So macht Ihr Messestand den Auftritt auf einer Messe erfolgreicher!

Veröffentlicht am 19. Juni 2013 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Messe und MessestandGrundsätzlich haben Betriebe bzw. mittelständische Unternehmen in der Regel zwei Möglichkeiten, sich auf Messen zu präsentieren: gemeinsam mit anderen auf einem Gemeinschaftsstand oder mit einem eigenen Einzelstand.

Gemeinschaftsstände, wie sie beispielsweise oft von den Handwerkskammern angeboten werden, bieten viele Vorteile: Eine niedrige Standmiete und geringere Personalkosten sind zwei von vielen Beispielen. Große Gemeinschaftsstände werden meist auch recht auffällig gestaltet und sind so ein guter Besuchermagnet.

Aushängeschild und Basislager: Funktion des Messestandes

Um die Frage nach Größe, Lage und Aussehen des eigenen Messestandes beantworten zu können, stellt sich zunächst die Frage nach dessen Funktion. Zunächst dient der Stand als „Basislager“: Hier finden Jacken, Anzüge und Kostüme ebenso ein Plätzchen wie Werbematerialien und Prospekte. Irgendwo stehen sicher auch eine Kaffeemaschine für die kleine Pause zwischendurch und ein Stuhl, um müde Beine zu entlasten.

Der Messestand ist aber vor allem auch Empfangs- und Gesprächsraum für potentielle Kunden und avanciert damit zum Aushängeschild des Betriebes! Lage, Ausgestaltung und Besetzung sollten also genau geplant und bestmöglich umgesetzt werden. Mit etwas Geschick schaffen Unternehmer dabei durchaus den Spagat zwischen geringen finanziellen Möglichkeiten auf der einen und hohen Zielen und Anforderungen auf der anderen Seite.

Die Mitte-Rechts-Lösung: Der perfekte Standort

Nicht jeder von der Messeleitung angebotene Stellplatz ist gut, oft finden sich bei Nachfragen Alternativen, die einen besseren Traffic versprechen: Das meiste Lauf-Publikum gibt es beispielsweise in den zentralen Hauptgängen und Mittelachsen; ca. 80 Prozent der Besucher kommen hier fast automatisch vorbei und nehmen anliegende Messestände sehr gut wahr. Studien zufolge suchen die meisten Besucher beim Betreten einer Halle instinktiv das Zentrum, also die mittleren Standreihen, und bewegen sich dann meist an deren rechter Seite vorbei. Überhaupt werden Stände rechts der Blickrichtung intensiver wahrgenommen. Eine Ausnahme bildet hierbei allerdings der allererste Messestand: Der wird oft übersehen, da Besucheraugen immer zehn Meter weiter sind, als der dazugehörige Kopf.

Produkte und Leistungen des Unternehmens gehören in den Mittelpunkt

Vor allem für kleinere Betriebe und Unternehmen eignen sich für Messeauftritte vorgefertigte Bauelemente, die sich je nach Grundfläche und Anspruch immer wieder neu kombinieren lassen. Eine Vielzahl von Anbietern hat sich mittlerweile auf Wandelemente spezialisiert, die mit Scharnieren und Steckmodulen zu beliebig großen Platten zusammengesetzt werden. Diese preiswerte Variante lässt sich auch gut im eigenen Firmentransporter zum Messestandort fahren. Auch faltbare Display-Systeme aus Kunststoff sind eine schöne, leicht transportable Alternative für kleine Stände.

Ist die Baufrage geklärt, kann es langsam kreativ werden – denken die meisten. Allerdings haben Studien ergeben, dass Messebesucher weniger auf Farbe oder Design achten, sondern vielmehr auf die ausgestellten Exponate. Bilder stehen an Rang zwei und Texte bzw. Werbesprüche werden erst zuletzt wahrgenommen. Das heißt: Was verkauft werden soll, gehört unbedingt ins Zentrum des Messestandes! Mit gezielten Lichtakzenten gelingt das übrigens auf eine sehr elegante und unaufdringliche Weise. Immer wieder ansprechend sind Möglichkeiten, mit den Angeboten zu „spielen“ – zum Beispiel durch Computeranimationen oder erklärende Filme.

Kekse, Kulis oder Kaffeetassen – So bleiben Produkte in Erinnerung

Wer mit einem unmittelbaren Boom in den Auftragsbüchern gleich nach dem Messeauftritt rechnet, wird enttäuscht sein: Der Erfolg stellt sich nur sehr selten kurzfristig ein; wahrscheinlicher sind konkrete Anfragen von Kunden ca. ein halbes Jahr später. Aber immerhin: Wenn es nach einem so langen Zeitraum wieder Kontakt zwischen Unternehmen und Kunden gibt, können Gespräch, Produkt und Messestand so schlecht nicht gewesen sein. Vielleicht waren ja auch ein Kugelschreiber oder der Memo-Block auf dem Schreibtisch entscheidende Erinnerungshilfen?

Werbemittel sollten auf einem Messestand nie fehlen. Sie können bei potentiellen Kunden nicht nur als Gedankenstütze fungieren, sondern den Stand schon während der Messe attraktiver machen: Liegen Schlüsselbänder, Kulis oder Gummibärchen im Inneren, kommen gern Menschen vorbei und bedienen sich. Zwangsläufig beschäftigen sie sich mit den Angeboten – und selbst wenn es kein direktes Interesse gibt, als Multiplikatoren informieren sie bei Bedarf andere darüber. Und nicht vergessen: Einen menschenleeren Messestand besucht kaum jemand gern – Werbemitteljäger können zu ungünstigen Tageszeiten zumindest den Eindruck eines vielbesuchten Messestandes vermitteln und seriöse Interessenten anlocken. Bei der Wahl der richtigen Werbemittel gilt: Originalität und Nutzen stehen vor materiellem Wert.

Mit Sicherheit vorsorgen

Neben vielen wichtigen Dingen, die unmittelbar mit dem Messeauftritt zu tun haben, sollten Unternehmer bzw. Marketingfachleute auch für den Fall der Fälle vorsorgen. So gehören auf jeden Messestand auch ein gut und schnell erreichbarer Feuerlöscher oder eine Löschdecke. Die Taschenlampe hilft beim Suchen in dunklen Ecken und oft auch, wenn es wieder mal spät geworden ist, am Messestand. Und für den Fall der Fälle sollte für jede Mitarbeiterin eine kleine Dose Pfefferspray dabei sein – so wird am Ende eines langen Messetages der Feierabend ein klein wenig sicherer.

(Bild: © DavidArts - Fotolia.de)