9 Twitter-Strategien für die neuen Twitter-Regeln [+Checkliste]

Veröffentlicht am 15. Mai 2018 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Am 23. März 2018 hat Twitter einige wesentliche Änderungen in den Regeln und Richtlinien für das Teilen von Nachrichten und die Nutzung von Social-Media-Automation in Kraft gesetzt. Mit den neuen Regeln zielt Twitter darauf ab, betrügerische Bots, gefälschte Twitter-Konten, manipulative Nachrichten und SPAM zu blockieren. Die neuen Regeln wirken sich jedoch grundsätzlich auf alle Twitter-Nutzer sowie auf Tools zum automatisierten Teilen und Planen auf Twitter aus.

Was ändert sich bei Twitter?

Die neuen Regeln setzen neue Einschränkungen für das Planen und Teilen von Nachrichten sowie für die Nutzung von Social-Media-Tools für das automatische Teilen und die Zeitplanung von Tweets in Kraft:

  • Es dürfen keine identischen oder im Wesentlichen identischen Tweets auf einem Twitter-Konto oder parallel über mehrere Konten geteilt werden.
  • Die Verwendung jeglicher Art von Automatisierung (einschließlich Planung) ist nicht erlaunt. Das gilt für das Teilen von identischen oder im Wesentlichen identischen Inhalten und auch für automatisierte Likes oder Retweets über viele Konten hinweg.

Diese Einschränkungen gelten unabhängig davon, ob die Tweets zur gleichen Zeit veröffentlicht werden oder für die Zukunft geplant sind.

Das bedeutet, dass viele gängige und effektive Marketingpraktiken nicht mehr erlaubt sind, auch wenn sie auf echten Twitter-Nutzern und legitimen Inhalten basieren.

Alternativ zur Veröffentlichung identischer Inhalte sind Retweets weiterhin erlaubt. Tweets können also von einem Konto auf andere Konten retweetet werden. Allerdings sollte dies nur von einer kleinen Anzahl von verschiedenen Konten aus erfolgen. Ein automatisches Retweeting in großen Mengen, ist nach den neuen Automatisierungsregeln nicht zulässig.

So wirken sich die neuen Twitter-Regeln auf das Social Media Marketing aus

  • Trotz der neuen Twitter-Regeln wird der Einsatz von Social-Media-Automation zum Teilen und Planen von Tweets auch weiterhin gängige Praxis im Social-Media-Marketing bleiben.
  • Die Planung und Veröffentlichung von Status-Updates sowie der Import von RSS-Feeds wird weiterhin durch den Einsatz von Automatisierung ermöglicht.
  • Du kannst weiterhin Inhalte auf einem oder auf mehreren Twitter-Konten mehrfach teilen. Nur solltest du dafür mehr Retweets und individuell angepasste Texte für jeden Tweet und jeden Twitter-Account verwenden.

Mit einer individuellen Anpassung der Nachrichten, die über einen oder auch mehrere Konten geteilt werden, gestaltest du deine Tweets nicht nur regelkonform, sondern sorgst auch für ein besseres Nutzererlebnis und damit auch für mehr Aufmerksamkeit, Likes und Retweets.

9 Praxistipps für die neuen Twitter-Regeln

1. Biete abwechslungsreiche Kommentare für Tweets und Retweets

So bleibt die regelmäßige Wiederholung deiner Evergreen-Inhalte auch weiterhin eine wichtige Maßnahme, um die Lebenszeit der Inhalte zu verlängern. Doch ab jetzt gilt: Variiere deine Postings, wenn du deine Inhalte wiederholt teilst:

  • Nutze unterschiedliche Kommentartexte
  • Ändere die Hashtags oder Hashflags
  • Wähle unterschiedliche Bildmotive
  • Wechsle zwischen den Posting-Formaten (Link-Post und Bild-Post)
  • Füge auch deinen Retweets verschiedene Kommentare hinzu

2. Nutze visuelle Elemente: Grafiken, Motion Graphics und Videos

Variiere deine Tweets durch unterschiedliche visuelle Elemente wie Videos, Screenshots, Infografiken, Memes, Checklisten und Gifs.

Wenn du einen Beitrag oder Blog-Beitrag auf Twitter teilst, der mehr als ein visuelles Element enthält, dann nutze all diese grafischen Elemente, um deinen Beitrag mit verschiedenen Bildelementen wiederholt zu teilen. Verteile die Tweets auf verschiedene Tage und verschiedene Zeiten.

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3. Teile Link-Posts und Bild-Posts

Bild-Tweets generieren bis zu fünfmal mehr Interaktion als herkömmliche Text-Updates erzeugen. Videos sogar 1200 % mehr Shares als Texte und Bilder zusammen. Auch animierte Grafik-Clips (Motion Graphics) bieten eine gute Möglichkeit, deine Inhalte mit nützlichen und lustigen Inhalten aufzupeppen.

Teilen also alle deine visuellen Elemente sowohl als Link-Post, als auch als Bild-Post:

Beispiel für einen Bild-Post auf Twitter:

Beispiel für einen Link-Post auf Twitter:

Wenn du einen Beitrag als Link-Post teilst, wird nur dein Beitragsbild in der Vorschau angezeigt. Wähle verschiedene Bildmotive aus deinem Beitrag für Beitragswiederholungen.

Wenn du dein Bild zusätzlich im Bild-Post-Format teilst, wird dein Bild außerdem auch in der Twitter-Mediengallerie gespeichert. Teile daher alle deine grafischen Elemente auch als Bild-Tweet. So bringst du mehr Vielfalt in deine Tweets.

Über die Bildergallerie bleiben deine Bilder und Links auch längerfristig für deine Follower sichtbar, wenn deine Tweets schon längst im endlosen Nachrichtenstrom untergegangen sind.

Vergiss dabei nicht, auch einem Bild-Post deinen Link zum Beitrag hinzuzufügen!

4. Nutze Hashtags, Hashflags und Emojis

#Hashtags in den Tweets ordnen die Nachrichten einem bestimmten Thema zu. Durch das Setzen von gezielten Hashtags lassen sich deine Nachrichten besser filtern und gezielt finden.

  • Nutze deine Keywords als Hashtags und suche gezielt nach Trending Hashtags die zu deinem Thema passen, um deine Tweets aktuellen Diskussionen zuzuordnen.
  • Nutze 2-3 Hashtags pro Tweet und variieren Sie deine Tweets mit verschiedenen Hashtag-Alternativen, um mehr Reichweite für deine Themen zu erzielen.

Auch Hashflags sind sehr beliebt. Hashflags sind kleine Symbole für häufig genutzte Hashtags, die durch den Hashtag automatisch im Tweet generiert werden und den Tweet dadurch attraktiver gestalten.

Emojis durchbrechen Sprachbarrieren und machen die Tweets persönlicher. Gerade für Kommentare im Tweet eignen sich Emojis, um Emotionen auszudrücken und Follower zur Interaktion zu motivieren. Bei Kurznachrichten können Emojis sehr hilfreich sein, denn sie können visuelle Impulse setzen, die das ein oder andere Wort einsparen. Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Emojis, mit denen du deine Tweets individualisieren und variieren kannst.

5. Recycling und Wiederverwendung deiner Inhalte

Du kannst deine Inhalte auch recyceln, indem du sie beispielsweise in verschiedene Inhaltsformate umwandelst:

  • Verwandle deine wichtigsten Fakten und Bilder in eine Präsentation, eine Checkliste, eine Infografik, in Motion Graphics, oder einen Videoclip oder nutze alle Formate.
  • Verwandle deinen Textbeitrag in einen Podcast.
  • Mach aus langen Beiträgen ein Whitepaper oder E-Book.

Verwende alle diese Content-Formate, um deine Inhalte neu zu twittern und wiederholt zu teilen. Und nicht nur auf Twitter, sondern auch auf weiteren Social-Media-Kanälen kannst du von einer Vielfalt deiner Medienformate profitieren.

6. Teile deine Beiträge zu den besten Zeiten für mehr Interaktion

Die automatisierte Planung von Tweets wird auch weiterhin eine gängige Praxis bleiben. Die Planung zur richtigen Zeit kann die Sichtbarkeit und die Interaktion erheblich beeinflussen. Wenn du nicht weißt, welches die besten Zeiten für deine Zielgruppe sind, dann orientiere dich an den allgemeinen besten Zeiten.

Die Twittersphäre ist am aktivsten während der Tageszeiten zwischen 8.00 und 19.00 Uhr in deiner jeweiligen Zeitzone. Tweets, die während dieser Zeit gepostet werden, erzeugen 30 % mehr Interaktion. Tweets an Wochenenden erzeugen 17 % mehr Interaktion als an Wochentagen.

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7. Kuratiere Beiträge von Influencern und Branchenmedien

Das Teilen von informativen und nützlichen Beiträgen aus anderen Quellen und vor allem von Meinungsbildnern aus deiner Branche kann die Glaubwürdigkeit deines Twitter-Feeds erhöhen und den Ruf deines Unternehmens stärken. Content Curation bringt mehr Inhaltsvielfalt in deinen Feed und macht deinen Twitter-Kanal zu einer wertvollen Informationsquelle zu deinem Thema.

Durch das Markieren und Nennen der Content-Quelle per @Handle generierst du die Aufmerksamkeit der Influencer und sorgst für mehr Traffic.

Der perfekte Content-Mix besteht aus:

  • 50 % kuratierten Inhalten
  • 30 % eigenen, zielgruppenrelevanten Inhalten
  • 20 % persönlichen Inhalten mit unterhaltsamem Charakter

8. Interagiere aktiv mit deiner Community für mehr Retweets

Das Retweeten deiner Beiträge auf deinem eigenen und auch auf weiteren Twitter-Accounts ist weiterhin erlaubt, solange es sich in Maßen hält. Auch so kannst du deine Beiträge von Zeit zu Zeit wiederholt teilen. Individualisiere deine Retweets mit jeweils unterschiedlichen Kommentaren.

Je weniger du deine Beiträge selbst auf Twitter wiederholt teilen darfst, umso mehr brauchst du deine Follower, um deine Beiträge zu teilen. Der Einsatz von starken Call-to-Actions wie "please retweet" kann einen enormen Einfluss auf dein Engagement haben.

Tatsächlich erhalten Tweets, die nach RTs fragen, 23% mehr Retweets als Tweets ohne.

9. Interagiere mit deiner für mehr Sichtbarkeit und Retweets

Eine aktive Twitter-Community sorgt für mehr Sichtbarkeit und Reichweite deiner Tweets und mehr Retweets. Interagiere regelmäßig mit deiner Community, indem du Fragen zu deinen Beiträgen stellst. Frage deine Follower auch nach ihrer Meinung zu aktuellen Ereignissen, Trends oder Entwicklungen in ihrer Branche.

Durch das Feedback deines Publikums steigerst du deine Interaktion und Reichweite. Markiere wichtige Follower und Influencer mit @Handles für mehr Aufmerksamkeit und Retweets für die Inhalte auf deinem Twitter Kanal.

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Checkliste: Neue Twitter-Regeln

Fazit: Umdenken und das passende Tool nutzen

Die neuen Twitter-Regeln bedingen zwar ein Umdenken für viele Social-Media-Akteure, aber es gibt immer noch viele Möglichkeiten, Inhalte auf Twitter zu teilen, zu retweeten und auch wiederholt zu planen und zu teilen.

Du kannst weiterhin die Hilfe von Social-Media-Automation nutzen. Am besten eignen sich Tools, über die du für jeden Tweet und Twitter-Account individuelle Texte, Bilder und Post-Formate (Link-Post oder Bild-Post) auswählen kannst und die auch das gezielte Teilen von Retweets sowie RSS-Feeds ermöglichen.


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