5 Guerilla-Marketing-Ideen & Beispiele: Werbung mit Wow-Effekt

Veröffentlicht am 10. Mai 2017 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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„Be different or die!“

Wer erfolgreich für sein Unternehmen werben will, sollte diese Weisheit "anders als alle anderen" zu sein, ernst nehmen. Wer sein Marketing nämlich nach braven Standards organisiert und auf etablierte Maßnahmen von der Marketing-Stange setzt, der startet mit denkbar geringem Aufmerksamkeitspotenzial in den harten Kampf um die Kundengunst.

Scharfer Wettbewerb verlangt nach neuen Ideen. Guerilla-Marketing schafft ebendies: Originelle, unkonventionelle, überraschende Aktionen sind das Grundprinzip dieser Disziplin. Guerilla-Marketing bricht die Regeln des klassischen Marketings, setzt konsequent auf den Überraschungseffekt und verspricht die Zielgruppe mit einem „Aha!“ und „Wow!“ zu erreichen.

Bestenfalls wird eine Guerilla-Aktion so gut von der Zielgruppe angenommen, dass sie selber die Aktion viral weiter verbreitet. Ein Blick auf fünf beispielhafte Guerilla-Aktionen zeigt, wie das funktioniert und wie Gründer und Unternehmer Guerilla für ihre Werbung nutzen können.

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1. Guerilla-Marketing mit Kreide Graffiti

Mit Straßengraffiti verwandeln Unternehmen jeden Gehweg in eine Werbefläche für ihr Marketing. Die Graffitis bieten die Möglichkeit, Gehwege und Plätze als Werbeflächen für Werbebotschaften zu nutzen. Mittels eines ökologisch abbaubaren Kreidesprays und individuell produzierten Schablonen wird das Werbemotiv in knalligen Farben auf den Boden gesprüht – überall, wo’s auffällt.

Häuserwände, und damit Privateigentum, sollten dabei tabu sein.

Die Stencils tauchen über Nacht dort auf, wo niemand damit rechnet. Mit dem Streetbranding sorgen Werbetreibende für den im Guerilla-Marketing oft beschworenen Überraschungseffekt bei ihrer Zielgruppe. Und zwar an hochfrequentierten Hotspots, wo sich die allermeisten Zielgruppen bewegen: in Fußgängerzonen, vor Clubs, vor Shoppingmalls, in Einkaufsstraßen. Nach der Aktion regelt der Regen den Rest und wäscht die Graffiti auf ganz natürliche Weise wieder von den Bodenflächen ab.

2. Digitale Guerilla-Projektionen an Hauswänden

Und es kommt doch auf die Größe an …: Großprojektionen in Form von digitalen Riesenplakaten erschaffen im Dunkeln eine strahlend helle XXL-Werbefläche, die klassische großflächige Werbeträger locker in den Schatten stellt. Think Big: Bei Großprojektionen wird die Werbung in den Abend- und Nachtstunden als Standbild, Video oder Slideshow via Spezial-Beamer riesengroß an geeignete Hauswände projiziert, die im Vorfeld von den Anbietern recherchiert werden. Dabei besteht die Möglichkeit, am Einsatzabend im direkten Umfeld der Projektion Promotion-Aktionen durchzuführen und dort flankierend zu den Projektionen unerwartet für Aufmerksamkeit zu sorgen.

Was im Großen geht, geht auch im Kleinen: Mit einem Handbeamer ausgerüstet, können Promoter sich ins Nachtleben stürzen und sich dort unters Volk mischen. Mit einem kleinen, handlichen Beamer projizieren sie die Werbung auf Treppen, Türen, Häuserwände, Rolltore und Bürgersteige. Der Clou: Die Projektionen werden dabei weniger wie eine Werbeunterbrechung wahrgenommen, sondern wirken eher unterhaltend als visuelle Abwechslung im Abendgeschehen.

Beispiel für "Beamvertising"

3. Kreativ gestaltete Werbekarten an Autos

Werbekarten können die Werbebotschaft direkt in den Alltag der Zielgruppe transportieren. Mit Werbekarten an Autos etwa, im Branchensprech auch Car Cards genannt, wird jede Autoscheibe zum Schaufenster. Die Zielgruppe der Car Cards: 100 Prozent Autofahrer. Die individuell gestaltbaren Werbekarten werden mit einem Saugnapf an Autoscheiben befestigt. Car Cards haben Charme. Sie lassen sich leicht anbringen und hängen oder schaukeln als Hingucker am Fenster. Sie werden, dank kreativem Design und interessanter Motive, nicht wie herkömmliche Standard-Flyer automatisch weggeworfen. Autofahrer finden besonders kreativ gestaltete Karten originell.. Die Karten werden dann von innen an der Scheibe befestigt – und fahren immer mit. So wird die Zielgruppe selbst zum Botschafter der Werbung.

4. Werbung an Fahrrädern: Guerilla-Marketing mit Sattelschonern und Aushängekarten

Fahrräder mit gebrandeten Sattelschonern? Die Methode liegt im Trend. Die knallbunten Sattelschoner werden von Promotion-Teams in der ganzen Stadt über Fahrradsattel gezogen: an Bahnhöfen, vor der Uni und an anderen frequenzstarken Touchpoints der Zielgruppen. Die sogenannten Bike Caps kombinieren Aufmerksamkeit und Nutzen miteinander:

  • Aufmerksamkeit, weil Sattelschoner nicht einfach ausgeblendet werden wie andere etablierte und gelernte Außenwerbeformen.
  • Nutzen, weil die praktischen Sattelschoner eine hohe Akzeptanz genießen und von Radfahrern gerne wiederverwendet werden.

So werden Radfahrer selbst zu Werbebotschaftern von Unternehmen und Marken.

Auch Aushängekarten, so genannte Bike Cards, bringen Werbebotschaften an Fahrrädern gezielt zu den Radlern. Mit ihrer praktischen Lochstanzung hängen sie zu tausenden an Fahrradlenkern. Der große Vorteil dieses Werbemediums: die direkte Verbindung zum Kunden, denn jeder einzelne Kontakt nimmt die Karte mindestens einmal in die Hand.

5. Haftfolien und ablösbare Aufkleber im Guerilla-Marketing

Mit Haftfolien können Unternehmer alle erdenklichen Flächen einer Stadt in Werbeflächen verwandeln. Anbieter dieser Medien produzieren elektrostatisch geladene Aufkleber, die wie von selbst auf so gut wie jeder Fläche haften – ohne nach dem Abnehmen Rückstände zu hinterlassen. Egal ob Bushaltestelle, Laternenpfahl, Parkbank, Scheiben oder Türen – Werbung mit Haftfolien erreicht die Menschen dort, wo sie im Alltag stehen und gehen. Der Clou: Mit originellen, provokanten Motiven sind die Folien ein echter Eyecatcher und werden gerne mal zum Stadtgespräch. Das Positive für den Grafiker: Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt – Farbe, Form und Größe der Haftfolien sind frei wählbar.