Virales Marketing mit YouTube (Teil I)

Veröffentlicht am 23. November 2011 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Seit geraumer Zeit ist „virales Marketing“ bzw. „virale Werbung“ in aller Munde. Dabei ist das Thema nicht neu, Marketingmaßnahmen, die auf mündlichen Empfehlungen beruhen, sind schon lange unter dem Schlagwort „Empfehlungsmarketing“ bekannt. Doch in Zeiten des Web 2.0 eröffnen sich neue Möglichkeiten, die das virale Marketing zu einem effektiven Instrument werden lassen.

Virales Marketing und Virale Werbung

Die Renaissance des Themas „virales Marketing“ ist eng mit Videos auf YouTube verknüpft, sodass man schon beinahe den Eindruck bekommen könnte, virales Marketing bzw. virale Werbung seien Synonyme für das Verbreiten von Werbebotschaften in Form von Videoclips auf YouTube. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass Clips auf YouTube nicht nur zum viralen Marketing im Allgemeinen gehören, sondern im engeren Sinne virale Werbung darstellen.

Wenn man genau sein will, muss man nämlich zwischen viralem Marketing und viraler Werbung unterscheiden: Virales Marketing umfasst alle Arten, mithilfe viraler Effekte zu verkaufen, also zum Beispiel auch die Weiterempfehlung eines Produktes durch zufriedene Kunden. Virale Werbung hingegen bedeutet, dass nicht das Produkt, sondern das Werbemittel empfohlen wird – etwa indem man einen Link auf einen sehenswerten YouTube-Clip weitergibt.

Virale Werbung, das Netz und YouTube

Weder virales Marketing noch virale Werbung ist prinzipiell an das Internet oder gar YouTube gebunden. Die Produktempfehlung durch zufriedene Käufer etwa wird sehr oft mündlich erfolgen, aber auch virale Werbung ist ohne Netz denkbar: etwa mit einem originellen und nützlichen Werbegeschenk, das jeder haben will, der es bei jemandem anderem gesehen hat.

Im Internet jedoch funktioniert virale Werbung deswegen besonders gut, weil hier die Aktionen, welche die Beteiligten ausführen müssen, minimal sind: Die Eingabe einer Email-Adresse und vielleicht noch einiger Worte sowie ein Klick auf den „Abschicken“-Button beim Empfehlenden und der Klick auf den erhaltenen Link beim Empfänger. Damit nämlich macht man es demjenigen, von dem man eine bestimmte Aktion erwartet, sehr leicht, diese auszuführen und hat damit eine wichtige Bedingung für eine gute Verkaufsmethodik erfüllt: eben es dem Kunden so leicht wie möglich zu machen, die erwünschte Handlung auszuführen, unabhängig davon, ob diese nun tatsächlich bereits eine endgültige Kaufhandlung ist, wie etwa eine Katalogbestellung, oder „bloß“ die Weitergabe einer Botschaft im Internet.

Dass YouTube für virale Werbung besonders gut geeignet ist, liegt zum einen schon ganz allgemein daran, dass wir bereits seit der Erfindung des Fernsehers daran gewöhnt sind, alle möglichen informativen und unterhaltenden Inhalte in Form bewegter Bilder dargeboten zu bekommen. Durch die große Bekanntheit von YouTube als Träger von Videoclips lässt sich darüber hinaus von vorneherein eine große Gruppe von Menschen erreichen.

Schließlich verfügt YouTube aber auch über eine äußerst komfortable Funktion zum Weiterempfehlen von Videos, sodass man schnell bei der Hand ist, einen Clip, der einem gefallen hat, weiterzuempfehlen. Wie gut das funktioniert, sieht man daran, dass immer wieder Clips, die von Nutzern ohne kommerzielles Interesse bei YouTube eingestellt wurden, millionenfach aufgerufen und so zum „Kult“ werden. Dieses Phänomen macht YouTube zum idealen Medium für virale Werbebotschaften.

Im zweiten Teil des Artikels erfahren Sie mehr über den Nutzen viraler Werbebotschaften auf YouTube und die Entstehung eines solchen Videos.

(Bild: © thingamajiggs – Fotolia.de)