Der Messeauftritt: Licht – Die vierte Dimension der Architektur

Veröffentlicht am 10. Februar 2009 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Licht gibt einem Gebäude nachts eine eigene Identität, die mit der Tagerscheinung im Einklang stehen muss, um als Gesamtes eine stimmige Wirkung zu erzielen. Die Erscheinung eines Bauwerks bei Nacht unterscheidet sich erheblich von der Ansicht bei Tag. Im Dunkeln ist die Wahrnehmung reduziert auf das vom Licht Erhellte und Sichtbare.

Beleuchtete Details treten in den Vordergrund, während unbeleuchtete Bereiche zurücktreten oder ganz verschwinden. Licht gilt als die vierte Dimension der Architektur.

Es beeinflusst das Bild jedes Raumes und jeder Oberfläche, somit auch deren Atmosphäre und Stimmungen. Gleichzeitig kann Licht nicht ohne Schatten wirken. Physikalisch definiert, ist der Schatten nichts anderes als ein Bereich, in dem weniger Photonen messbar sind als im umgebenden Lichtstrom.

Auch die Schatten sind immer in Bewegung und verändern die Wahrnehmung von Räumen permanent. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Licht und Schatten, also von sichtbaren und unsichtbaren Flächen. Die rhythmischen Lichtschlitze und Lichtkanonen im Kloster La Tourette von Le Corbusier und dem Komponisten Iannis Xenakis sind ein klassisches Beispiel für die Veränderung des Raums durch Licht und Schatten.

Akzente durch Licht, Raum durch Schatten

Das Licht setzt Akzente, während der Schatten die räumliche Dimension der Architektur formt. Durch die zunehmende Transparenz von Räumen und die Reduktion architektonischer Massivität ist die Kultur des Schattens in den Hintergrund getreten.

Licht ist als immaterielles Medium der Gestaltung besonders geeignet, um temporäre Markenbotschaften zu kommunizieren. Bereits in den 1920er Jahren waren die Metropolen der westlichen Welt erfüllt vom Lichterglanz der Werbe- und Anzeigentafeln großer Unternehmen.

Zunächst als einfache Glühbirnentypografien, dann aus bunten Neonröhren. Heute leuchten dank der rasanten Entwicklung der LED-Technik ganze Fassaden und Bauwerke. Aufgrund der neuen Möglichkeiten gewinnt die Lichtplanung im Spannungsfeld von Architektur und Kommunikation zunehmend an Bedeutung. Der Maßstab der Anwendungen wird dabei immer größer.

So wurde auf der diesjährigen Luminale in Frankfurt, der "Biennale der Lichtkultur", der große Bedarf an Licht-Masterplänen für Städte und Regionen [...].

Den vollständigen Artikel können Sie kostenlos im m+a report 08/2008 (E-Magazin) lesen.

Autor dieses Artikels: Dr.-Ing. Jons Messedat
(Bild: © James Steidl - Fotolia.com)