Wie machen Sie Ihren Online-Shop fit für den Mobile Commerce?

Veröffentlicht am 17. September 2012 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Ein Beispiel-Template für einen Mobile Shop - © shopware AGDer Mobile Commerce oder das Shoppen über mobile Endgeräte nimmt weiter zu. Deshalb gibt es für Onlinehändler auch immer mehr Gründe, ihren Online-Shop für Kunden mit mobilen Endgeräten zu optimieren. Dabei gibt es mehr Dinge zu beachten als beim Herrichten des Shops zum Gebrauch über Desktop-PC bzw. Laptop. Das fängt bei den kleineren Bildschirmen der Smartphones an und hört bei den mintunter langsameren Verbindungen zum Internet auf.

Sich von der Konkurrenz abheben - So geht‘s!

Grundsätzlich stellt sich zunächst die Frage, ob man sich für die native oder browserbasierte Variante entscheidet. Obwohl es heutzutage eine Vielzahl sehr guter M-Commerce-Apps gibt, zahlt sich eine browserbasierte Applikation mehr aus, da sie auf vielen verschiedenen Endgeräten läuft und im Gegensatz zu einer nativen App leicht auf dem neusten Stand gehalten werden kann.

Egal für welche Variante man sich als Onlinehändler entscheidet: Es ist wichtig, sich durch individuelle Features wie beispielsweise die Eingliederung des Barcode-Scanners von der Konkurrenz abzuheben. Auch die integrierte und vor allem intelligente Suche ist eine hilfreiche Abkürzung für Shopper. Gerade bei mobilen Applikationen ist diese besonders wichtig, da langes Suchen auf mobilen Endgeräten mühsamer ist als auf Desktop-PCs.

In diesem Zusammenhang sollte die Suche auch eine gute Auto-Suggest-Funktion beinhalten, die möglichst
fehlertolerant ist und dem User Tippfehler und unvollständige Wörter verzeiht. Ein effizientes Such-und Filtersystem ist zudem hilfreich, da langes Suchen auf den kleinen Bildschirmen die User abschreckt. Das Einfügen mehrerer Filter kann übrigens bei der Suche auf dem mobilen Endgerät bereits eine enorme Hilfe sein, um die Summe der in Frage kommenden Artikel einzugrenzen.

Außerdem sind Filialfinder sehr beliebte Tools in mobilen Onlineshops. Über die Eingabe der Postleitzahl oder die Adresse lässt sich mit ihnen, falls vorhanden, das nächste Ladengeschäft, die Route dorthin und vieles mehr ausfindig machen.

Usability - oft vernachlässigt

Die Usability steht bei mobilen Endgeräten im Vordergrund. Besonders bei kleinen Bildschirmen stellen minimierte Buttons eine Herausforderung dar. So sollten Buttons mit den Handlungsaufforderungen sich vom Rest der Seite abheben, und zwar durch Größe und Farbe. Auf diese Weise sieht der Kunde schnell, was als nächstes zu
tun ist.

Neben der Usability ist die Ladezeit auch ein wichtiger, zu berücksichtigender Faktor bei der Gestaltung. Mit einer langsamen Verbindung bedeutet jede zusätzliche Seite oder unnötige Aktualisierung mehr Wartezeit und ungeduldig werdende Kunden. Hier gilt es, einen Spagat zwischen einem ansprechenden mobilen Shopping-Erlebnis und einer einfachen und schnellen Seite zu schaffen. In der Konsequenz müssen die Produktsuche, der Checkout und das Design einfach und ansprechend zugleich sein. Alles, was die User davon abhalten könnte, im mobilen Shop zu kaufen, sollten Sie verhindern, denn jeder zusätzliche Schritt bedeutet insbesondere auf dem mobilen Endgerät Zeitverlust. Eine Registrierung vor dem Checkout bedeutet beispielsweise mindestens drei zusätzliche Felder, die ausgefüllt werden müssen. Große Shopping-Plattformen machen es vor: Wer sich dort einmal eingeloggt hat, braucht nur ein paar Klicks, um eine Bestellung abzuschicken. Alle relevanten Daten zum Zahlungsverkehr etc. liegen dort bereits abgespeichert vor. Je weniger Informationen ein Stammkunde eingeben muss, desto besser, denn wer die Bequemlichkeit der Kunden bedient, steigert die Chance wiederholt besucht zu werden.

Kurz, knackig, gekauft - Was gute Texte und Bilder bewirken

Des Weiteren sind lange, ausschweifende Texte, die vielleicht auf Desktop-PCs oder Laptops gelesen werden, für die User mobiler Endgeräte ein Graus. Passen Sie die Texte an, indem Sie sie straffen und unnötige Passagen streichen. Bezüglich der Produktpräsentation auf mobilen Endgeräten ist allerdings zu beachten, dass Fotos für den mobilen Shop keine schlechtere Qualität aufweisen dürfen, nur weil diese kleine Bildschirme haben. Produktbilder bleiben auch im mobilen Shop eine wichtige Informationsquelle.

Produkte im Warenkorb sind noch lange nicht gekauft!

Der Checkout ist ein weiterer kritischer Faktor. Denn trotz hoher Sicherheitsstandards bei den Kunden bestehen noch gewisse Hemmungen gegenüber Geschäften, die über ein mobiles Endgerät abgeschlossen werden. Bieten Sie deshalb die Bezahlung über bewährte und vertrauenswürdige Zahlungsanbieter wie PayPal an. Zudem ist es hilfreich, den Shopkunden vorher die Gelegenheit zu geben, herauszufinden, wie hoch die Lieferkosten sind und wie lange der Versand dauert.

Ferner sollte der Shopbetreiber dem Kunden jedoch Alternativen zum mobilen Checkout anbieten. Das könnten etwa eine Wunschliste sein, auf der der Kunde seine Produkte erst sammelt, bevor er sie später über einen Destop-PC bestellt. Auch eine Reservierungs-oder Telefon-Bestell-Option könnte sinnvoll sein. Jede vertrauensbildende Maßnahme kommt dem mobilen Shop zugute. Manchmal sind es schon Kleinigkeiten, die den Checkout im M-Commerce erleichtern. Wenn beispielsweise die Lieferadresse automatisch zur Rechnungsadresse wird und mit einem PLZ- Tool automatisch die Postleihzahl ausgefüllt wird, kann dies schon eine sinnvolle Erleichterung für den Kunden sein.

Fazit: Ein ganzheitliches Konzept schafft Vertrauen beim Kunden

Wie gut auch immer ein mobiler Onlineshop sein mag: Oft gibt es Kunden, die sich am Telefon über ein Produkt oder eine abgeschlossene Bestellung rückversichern möchten. Da die Kunden sowieso gerade am Telefon sind, bietet es sich an, die Telefonnummer mit einer Click-to-Call-Funktion einzublenden. Wichtig ist nur, dass Sie in Ihrem mobilen Shop keine Seiten verwenden, die nicht für mobile Endgeräte optimiert wurden. Alle Seiten eines mobilen Shops sollten das gleiche mobile Design haben. Wenn User beispielsweise während der Produktsuche und im Warenkorb in einem für mobile Endgeräte angepassten Shop sind und im Checkout auf einmal auf einer nicht für mobile Zwecke optimierten Seite landen, ist dies irritierend.

(Bild: © shopware AG)