Der Google-Sprint: Mit SEO die Website zum Sieger im Netz machen

Veröffentlicht am 20. September 2011 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Der Google-Sprint: Mit SEO die Website zum Sieger im Netz machenSuchmaschinen-Optimierung (SEO, von engl. search engine optimization) ist in aller Munde, sobald es um Internet-Seiten geht. Es scheint kein Weg daran vorbei zu führen. Dabei wird das World Wide Web (zukünftig vereinfacht Internet genannt) doch vor allem von Menschen benutzt und nicht von Suchmaschinen. Warum optimieren wir denn nicht in erster Linie für die menschlichen Besucher?

Natürlich hat es einen Grund für Websites, Webshops, BLOGs und alles, was Besucher im Internet anziehen soll (zukünftig einfach Website genannt), SEO zu betreiben, und zwar insbesondere für die Suchmaschine Google. Es ist der bevorzugte Zugangsweg für fast jeden Inhalt, den wir im Internet finden mochten. Trotzdem sollte das Thema SEO, oder verallgemeinert die Optimierung einer Website, breiter als das Schlüsselwort-getriebene Schreiben von Texten, Überschriften, Seiten-Titeln und URLs betrachtet werden.

Vorgehen

Sollten Sie mit einer geschäftlichen Website zu tun haben, müssen Sie eine zentrale Frage wirklich konkret klären.

Warum existiert diese Website?

Sie können auch fragen: Welchen Zweck hat die Website für mich und was sollen die Besucher dort tun? Schreiben Sie die Antwort auf und formulieren Sie konkret! Natürlich wird es um Kundengewinnung und Kundenbindung gehen. Sollten Sie einen Webshop betreiben, geht es weiterhin um Bestellungen und Umsatz. Unterhalb dieser Kategorien müssen sich die spezifischen Ziele einer Website formulieren lassen. Am besten mit quantifizierten Größen, also z. B.: "Das Kontaktformular zum Thema X soll 30 Mal pro Monat von interessierten Besuchern ausgefüllt werden".

Mit diesen Zielvorgaben können folgende Aspekte im Kontext von SEO berücksichtigt und umgesetzt werden:

Website als Basis

  • Domain, URL, Struktur, Navigation
  • Inhalt auf den Seiten
  • Kontaktpunkte und Interaktion

Suchmaschinen-Optimierung

  • Schlüsselworter
  • Landingpages
  • Technik
  • Erfolgsmessung

Die Website ist die Basis

Zu den Basis-Überlegungen gehören mindestens folgende Elemente: Domainname, URLs (also insbesondere die Pfade zu jeder einzelnen Seite), Struktur, Navigation, grafische Gestaltung, Inhalt, Kontaktpunkte und Interaktion. Diese Elemente adressieren das Spektrum, mit dem Sie sich beim (Re-)Launch einer Website beschäftigen müssen.

An dieser Stelle seien dazu einige praktische Gesichtspunkte genannt. Der Autor Steve Krug hat in seinem Buch sehr pragmatische Erkenntnisse und Empfehlungen zusammengefasst. Folgende Erkenntnisse über die Besucher einer Website aus vielen Beobachtungen sollten wir uns bewusst machen:

  • Keiner liest, jeder überfliegt schnell.
  • Wir treffen keine optimale Wahl, wir raten (beim Verfolgen von Links).
  • Wir wursteln uns durch.

Daraus lässt sich vor allem eine Empfehlung ableiten: Seien Sie klar, naheliegend, selbsterklärend!

Die Suchmaschinenoptimierung

Erst wenn die Basis steht, macht es Sinn, SEO und evtl. weitere Online-Marketing-Aktivitäten einzusetzen. Die wichtigsten Kriterien für ein gutes Ranking in den Suchergebnissen sind Häufigkeit und Position der Schlüsselwörter (Keywords). Dies gilt für die Texte, aber insbesondere auch für URLs, Seiten-Titel, Überschriften, Bildbeschreibungen und Links. Die richtigen Keywords und deren korrekte Anwendung sind der wichtigste Erfolgsfaktor für SEO. Es müssen also zunächst die richtigen Keywords gefunden werden. Es hilft dabei eine Keyword-Analyse zum Themenumfeld der Website (Google stellt dazu das Keyword-Tool zur Verfügung), um herauszufinden, welche Schlüsselwörter in welcher Häufigkeit gesucht werden. Diese Erkenntnisse sollten in die Erstellung einer Keyword-Liste einfließen, in der die Schlüsselwort-Kombinationen festgehalten sind. Damit lassen sich dann die Texte auf den Seiten gezielt formulieren.

Neben den Schlüsselwörtern hilft eine hohe Aktualität der Inhalte, also eine hohe Änderungsfrequenz der Inhalte auf der Website. Websites mit hoher Änderungsfrequenz werden typischerweise auch häufiger von den Suchmaschinen-Programmen durchsucht, d. h. eine Änderung auf der Seite ist auch schneller im Suchergebnis zu finden.

Landingpages sind ein Instrument, das sich im SEOKontext gut eignet, um Besucher „zu fangen“, die zu speziellen Themen suchen. Meist handelt es sich um einzelne Seiten, die auch außerhalb der allgemein zugänglichen Navigations-Struktur stehen können und ein spezielles Thema behandeln. Eine Landingpage ist auf Keywords zu diesem Thema optimiert und es wird versucht, mit der Landingpage möglichst hoch ins Ranking des Suchergebnisses zu gelangen.

Seit April hat Google auch in Europa seinen Suchalgorithmus angepasst (Google Panda-Update). Dies führte zu Veränderungen der Suchergebnisse. Jetzt ist es noch wichtiger, qualitativ hochwertigen Inhalt mit korrekter Orthographie und nicht zu viel Werbung auf seiner Website anzubieten. Google bewertet durch Videos oder andere Inhalte angereicherte Seiten besser und es fließt das Benutzerverhalten stärker in die Bewertung ein. Eine lange Verweildauer der Besucher auf den Seiten, eine hohe Anzahl aufgerufener Seiten und geringe Absprungraten steigern die Position im Suchergebnis.

Schließlich ist SEO auch (aber sicherlich nicht hauptsächlich) ein technisches Thema. Optimierter HTMLCode, korrekte Sitemaps, Ladezeit der Seiten und Verfügbarkeit des Webservers spielen eine wichtige Rolle. Diese Aspekte sind durchaus komplex und mindestens einen eigenen Artikel wert. Deshalb wird hier nicht tiefer darauf eingegangen.

Abschließend muss der Erfolg von SEO und von Websites allgemein gemessen und dann bewertet werden. Das Tool Google Analytics oder ein ähnliches Werkzeug eines anderen Herstellers sollte in die Website integriert sein. So kann genau verfolgt werden, wo die Besucher herkommen, mit welchen Keywords sie die Website gefunden haben, was sie wie lange auf der Website tun, und wo sie die Seite wieder verlassen. Diese Informationen sollten kontinuierlich beobachtet werden und die Erkenntnisse in einen Verbesserungsprozess der Website einfließen.

Weitere Maßnahmen

Neben den genannten Aspekten macht es durchaus Sinn, über weitere Aktivitäten des Online-Marketing-Mix nachzudenken, die hier nur im Überblick genannt sein sollen:

  • Inhalte außerhalb der eigenen Website
  • Google Places (und Google Maps)
  • Profile in Verzeichnissen
  • Video-Plattformen
  • Affiliate-Marketing ("Marketing-Partnerschaften")
  • Online-Werbung (Suchmaschinen-Werbung/SEM & Banner-Werbung)
  • Social-Media

Fazit

Erst nach der Umsetzung der Basis-Arbeiten an einer Website sollte man sich intensiv mit SEO und weiteren Online-Marketing-Maßnahmen beschäftigen. Dann sollten die SEO-Aktivitäten gezielt geplant und mit den richtigen Schritten realisiert werden. Falls Sie sich nicht selbst mit allen Aspekten dieses Themas auseinandersetzen wollen, lassen Sie sich helfen, die passende Lösung für Ihre spezielle Situation zu finden. Pflücken Sie dann zunächst die tief hängenden Früchte. Häufig lässt sich auch mit kleinen Maßnahmen eine deutliche Verbesserung für Ihre Website und das Suchmaschinen-Ranking erreichen.

(Bild: © mediendesign.de)