur instabil ist.

Der Haushaltsstreit der größten Wirtschaftsmacht

Die Prognose für die USA sinkt für 2020 drastisch: Es sollen nur noch 1,8 Prozent sein, während es 2019 noch 2,5 Prozent sind. 2018 betrug der Zuwachs 2,9 Prozent. Das Wachstum liegt auch in der Steuerreform des US-Präsidenten Trump begründet. Der IWF senkt die Prognose allerdings wegen des langanhaltenden US-Haushaltsstreits drastisch. Hunderttasende Staatsbedienstete erhalten durch den Streit derzeit kein Geld.

Die Lage in China: Schwache Konjunktur

Für die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt prognostiziert der IWF konstante Werte. Das Wachstum Chinas soll 2019 und 2020 6,2 Prozent betragen. 2018 lag das Wachstum bei 6,6 Prozent, was allerdings der niedrigste Wert seit nahezu 30 Jahren war.

Erst eine Lösung des Zollstreits zwischen den USA und China würde hier eine Besserung herbeiführen.

Wie lässt sich eine weltweite Finanzkrise abwenden?

Der IWF rät dringend zur vielseitigen Kooperation der Länder. Wenn es erst zu einem weltweiten Abschwung kommt, seien die Handlungsmöglichkeiten stark begrenzt. Zudem sollten die Staaten dringend ihre Schulden verringern, um mehr Puffer zu haben, wenn künftige Krisen drohen.

Quelle: Reuters

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