5 teure Fehlerquellen bei Ihrer Werbung

Veröffentlicht am 28. April 2010 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Fotolia_14697865_XSBei Werbeangeboten gilt es, den Kunden etwas Besonderes zu bieten. Wer allerdings mit gesetzlich garantierten Selbstverständlichkeiten wirbt, dem drohen Abmahnungen aufgrund unlauterer Werbung.

Das Portal mein-geschaeftserfolg.de vom VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft erläutert fünf Fehlerquellen bei Werbemaßnahmen, die teure Abmahnungen nach sich ziehen können:

Fehlerquelle 1: Widerrufsrecht

Das 14-tägige Widerrufsrecht ist ein Gesetz und damit eine Selbstverständlichkeit. Geben Sie immer einen Hinweis auf dieses Recht, sonst verlängert sich diese Frist.

Verzichten Sie aber auf Formulierungen wie "Wir gewähren Ihnen 14 Tage Widerrufsrecht" oder "Bei uns erhalten Sie 14 Tage Widerrufsrecht". Denn in beiden Fällen suggeriert die Formulierung fälschlicherweise, das Widerrufsrecht werde als besondere Leistung des Händlers eingeräumt.

Eine besondere Leistung besteht aber nur, wenn Sie ein längeres Widerrufsrecht als das gesetzliche garantieren.

Fehlerquelle 2: Geld-zurück-Garantie

Kunden bekommen ihr Geld zurückerstattet, wenn sie von ihrem gesetzlichen Widerrufsrecht Gebrauch machen. Wenn Sie dieses Recht auf Ihrer Website oder den Werbeunterlagen als "Geld-zurück-Garantie" bezeichnen, riskieren Sie eine Abmahnung.

Möchten Sie eine Geld-zurück-Garantie besonders betonen, muss sich dahinter mehr verbergen als das, was dem Kunden bereits per Gesetz zusteht.

Fehlerquelle 3: Zufriedenheitsgarantie

Auch bei einer Zufriedenheitsgarantie für Kunden gilt: Diese Garantie muss mehr umfassen als das, was bereits gesetzlich vorgeschrieben ist. Denkbar wären beispielsweise eine Verlängerung der gesetzlichen Fristen oder eine Warenrücknahme auch nach Ablauf der Widerrufsfrist.

Fehlerquelle 4: Kostenlose Serviceleistung

Dem Bundesgerichtshof zufolge dürfen Unternehmen kostenlose Services nur dann herausstellen, wenn es sich um besondere Leistungen handelt – etwa Gratis-Sehtests. Diese würden von Optikern freiwillig gewährt, auch wenn diese Sonderleistung inzwischen allgemein üblich ist.

Allerdings dürfe beispielsweise ein Unternehmen, das Gold und andere Edelmetalle ankauft, nicht mit dem Hinweis "ohne Ankaufgebühr" werben. Denn der Verzicht auf die Ankaufgebühr sei gesetzlich vorgeschrieben – und keine besondere Leistung des werbenden Unternehmens.

Fehlerquelle 5: Echtheitsgarantie

Dem Landgericht Bochum zufolge kann auch eine Echtheitsgarantie eine "Werbung mit Selbstverständlichkeiten" darstellen. Die Begründung: Jeder Händler sei verpflichtet, Originalware zu liefern – darum gehe auch der Verbraucher von der Echtheit der Artikel aus. (uqrl)

www.mein-geschaeftserfolg.de

(Bild: © Laurent Renault - fotalia.com)