Crowdsourcing für SEO nutzen: 6 Regeln für den Erfolg Ihres StartUps!

Veröffentlicht am 6. Mai 2013 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Social Media im B2B-BereichSEO- und Social Media Marketing-Experte Wahid Rahim über Vorteile, Einstieg und Regeln bei der Nutzung von Crowdsourcing für das eigene Unternehmen.

Der Begriff Crowdsourcing bezeichnet die Auslagerung von Projekten bzw. Arbeitsprozessen an eine Masse von Internet-Nutzern. Ein großer Vorteil beim Crowdsourcing ist die sprichwörtliche „Macht der Masse“, da die anfallenden Aufgaben von den sogenannten „Crowd-Workern“ in einer Art Wettbewerb mit deutlich höherer Motivation erledigt werden und dies in der Regel zu besseren Ergebnissen führt als beim bisher bekannten und viel genutzten Outsourcing. Zudem steht einem rund um die Uhr eine globale, nahezu unbegrenzte weltweite Nutzergemeinschaft zur Verfügung, sodass sich selbst für noch so spezielle Aufgaben und Projekte stets eine Reihe von Experten mit fundiertem Fachwissen finden lässt.

Leider wird Crowdsourcing in der Praxis oft nur als Kostensenkungsmittel ähnlich dem Outsourcing verstanden. Obgleich dies nicht ausgeschlossen sein muss, denn fallweise lassen sich tatsächlich Kosten sparen, ist doch ein anderer Gesichtspunkt beim Crowdsourcing viel entscheidender: In der Masse lassen sich meist innovativere Lösungen herbeiführen als im Alleingang.

Typischerweise wird Crowdsourcing etwa bei Produktlaunches, Markenaufbau, Kundenpflege, Marktforschung, Fansteigerung oder bei der Suche nach Innovationen eingesetzt. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Crowdsourcing-Plattformen, die sich auf verschiedene Themenbereiche spezialisiert haben, wie beispielsweise die Erhöhung der Sichtbarkeit von jungen Startups mittels Kampagnen im Bereich SEO- und Social Media-Marketing. Bekanntermaßen ist bei dieser Art des Marketings der nachhaltige Link- und Artikelaufbau das A und O – denn nur wer gesehen wird, wird auch wahrgenommen. Doch statt jeden Blogger einzeln anschreiben zu müssen und zu bitten, über das eigene Unternehmen zu bloggen oder zu twittern, lässt sich der Linkaufbau über die „Schwarmintelligenz“ ganz einfach bewerkstelligen.

Hierzu ein typischer Use-Case: Sie starten mit Ihrem neuen Unternehmen eine Kampagne. Über eine Crowdsourcing-Plattform informieren Sie die Auftragnehmer, in der Regel Verleger von themenverwandten Magazinen und Blogs, über Ihre Kampagne. Diese bewerben sich bei Ihnen mit Geboten, von denen Sie am Ende die für Sie passenden selektieren bzw. akzeptieren. Die Verleger (Publisher) schreiben nun Beiträge über Ihr Unternehmen/Portal. Anschließend werden alle Beiträge auf Social Networks und Kurznachrichtendiensten wie Facebook, Twitter und Co. gepostet.

Dazu zwei Praxisbeispiele:

Beispiel 1

Ein E-Commerce-Unternehmen aus dem Bereich „Home Fashion“ hat sich zum Ziel gesetzt, für seinen Online-Shop eine bessere Platzierung in den Suchergebnissen von Google mit relevanten Keywords zu erreichen sowie den Shop durch „Meinungsmacher“ (z.B. Blogger oder Magazine) bekannt zu machen. Mit dieser Zielvorgabe wurde die Kampagne bzw. der Auftrag auf einer Crowdsourcing-Plattform veröffentlicht und an die „Crowd-Worker“ vergeben. Diese haben Veröffentlichungen von Advertorials und Erwähnungen des Shops auf über 100 themenrelevanten Blogs und Magazinen erzielt. Der Online-Shop wurde darüber hinaus auf über 15 themenrelevanten Facebook-Pages erwähnt.

Beispiel 2

Ein Unternehmen aus dem Bereich „Mobile Apps“ setzte es sich zum Ziel, eine App über eine Crowdsourcing-Plattform bekannt zu machen. Neben der Veröffentlichung von über 20 Tweets von themenrelevanten Twitter-Accounts erzielte er eine Verlinkung der App auf über 20 Facebook-Pages und die Vorstellung der App auf über 10 besucherstarken Blogs zum Thema Apps und Smartphones.

Crowdsourcing-Projekte sind keine Einbahnstraße und können trotz aller Vorteile auch Risiken enthalten. Um Projekte erfolgreich umzusetzen, bedarf es gewisser Spielregeln, an die man sich halten sollte. Im Folgenden 6 goldene Regeln für den Erfolg mit Crowdsourcing-Projekten:

1. Legen Sie Ihre Ziele vorher fest

Auftraggeber von Crowdsourcing-Projekten müssen sich ganz genau im Klaren darüber sein, was sie mit ihrem Projekt erreichen wollen und vor allem, welche Probleme gelöst werden sollen. Das Prinzip ist einfach: Ohne Problemstellung keine Lösung!

2. Sorgfalt bei der Wahl der Crowd-Community ist das A und O

Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollten Unternehmen unbedingt die richtige Community bzw. die richtige Plattform wählen. Nicht jeder sich für Ihr Projekt anbietende „Crowd-Worker“ ist auch tatsächlich geeignet. Dieses Verfahren sollte man behandeln wie ein Vorstellungsgespräch mit deutlich mehr Inhalt auf der Pro-Seite. Lassen Sie sich Arbeitsproben zeigen, studieren Sie den Lebenslauf.

3. Respektieren Sie Ihre Community

Sehen und behandeln Sie Ihre selbst ausgewählte Community nicht als Arbeitnehmer, sondern als Partner auf Augenhöhe. Als Auftraggeber sollten Sie Ihrer Community vor Augen führen, wie signifikant deren Input für Sie bzw. Ihr Unternehmen ist. Schaffen Sie faire Rahmenbedingungen (Konditionen und Preise).

4. Schaffen Sie eine große Reichweite für Ihre Kampagnen

Um Ihre Kampagne möglichst stark zu verbreiten, sollten alle vorhandenen sozialen Kontakte genutzt werden. Zum einen erreichen Sie hierdurch eine höhere Teilnehmerzahl für Ihre Kampagne, zum anderen steigt die Motivation bei den „Crowd-Workern“, denn Sie nehmen Ihre Kampagne sehr ernst.

5. Klären Sie die Rechtslage

Achten Sie frühzeitig darauf, mit einer Kampagne nicht die Rechte Dritter zu verletzen bzw. dass Ihnen etwaige Rechte am geistigen Eigentum übertragen werden.

6. Aussagekräftige Projekt-Beschreibung

Eine aussagekräftige Projektbeschreibung, ein „Eye Catcher“, ist für eine erfolgreiche Crowdsourcing-Kampagne ein absolutes Must-Have. Idealerweise schaffen Sie es, mit einer starken Kampagne sogar nachhaltig Ihre Marke zu stärken. Nicht selten wurden erfolgreiche Crowdsourcing-Kampagnen in der Presse erwähnt – eine perfekte und kostengünstige Werbung für Unternehmen und Produkte.

(Bild: © Tanja Bagusat - Fotolia.de)