Google legt neue Studie zu AdWords vor

Veröffentlicht am 21. August 2009 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Laut Google-Chef-Ökonom Hal Varian ist es für die Erfolgsquote einer Google AdWords-Anzeige nahezu unbedeutend, an welcher Position sie erscheint.

Bei Google AdWords handelt es sich um eine relativ kostengünstige und dabei zielgenaue Möglichkeit des Suchmaschinenmarketing. Der Kunde gibt selbst gewählte Keywords an, die zu seinen Produkten passen, und grenzt diese wahlweise durch Angabe von Ländern oder Städten ein. Google schaltet dann die Anzeige, sobald eine entsprechende Suchanfragen aus dieser Region gestartet wird.

Wie bei allen mit Suchmaschinen verbundenen Umsätzen galt auch hier für Laien ebenso wie Marketingfachleute lange die Devise: je besser die Position der Anzeige, je weiter oben sie also auf der Seite erscheint, desto mehr Menschen klicken und kaufen enstprechend die präsentierten Produkte.

Da man Google jedoch nicht allein für das Erscheinen der eigenen Anzeige, sondern nur für tatsächlich getätigten  Klicks bezahlt, ist die sogenannte conversion rate ein entscheidender Erfolgsfaktor. Sie bezeichnet, abhängig von der Intention von Website und Anzeige, jeweils das Verhältnis von Klicks zu Online-Käufen, Registrierungen oder Downloads.

Eben mit dieser Rate setzte sich nun die neue Studie von Google auseinander, deren Ergebnisse diesen Mittwoch von Hal Varian veröffentlich wurden. Die knappe und dennoch äußerst überraschende Erkenntnis: die Position der Anzeige hat in diesem Zusammenhang keinerlei Einfluß auf ihren Erfolg.

Gerade einmal eine Schwankung von 5% konnten die Google-Spezialisten in ihren Statistiken ablesen. Ob man die Meinung von Val Harian und Kollegen darüber teilt, ob 5% tatsächlich eine geringe Schwankung ist, hängt wohl auch von der Höhe des jeweiligen Marketing-Budgets ab.

Unabhängig davon meldeten Kritiker jedoch innerhalb kürzester Zeit Zweifel an der Aussagekraft der Studie an. Diese beziehen sich größtenteils weniger auf die eigenlichen Zahlen, als auf deren Auslegung. Zu oberflächlich und zu wenig differenziert sei diese. Dadurch würden die Ergebnisse nicht nur simplifiziert, sondern auch verfälscht. Eine Unterscheidung nach Regionen, Zielgruppen und vor allem Produkten sei notwenig um Aussagen treffen zu können, die als Entscheidungsgrundlage für Marketing-Verantwortliche taugen.

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