Weihnachtsstress bei Adam und Eva?

Veröffentlicht am 30. November 2010 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Es ist wie in jedem Jahr einige Wochen vor Weihnachten. Langsam beginnen sich die Geschäfte in den Städten mit Geschenke suchenden Menschen zu füllen. Wie in jedem Jahr sieht man Männer eher griesgrämig neben ihren Frauen daher stapfen. Man sieht ihnen förmlich an, dass sie lieber sofort als später wieder nach Hause gehen würden. Doch weshalb ist das so?

Volle Geschäfte sind zu keiner Jahreszeit und für niemanden besonders angenehm. In der Vorweihnachtszeit sind sie natürlich ganz besonders voll, da praktisch jeder auf der Suche nach den passenden Weihnachtsgeschenken ist.

Doch es mehren sich Studien und Berichte, wonach Frauen und Männer nicht nur eine unterschiedliche Biologie und Unterschiede in ihren Gehirnen haben. Sie verhalten sich auch beim Einkaufen mehrheitlich komplett unterschiedlich.

Erhöhung der Aufenthaltsdauer der Kunden im Geschäft

Entlastung der Männer lautet der dringende Rat! Laut einer englischen Studie kann der Stresspegel der Männer beim Einkaufen auf den eines Kampfpiloten ansteigen. Das spricht auch für die Erkenntnisse einer anderen Untersuchung, dass Frauen in Begleitung eines Mannes auch nur halb so viel Zeit in einem Geschäft verbringen, wie ohne seine Begleitung.

Wollen Geschäftsinhaber auch während der Vorweihnachtszeit, dass Ihre Kunden entspannt einkaufen und möglichst lange im Laden verweilen, sollten Möglichkeiten geschaffen werden, Adam und Eva gleich zu Beginn des Einkaufs zu „trennen“.

Da bieten sich Sitzmöglichkeiten an, kleine Kaffeebars, ein Imbiss, eine Mens-corner mit Zeitung, Fernseher oder anderen technischen Dingen für ihn. Eine andere Möglichkeit wäre es, seine Affinität zu technischem Spielzeug und Wettbewerben zu nutzen und Entsprechendes im Geschäft anzubieten. Das kann durchaus ein Verkaufsbereich sein, der das Hauptsortiment des Ladens unterstützt, aber stark an männlichen Interessen ausgerichtet ist.

Wichtig ist, dass beide, Männer und Frauen, die Ware anfassen und ausprobieren können. „Ware bitte nicht berühren“ ist geradezu ein Umsatzkiller. Lieber einmal mehr aufräumen, als auf Umsatz verzichten.

Weihnachtsstress: Last-Minute-Hilfe für Männer

Männer kaufen auf den letzten Drücker ein und sind zudem nicht besonders einfallsreich bei Ihren Geschenken. Möglichkeiten des Handels, diesen Umstand umsatzbringend zu nutzen, gibt es beispielsweise folgende: Männer suchen bei ihrer Geschenkeauswahl selten etwas Passendes. Etwas, was Frau sich wirklich wünscht. Sie kaufen mit Vorliebe Praktisches. Daher dürfen sich viele Frauen alle Jahre wieder über ein neues Bügeleisen oder einen neuen Mixer freuen. Kauft Mann kein praktisches Geschenk, so muss es doch im Rahmen seiner Verhältnisse zumindest groß oder teuer sein. Sei es die riesige Pralinenschachtel, das kunstvolle Buch oder edler Schmuck.

Das sind hervorragende Umsatzchancen für den Handel. Werden Mitarbeiter in der Beratung der Männer ausgebildet und wissen um seine Vorlieben und Abneigungen beim Einkauf, zahlt sich dies in baren Euro aus. Sie können die richtigen Fragen stellen, Anregungen geben und ihm so bei der Wahl des richtigen Geschenks behilflich sein. Mit anderen Worten: Mit Männern müssen die Verkaufsgespräche anders geführt werden, als mit Frauen!

Auch die Zeit ganz knapp vor Weihnachten und den 24.12. selbst kann der Handel nutzen. An diesen Tagen finden sich überwiegend Männer in den Geschäften auf der schnellen Suche nach einem Geschenk. Wie wäre es da mit einer Geschenkeoffensive nur für IHN?

Fazit:

Der Handel wird sich in Zukunft noch bei einigen Dingen umstellen müssen, wenn er mehr Umsatz generieren will. Auch, wenn hier viel über Männer gesprochen wurde, werden noch immer mehr als 80 % aller Kaufentscheidungen von Frauen getroffen oder iniziiert.

Machen sich Händler die Vorlieben von Frauen und Männern beim Einkauf zunutze und lernen Verkaufsgespräche sowie Ladengestaltung geschlechtsspezifisch zu führen, werden die Weihnachtskassen besonders schön klingen.

(Bild: © Phoenixpix - Fotolia.com)