E-Commerce-Branche frohlockt

Veröffentlicht am 18. November 2008 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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E-Commerce-Branche frohlockt Auf dem 5. E-Commerce Kongress, organisiert von der Pangora GmbH vergangene Woche in München, herrschte laut Veranstalter auf allen Seiten große Zuversicht, dass die drohende Rezession den eigenen Geschäftserfolg nicht oder kaum tangieren wird.

Dank neuer Technologien, Trends und der Erschließung neuer Märkte durch innovative Geschäftsmodelle wie zum Beispiel Live Shopping, habe die E-Commerce Branche im Moment offensichtlich wenig Grund zur Sorge.

Anlässlich des 5. Pangora E-Commerce Kongresses im Münchener HVB Forum referierten und diskutierten 20 Top-Manager aus der Internetwirtschaft und Investoren der E-Commerce Branche vor ca. 250 Zuhörern über die Trends und Technologien der Zukunft.

Dr. Thomas Schnieders, Direktor Neue Medien bei otto.de, sieht die Chancen des Internet vor allem in der Vergrößerung des Produktangebots durch Nischenprodukte, den so genannten Long Tail. Auch die Steigerung der Impulsfähigkeit von Online-Käufen, die Verbesserung des Shopping Erlebnisses sowie die Entwicklung und Einbindung von konvergenten Technologien in den eCommerce bergen aus seiner Sicht Wachstumspotenzial.

Die Wichtigkeit von Multi-Channel-Strategien und die Bedeutung des Internet bei der Kaufvorbereitung zeigte Dr. Kai Hudetz, Leiter des E-Commerce-Center Handel aus Köln. Diese Ansicht unterstützte auch John Gerosa von Google: „Wir sehen, dass kombinierte Offline/Online Kampagnen bestens wirken. Aus unserer Sicht stellen zukünftig die Themen Suche, Video und Mobile die wichtigsten Pfeiler von erfolgreichem Online-Marketing dar.“

Menschenleer und emotionslos?

Jochen Krisch dagegen, Director E-Commerce der Optaros GmbH und Herausgeber des Weblogs Exciting Commerce, zieht ein ernüchterndes Fazit über den heutigen E-Commerce: „E-Commerce heute ist menschenleer, geprägt von enttäuschenden Wiederkehrraten und einer extremen Wechselbereitschaft der Kunden. Was dem E-Commerce fehlt, sind Emotionen.“

Optimismus in Sachen Finanzierung

Aus Sicht der Investoren können junge und etablierte Online-Player optimistisch hinsichtlich der eigenen Finanzierung sein. Zwar waren sich die Geldgeber einig, dass Geschäftsmodelle, die z. B. hohe Marketinginvestitionen benötigen, bevor sie rentabel sind, schwierig zu finanzieren seien. Ebenso entschlossen kündigten sie aber auch an, innovative, zukunftsträchtige Ideen und Geschäftsmodelle unterstützen und ungebrochen durchfinanzieren zu wollen.

(Bild: © Maria.P. – Fotolia.de)