Unfairer Wettbewerb? Google ändert Android-Geschäftsmodell

Veröffentlicht am 17. Oktober 2018 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Nach der größten Wettbewerbsstrafe aller Zeiten ändert Google nun das Geschäftsmodell des Smartphone-Betriebssystems Android. Am Dienstag präsentierte der Konzern eine Reihe von Maßnahmen, die den Vorwurf des unfairen Wettbewerbs aus Brüssel ausräumen sollen.

Was ändert sich mit dem neuen Geschäftsmodell?

  1. Google-Dienste, wie digitale Karten, können nun auch ohne die Google-Suche-App oder den Webbrowser Chrome in Smartphones integriert werden. Hierbei handelt es sich um eine der wichtigsten Forderungen der EU-Wettbewerbshüter. Eine Zwangsbündelung aller Anwendungen wird nun nicht mehr möglich sein. Diese wurde als Versuch aufgefasst, Googles Dominanz bei der Desktop-Internetsuche auch auf Smartphones zu übertragen.
  2. Hersteller haben die Möglichkeit gleichzeitig Geräte mit Google-Diensten und Technik mit abgewandelten Android-Versionen auf den Markt zu bringen. 
    Bisher gab es ein striktes Verbot Android-Abwandlungen zu verkaufen, wenn Hersteller parallel auch Google-Apps auf den Geräten haben wollten. Auch das wurde als Baustein des unfairen Wettbewerbs eingestuft.

Ist der Vorwurf des unfairen Wettbewerbs damit bestätigt?

Google ist weiterhin der Meinung, dass die Vorwürfe unbegründet sind. Android-Chef Lockheimer betonte in einem Blogeintrag, dass Google die Strafmaßnahmen der Kommission anfechte.

Im Juli belegte EU-Wettbewerbskommissarin Vestager den Internet-Konzern mit einer Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro.

Da der eingereichte Widerspruch von letzter Woche jahrelang durch die Gerichtsinstanzen gehen kann, muss Google den Forderungen der EU-Wettbewerbshüter schon jetzt nachkommen.

Quelle: dpa

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