Der ideale Blickverlauf beim Mailing – So überzeugen Ihre Briefe!

Veröffentlicht am 4. Oktober 2011 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Der ideale Blickverlauf beim Mailing - So überzeugen Ihre BriefeVor dem eigentlichen Lesen werden Werbebrief (Mailings) überflogen, d.h. gescannt. Der Leser sucht nach eindeutigen Vorteilen für sich. Das Auge hält dort, wo es einen Vorteil vermutet. Das können textliche Hervorhebungen sein (fett, unterstrichen oder kursiv), aber auch grafische Elemente und / oder Fotos. Diese Haltestellen des Auges nennt man Fixationen. Das Auge eines Lesers hält maximal zehnmal pro Seite / Medium an, wobei jeder Stopp eine Chance für den Absender ist, in den zweiten Lesedurchgang zu kommen.

Planen Sie Haltestellen

Sie können den idealen Blickverlauf mit bis zu 10 Haltestellen in Ihrem Mailing planen. Mit einer klaren Struktur und einem Konzept, das die Sicht des Empfängers berücksichtigt, erreichen Sie Ihr Ziel: Ihr Brief wird gelesen und es erfolgt eine Reaktion. Jede Haltestelle, die der Leser passiert und die ihn zum Weiterlesen ermuntert, ist ein „Ja“ in diese Richtung. Diese 9 Tipps helfen Ihnen, den idealen Blickverlauf für Ihre Leser herzustellen.

1. Logo

Das Firmenzeichen ist (meist) das erste Bild, das ein Leser wahrnimmt. Er überlegt, ob er den Absender kennt und warum er ihm schreibt. Ihr Logo sollte groß genug, aber nicht zu dominant sein. Ist es gut im Markt etabliert, ist die Wiedererkennung groß. Wenn nicht, müssen Sie im Text stärker darauf eingehen, wer Sie sind und was Sie anbieten.

2. Datum

Das Datum steht in der Regel allein und fällt daher besonders ins Auge. Das Datum sollte echt sein, nicht vor- oder rückdatiert. Auch nicht diese Variante: Mai 2011. Sie erzielen damit ein „Nein (das stimmt doch nicht)“ im Kopf des Lesers.

3. Name

Der eigene Name ist bei allen Menschen wie ein Bild gespeichert und gleichzeitig das empfindlichste Element im Brief. Ist er falsch geschrieben, besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Leser „beleidigt“ das Lesen abbricht und Ihren Brief verärgert wegwirft.

4. Betreff/Headline

Bis zu zwei Haltestellen bietet die Headline, je nach Umfang und Gestaltung. Wenn möglich sollten eindeutig positiv besetzte Worte, wie „gratis“, „neu“, „exklusiv“ eingesetzt werden. Sie sichern ein „Ja“. Es sind kurze, leicht verständliche Wörter, die sofort erkannt werden.

5. Anrede

Auch hier gilt es, den Namen richtig zu schreiben. Die Anrede muss stimmen, ein Herr darf nicht als Dame angesprochen werden (Sehr geehrte Herr Müller).

6. Absätze

Jeder Absatz ein Gedanke, jeder Absatz max. 5 Zeilen und max. 1-2 Hervorhebungen. Heben Sie mit Fettdruck hervor, das ist am deutlichsten zu erkennen und zu lesen. Im Idealfall ergeben die fett gedruckten Wörter einen Sinn und geben den Inhalt des Briefes wieder. Heben Sie positive Worte, wie günstig hervor. Machen Sie Vorteile deutlich. Bieten Sie exklusiven Service und neue Produkte.

7. Unterschrift

Unterschrift ist Pflicht. Sie schreiben als Mensch an einen Menschen und dazu gehört die leserliche (!) Unterschrift. Sie besteht aus Ihrem Vor- und Nachnamen. Kein Kürzel, kein G. Meyer, kein schwungvolles Gekrakel – Ihre Unterschrift ist der einzige „menschliche“ Kontakt zu Ihrem Leser, alles andere wird vom Drucker, der Agentur, dem Texter etc. erstellt.

8. PS

Früher ein Muss, heute ein Kann. Aufmerksamkeitsstark ist das PS auf jeden Fall. Aber verschwenden Sie nicht die Zeit des Lesers. Nutzen Sie es um eine Handlungsanweisung zu zeigen, oder um besondere Vorteile sofort herauszustellen. Denn das PS wird mit Sicherheit gelesen.

9. Fotos

Fotos sollten sparsam eingesetzt werden. Grundsätzlich ist ein Foto vom Absender sinnvoll, wenn es um den persönlichen Service, die Kontaktperson des Unternehmens oder ähnliches geht. Zusammen mit der Unterschrift macht es den Brief menschlicher, individueller. Ein Produktfoto oder ein Foto von der Anwendung des Produktes kann eingesetzt werden. Man muss die Gratwanderung zum überfrachteten Brief im Broschüren-Look schaffen.

Generell sollten Fotos zum Text passen und eher links angeordnet sein, so halten Sie den Blick im Brief. Denn unten rechts ist der Ausgang (des Blickverlaufs). Hier könnte man ein Geschenk, einen Gutschein oder ähnliches platzieren. Es fällt sofort auf und der Leser möchte wissen, wie er es bekommt. Er wird „gezwungen“ zu lesen.

Mit diesem Wissen werden aus Werbebriefen schriftliche Verkäufer, die für Ihr Unternehmen einen guten Eindruck machen.

(Bild: © Hao Wang – Fotolia.de)