Werbemittel aus Papier: Verwenden Sie Sonderformate sinnvoll!

Veröffentlicht am 23. Mai 2012 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Überblick über verschiedene DruckvariantenAufmerksamkeit erreicht man nicht immer nur durch beeindruckende Designs und kreative Inhalte. Auch die Größe des Werbeträges spielt eine wichtige Rolle, so dass außergewöhnliche Formate einen deutlichen Mehrwert bezüglich der Kundenansprache mit sich bringen können.

Sinnvolle Verwendung von Sonderformaten

In der Regel gilt: Jedes Format ist druckbar. Grundsätzlich trifft dies für großformatige Produkte wie Plakate und Poster zu. Natürlich haben auch Flyer mit einem ungewöhnlichen Format oder einer speziellen Falzung ihren besonderen Reiz. Quadrate, Lochstanzungen, Scherenschnitte und dreidimensionale Papiergebilde, wie zum Beispiel Würfel oder Kegel, sind echte Hingucker und für den Werbealltag wichtige Tools.

Briefpapier und Visitenkarten möchte man in Standardgrößen haben, da Visitenkartenhefter und Briefumschläge ja auch genormt sind. Neben den unterschiedlichen Druckmöglichkeiten in Standardgrößen gibt es auch unterschiedliche Sonderformate. Die Hausbroschüre, das Eventplakat oder der Notizblock unterliegen keinen Vorgaben und daher kann es durchaus effektiv sein, von den immer gleichen DIN-Formaten abzuweichen. Ein auffallendes und ansprechendes Äußeres ist durch diese bewusst gewählte Abweichung von Standardgrößen gewiss. Allerdings fallen für außergewöhnliche Printprodukte wie Papiergebilde, Lochstanzungen oder Scherenschnitte auch höhere Kosten an.

Mögliche Kosten für Druck von Sonderformaten

Ein im Sonderformat gestalteter Flyer, abweichend vom regulären DIN-Format und präzise auf die individuellen Anforderungen angepasst, verursacht natürlich kostenintensivere Druck- und Produktionsverfahren. Die verschieden Maschinen müssen teilweise per Hand kalibriert und auf die gewünschten Anforderungen eingestellt werden. Sowohl Falz- als auch Schnittvorgänge sind von diesen Einstellungen besonders betroffen und verursachen einen gewissen Mehraufwand, je nach gewünschtem Format.

Besonders DIN-Formate sind optimiert für große Druckbögen (oder Druckrohbögen optimiert für DIN-Formate), so dass bei Sonderformaten eventuell mehr Materialverlust durch unpassenden Bogenausschuss entsteht. Dieser Materialverlust ist oft unvermeidlich und führt im Verhältnis ebenfalls zu erhöhten Kosten.

Einige (Online-) Druckereien haben sich jedoch auf den Druck von Sonderformaten geradezu spezialisiert. Personal an Schneide- und Weiterverarbeitungspositionen ist hier deutlich qualifizierter und mit den einzelnen Schritten vertraut. Abläufe bis auf wenige Ausnahmen sind hier in der Regel besonderes optimiert. Dadurch bleibt der Druck von Sonderformaten zwar immer noch leicht teurer, aber längst nicht so spürbar kostenintensiv wie in anderen, weniger auf diese Spezialität eingerichteten Druckereien.

Apropos Sonderformate: Oft erwarten Kunden, dass kleinere Formate weniger Kosten verursachen müssten. Das trifft auch zumeist zu, hat aber klare abgesteckte Grenzen. Ein extrem kleiner Falzflyer zum Beispiel benötigt Spezialmaschinen, da die klassischen Falzapparate Mindestbreiten und -höhen des Druckprodukts benötigen. Auch ist der Schnitt auf das gewünschte Endformat nicht immer ganz so einfach möglich. So lässt sich ein bedruckter Bogen sehr einfach auf Endformate wie 10 x 10 cm schneiden. Soll es aber ein 3 x 3 cm-Objekt sein, muss oft gestanzt werden. Denn bei so kleinen Formaten haben die Schneidemaschinen keine „Greif-Möglichkeit“ mehr.

Fazit

Wer mit Printprodukten auffallen will, kommt neben einer professionellen Gestaltung auch nicht immer um Sonderformate herum. Die anfallenden Kosten, können dank spezialisierter Druckereien bei gleicher Qualität niedrig gehalten werden. Eine Abstimmung mit der Druckerei hilft bei der Entscheidung über Formate, Papiergrammatur und Menge. Die Möglichkeiten sind dabei äußerst vielfältig und lassen Platz für Spielraum und Gestaltungsfreiheiten.

(Bild: © Claudia Paulussen - Fotolia.de)