Die 5 besten Logo-Typen [+5 fatale Fehler beim Logo-Design]

Veröffentlicht am 23. November 2017 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Unter allen Weltgiganten, die heutzutage auf dem Markt erfolgreich sind, könnte man fünf Beispiele von Unternehmen nennen, die die goldene Regel des richtigen Maßes im Design verstanden und tatsächlich umgesetzt haben.

Diese Beispiele zeigen, dass eine Vorliebe für Minimalismus keine Langeweile oder Zweitrangigkeit bedeuten muss. Alle hier erwähnten Projekte realisieren die Grundsätze, wie ein gutes Logo erstellt werden sollte, und trotzdem sind sie erkennbar unterschiedlich.

Amazon

Der Firmenname wurde zweifarbig in einer schlichten Schriftart aufgeschrieben. Ist der orange-farbene Pfeil darunter bloß ein ästhetisches Element? Nein! Der Faden läuft von „A“ bis „Z“. Das spielt darauf an, dass man in Amazons Angebot alles findet, was man braucht.

Sony Vaio

Das Logo von Sony Vaio wurde sehr schnell weltweit anerkannt, eben dank seiner Schlichtheit, Feinheit und … der latenten Botschaft, die von Eingeweihten entziffert werden kann. Im Produktnamen verborgen ist eine grafische Interpretation des analogen und des digitalen Signals.

Toblerone

Hier ist die Sache etwas komplizierter geworden, aber bleibt trotzdem klar. Der Name selbst wurde aus zwei Wörtern gebildet: dem Namen des Gründers (Theodor Tobler) und dem Wort "torrone", was auf Italienisch ein Honigmandelnougat bezeichnet, das bis heute in den Toblerone-Schokoladen enthalten ist.

Der Gipfel (Matterhorn) im Logo, über dem Namen platziert, ist eine Anspielung auf die Stadt, in der die Süßigkeit anfangs hergestellt wurde. Und der Bär, der in dem Gipfel versteckt ist, spielt auf das Wappen der Stadt an.

Cisco

Die Streifen über dem Firmennamen sind nicht zufällig so aneinandergereiht. Das Unternehmen, das ursprünglich aus San Francisco kommt, wollte seine Herkunft grafisch unterstreichen. Erkennst du nun die Golden Gate Bridge?

Apple

Dass Steve Jobs nicht unbedingt der netteste Kerl auf der Welt war, wissen heute recht viele. Und ebenso ist seine Megalomanie weltbekannt. Aber abgesehen von der Beurteilung seines Charakters, wurde er auf jeden Fall in dem Logo seiner Firma widergespiegelt.

Wenn ein Apfel für das verbotene Wissen steht (das biblische Gleichnis über die verbotene Frucht aus dem Baum der Erkenntnis), worauf könnte dann ein angebissener Apfel anspielen?

Was braucht ein gutes Logo?

Wir halten also fest, was all diese ausgezeichneten Logos gemeinsam haben:

Sie sind schlicht und veranschaulichen die Kernkompetenz und/oder Herkunft des Unternehmens.

Wie erstellt man ein erstklassiges Logo? Vorsicht vor diesen 5 Fehlern!

Was unterscheidet ein professionelles Logo der Marktführer von einem Amateurprojekt eines Einsteigers in der Branche?

Ein kompliziertes Konzept? Nein. Eine außergewöhnliche Anzahl an Details? Nein. Designkünstler als Urheber? Nein.

Das, was ein professionelles Logo von einem Amateurprojekt unterscheidet, ist seine technische Ausführung. Der Erfolg eines Logotypen ist Ergebnis der gesamten Tätigkeit eines Unternehmens und hängt nicht von dem guten oder schlechten Ruf des Grafikdesigners ab. Deshalb haben wir die gravierendsten technischen Fehler von Amateurlogos zusammengetragen.

EXTRA: Design-Grundlagen, die jeder kennen muss

1. Verwendung von Raster- anstatt Vektorgrafik

Solche Experimente können katastrophale Folgen haben, denn ein Logo, das sich bei jedem Vergrößerungsversuch in einen Haufen Pixel verwandelt, ist ein großes Problem. Vergiss nie, dass du mit deinem Logo fortwährend technische Anforderungen erfüllen musst:

Du kannst keine Werbebanner drucken lassen, wenn du nur über eine Word-Datei mit einem eingefügten Bild mit der Auflösung von 72dpi verfügst. Keine Druckerei wird einen solchen Auftrag aufnehmen.

2. Graphische Mängel

Kurven, die sich überdecken und Linien mit ausgefransten Rändern weisen sehr deutlich auf eine schlechte Qualität hin, auf die selbst ein Schüler in der Informatikstunde verzichten sollte, geschweige denn ein Designprofi. Lass dich also nicht zu einfach zufriedenstellen – du bezahlst den Preis und darfst eine adäquate Qualität erfordern.

3. Verwendung von ungeeigneten Programmen

Lässt sich ein Logo mithilfe von Windows Paint erstellen? Klar, aber die Frage ist, mit welcher Qualität und wozu, denn für eine professionelle Firma wäre es eher undenkbar. Ein erfahrener Grafikdesigner benutzt professionelle Software, die es ihm im Gegensatz zu Amateur-Programmen ermöglicht, das Logo als Vektorgrafik zu erstellen.

4. Muster von Stockschablonen auswählen

Stockfotos sind umsonst oder sehr preiswert und reduzieren den Zeitaufwand für ein Projektes um mindestens 75 %. Wer würde diese Chance nicht ergreifen wollen? Jeder, der den Auftrag für eine Logoerstellung ernst nimmt. Denn mit solchen Hilfsmitteln bittet man geradezu um die eigene Niederlage.

Ein Logo, das nicht einzigartig ist, lässt sich sehr einfach kopieren, und zwar von jedem.

Das kann dich jedoch die Marktposition und Kunden kosten. Ganz abgesehen davon, dass ein so unprofessionelles Logo kein gutes Licht auf uns werfen würde, was dazu führen könnte, dass jegliche Partner auf eine weitere Zusammenarbeit verzichten. Eine Katastrophe also.

5. Die Wahl von zu kleinen Details

Es gibt Elemente, die auf einem Werbebanner gut rüberkommen, aber auf der Visitenkarte nicht mehr. Kleine Punkte, Streifen oder Schattierungen werden bei einer Verkleinerung nur noch zu einem Fleck. Für dermaßen schlecht gedachte Konzepte ist auch die Vektorgrafik keine großer Hilfe mehr.

Ein kluger und erfahrener Grafikdesigner sollte Kunden davor warnen, bevor sie zu kleine Details für die grafische Identität ihrer Firma auswählen.

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