Selbstbewusst präsentieren: So überzeugen Sie Ihre Zuhörer!

Veröffentlicht am 11. Oktober 2010 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Gründer müssen Ihre Geschäftsidee oft vor kritischen Zuhörern präsentieren, etwa um eine Finanzierung zu erhalten. Wie Sie dabei überzeugender auftreten, lesen Sie hier.

Das Zienterra Institut für Rhetorik und Kommunikation gibt in diesem Artikel hochwertige Empfehlungen für eine gelungene, freie Rede vor Publikum:

1. Präsentation gut vorbereiten

Bereiten Sie sich auf Ihre jeweiligen Zuhörer vor, zum Beispiel potenzielle Geldgeber. Was erwarten diese von Ihnen? Auf welche Aspekte achten sie besonders? Wie ist ihre Grundstimmung Ihnen gegenüber?

Lassen Sie dieses Wissen in Ihre Präsentation einfließen. Formulieren Sie zum Beispiel aus der Perspektive der Zuhörer: "Was mich an Ihrer Stelle besonders interessieren würde… ."

Reden Sie möglichst frei und lesen Sie bloß nicht den gesamten Vortrag von einem Redemanuskript ab. Bringen Sie aber zur Vorbereitung Ihre Gedanken zu Papier, um Ihre Rede vorab zu gliedern: treffende Begrüßung, packender Einstieg, überzeugende Darlegung, eindrucksvoller Schluss.

Bringen Sie Fakten, Tatsachen, Argumente, Zahlen und Beispiele in eine schlüssige Reihenfolge und notieren Sie dazu einige Stichworte. Dann erkennen Sie beim Reden auf Anhieb den roten Faden. Halten Sie einen Testvortrag vor einem Bekannten.

2. Präsentation richtig aufbauen

Der richtige Aufbau der Präsentation sorgt für mehr Überzeugungskraft. Halten Sie sich ungefähr an folgenden Ablauf: Wecken Sie zunächst das Interesse der Zuhörer, etwa indem Sie eine wirklich ungewöhnliche Geschäftsidee ankündigen. Sagen Sie dann gleich, worum es Ihnen geht. Nehmen Sie zum Beispiel vorweg, dass Sie auf Finanzierung hoffen – und glauben, dass diese für beide Seiten ein gutes Geschäft ist.

Untermauern Sie Ihre Behauptungen durch Zahlen, Statistiken, Tabellen und Bilder. Fassen Sie die Inhalte am Ende noch einmal zusammen und fordern Sie die Zuhörer zu einer Handlung auf – etwa zu einer Zusammenarbeit. So kann der Schluss der Präsentation zum Beginn einer neuen Aktion werden.

3. Bilder entstehen lassen

Präsentieren Sie Ihren Zuhörern zunächst die Fakten. Begründen und belegen Sie Ihre Argumente. Sprechen Sie in einfachen, klaren Worten und übersetzen Sie Fachvokabular gegebenenfalls in Alltagssprache.

Geben Sie dazu Beispiele, am besten aus dem Erfahrungsbereich des Publikums. Schildern Sie diese Beispiele anschaulich und lassen sie Bilder in den Köpfen der Zuhörer entstehen. Erzählen Sie zum Beispiel Anekdoten über die Firmengeschichte, über Produkte, Stammsitz, Region oder über die Gründerfamilie. Zitieren Sie Zeugen, die auch den Zuhörern bekannt sind.

Langweilen Sie Ihre Zuhörer nicht mit Sätzen, die kein Ende nehmen. Formulieren Sie lieber kurz und knapp – und bauen Sie Spannungselemente ein. Variieren Sie zum Beispiel die Lautstärke oder das Sprechtempo, wiederholen Sie wichtige Fakten und sprechen Sie die Zuhörer direkt an. Machen Sie Pausen, um die Aufmerksamkeit auf wichtige Punkte zu lenken. Finden Sie eine passende Metapher für Ihre Geschäftsidee.

4. Beim Präsentieren auf Körpersprache achten

Nehmen Sie beim Reden eine selbstbewusste Körperhaltung ein und zeigen Sie einen entschlossenen Gesichtsausdruck – schließlich wollen Sie Ihre Zuhörer von Ihnen und Ihrer Geschäftsidee überzeugen. Achten Sie auch auf eine überzeugende Gestik und Mimik – reden bedeutet, auf andere zu wirken.

Üben Sie Ihre Körpersprache gegebenenfalls vorher vor dem Spiegel. Achten Sie dabei auch auf ein ruhiges, kraftvolles Atmen – am besten durch den Bauch. Atmen Sie vor dem Vortrag ein paar Mal tief durch.

5. Auf Zwischenfragen einstellen

Stellen Sie sich auf Zwischenfragen ein und lassen Sie sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Antworten Sie beispielsweise: "Das ist eine wichtige Frage, da komme ich gleich noch drauf zu sprechen." So schaffen Sie sich Zeit zum Überlegen und geben ein positives Signal an die Gegenseite.

Bieten Sie gegebenenfalls an, am Ende des Vortrags noch einmal auf offene Fragen einzugehen. Schieben Sie eine Antwort im Zweifelsfall lieber heraus, bevor Sie falsche Angaben machen, etwa: "Dazu muss ich mich erst genau informieren." So zeigen Sie, dass Sie Bedenken ernst nehmen, sich aber nicht aus dem Konzept bringen lassen. (uqrl)

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(Bild: © kabliczech – Fotolia.com)