Weihnachtsgeschenke für Geschäftspartner: Darauf müssen Sie achten!

Veröffentlicht am 4. November 2011 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Weihnachtsgeschenke für GeschäftspartnerIn der Weihnachtszeit sind kleine Geschenke unter Geschäftspartnern üblich. Was Sie dabei beachten sollten, lesen Sie hier.

Das Unternehmer-Portal ProFirma aus der Haufe Gruppe erläutert, worauf Sie bei Geschenken an Geschäftspartner achten sollten.

1. Preisgrenze

Unternehmer müssen Geschenke an Geschäftspartner ab einem Wert von 35 Euro versteuern. Nur darunter lässt sich das Präsent als Betriebsausgabe absetzen. Dieser Betrag gilt immer dann, wenn der Empfänger das Geschenk auch privat nutzen kann.

Für die Berechnung der Preisgrenze werden alle im Wirtschaftsjahr 2011 zugewendeten Präsente an einen Empfänger berücksichtigt – also auch beispielsweise Oster- oder Geburtstagsgeschenke.

Wenn die Firma zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, kann sie für die Rechnung Umsatzsteuer einbeziehen und auf den Nettowarenwert abstellen. Ansonsten ist für die 35-Euro-Grenze der Bruttobetrag einschließlich Umsatzsteuer maßgeblich.

2. Aufzeichnungspflicht

Unternehmer müssen Aufwendungen für Geschenke immer getrennt von den sonstigen Betriebsausgaben aufzeichnen. Bilanzierende buchen die Aufwendungen auf besonderen Konten, Einnahmen-Überschuss-Rechner zeichnen sie von Anfang an getrennt auf. Bei der Aufzeichnung über ein gesondertes Konto muss der Name des Empfängers aus Buchung oder Buchungsbeleg hervorgehen.

Bei Großrechnungen mit vielen Positionen oder Präsentkörben empfiehlt ProFirma eine gesonderte Liste mit dem Namen des Empfängers, der Art des Geschenks und dem jeweiligen Betrag. Sammelbuchungen sind erlaubt, wenn der Empfänger aus dem Buchungsbeleg hervorgeht oder klar ist, dass die Freigrenze nicht überschritten wird.

3. Pauschalbesteuerung

Alternativ können Unternehmer alle innerhalb eines Wirtschaftsjahres gewährten Geschenke mit einem Pauschalsatz von 30 Prozent versteuern. Dann werden die Zuwendungen auch nicht zur Ermittlung der Einkünfte des Empfängers herangezogen. Bemessungsgrundlage für die Pauschalierung sind die Bruttoaufwendungen einschließlich der Umsatzsteuer.

Zwar gilt auch bei der Pauschalierung die 35-Euro-Grenze – allerdings ohne die übernommene Steuer, die ebenfalls als Zuwendung an den Empfänger gilt.

Ausnahme: Warenproben und Werbeartikel können in vollem Umfang als Betriebsausgaben abgezogen werden, ohne dass beim Empfänger eine Besteuerung erfolgt. (uqrl)

(Quelle: www.haufe.de/profirma)

(Bild: © iStockphoto.com)