Wie Sie die Klickrate auf Ihrer Homepage steigern! (Teil II)

Veröffentlicht am 23. Dezember 2010 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Die crossmediale Kommunikation ist wie alle Marketingmaßnahmen sorgfältig zu planen, um gleichermaßen effizient und effektiv zu sein.

Die bereits erwähnte Studie, an der rund 1.500 Leser teilnahmen, weist nach, dass sowohl Medienfaktoren, etwa die Medienart (Print- bzw. Onlinemedium) und die Textart (Best-Practice-, Ratgebertext oder Meldungen) als auch Merkmale der Leser und Webnutzer (Alter, Bildungsgrad, berufliche Position, Tätigkeit etc.) enormen Einfluss darauf haben, wie erfolgreich sie sich auf eine Ziel-Website lenken lassen.

Was viele angesichts des Hypes um Web 2.0 vermutlich so nicht erwarten: Das crossmediale Potenzial von Printmedien ist bislang noch nachweislich deutlich höher als das von Onlinemedien, wie die besagte Studie belegt. Obwohl die User bei den online veröffentlichten Texten lediglich auf den angegebenen Link klicken mussten, um das beworbene Mehrwertangebot nutzen zu können – in der Studie ging es um einen kostenfreien Führungs- bzw. Verhandlungstest – besuchten drei Mal mehr Besucher aufgrund von Veröffentlichungen in Printmedien die Ziel-Website. Vor allem mit Best-Practice-Beiträgen und kurzen Pressemitteilungen ließ sich die Aufmerksamkeit von Rezipienten auf die Onlinetests lenken.

Die Nutzungsmotive der Leser beachten

Crossmedial angelegte Kampagnen, deren Ziel es ist, ein Mehrwertangebot im Internet bekannt zu machen, sollten zudem beachten, dass es unterschiedliche Nutzungsmotive der Leser und Webuser gibt: Die einen haben vermehrt Informationsbedürfnisse, die anderen bevorzugen Unterhaltungsangebote. Auffallend ist, dass User zu Unterhaltungszwecken online gehen, wie die jährlich durchgeführte ARD/ZDF-Online-Studie eindrucksvoll belegt. Des Weiteren beeinflussen Merkmale der Rezipienten sehr stark die crossmedialen Potenziale.

Führungskräfte etwa bevorzugen völlig andere Texte als beispielsweise Vertriebsmitarbeiter, die wiederum andere Textstile präferieren als Techniker oder Freiberufler, wie die medienpsychologische Analyse ergab. So lassen sich auch Viel-, Durchschnitts- und Wenigleser sowie typische „Websurfer“ und typische „Print-Leser“ differenzieren. Die Kenntnis und Berücksichtigung dieser Nutzerprofile erleichtert es, sehr zielgruppenspezifisch zu kommunizieren und dadurch den Erfolg einer crossmedial angelegten Kampagne zu steigern.

Strategisch geschickt initiiert, eignet sich die crossmedial angelegte Pressearbeit optimal dazu, eine Unternehmens-Website und ein dort integriertes Mehrwertangebot gezielt und noch dazu sehr kostengünstig zu bewerben. Richtig angepackt bietet Ihnen die crossmediale Vermarktung Ihrer Produkte und Leistungen darüber hinaus den Vorteil, (1.) die Wirkung Ihrer Werbe- und PR-Aktivitäten zu evaluieren, (2.) Ihre Kommunikationsaktivitäten zielgruppengerecht zu zuschneiden und dadurch effizienter zu gestalten und (3.) frische Adressen für Ihr Direktmarketing zu generieren. Letztlich kann auf diese Weise Ihr Akquiseprozess optimiert werden.

Checkliste: So entfalten Sie crossmediale Potenziale

  1. Definieren Sie Ihre Zielgruppe(n), die Sie erreichen wollen.
  2. Überlegen Sie sich dann eine Mehrwertleistung, die einen Anreiz für diese Zielgruppe(n) darstellt und sich von dem Angebot Ihrer Wettbewerber unterscheidet.
  3. Denken Sie daran: Nicht das Produkt, sondern der Nutzen ist wichtig.
  4. Gestalten Sie das Mehrwertangebot so, dass Sie darüber in den Dialog mit den Nutzern kommen. Auf diese Weise generieren Sie Adressen, die Sie wiederum für Ihr Direktmarketing nutzen können.
  5. Machen Sie Ihr Angebot mithilfe von Öffentlichkeitsarbeit bekannt.
  6. Legen Sie Ihr PR-Budget fest, und erstellen Sie einen Kommunikationsplan.
  7. Erstellen Sie einen Medienverteiler, über den Sie Ihre Zielgruppen erreichen können.
  8. Bereiten Sie Texte vor, in denen Sie auf die Mehrwertleistung auf Ihrer Website verweisen.
  9. Achten Sie darauf, dass bei den Veröffentlichungen sowohl die bevorzugt eingesetzten Medien- und Textformate als auch die Zielgruppenmerkmale berücksichtigt werden.
  10. Werten Sie systematisch aus, welche crossmedialen Effekte Sie erzielen.

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