Social Media im Unternehmen – aber bitte nicht so! (Teil I – Twitter)

Veröffentlicht am 22. September 2011 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Viele Unternehmen setzen inzwischen auf Social Media. Allerdings gibt es beim Umgang mit den neuen Kommunikationsmöglichkeiten einiges zu beachten. Denn auch wenn ein Update auf Facebook oder Twitter schnell geschrieben ist: Es gibt einige ungeschriebene Regeln, an die man sich halten sollte. Im ersten Teil zeigen wir Ihnen, was Sie beim Umgang mit Twitter unbedingt vermeiden sollten.

Twitter im Unternehmen

Der Kurznachrichtendienst Twitter wird bei privaten Nutzern immer beliebter. Vor kurzem verkündete der Unternehmens-Chef Dick Costolo, das Netzwerk hätte inzwischen mehr als 100 Millionen aktive Nutzer weltweit.

Das macht Twitter auch für Unternehmen interessant. Sie nutzen die Plattform, um Neuigkeiten schnell an ihre Follower weiterzugeben. Findet ein Nutzer die Botschaft interessant, kann er sie ohne großen Aufwand per Retweet an seine eigenen Follower weitergeben. Interessante Botschaften verbreiten sich dadurch in den sozialen Netzwerken innerhalb kürzester Zeit.

Was sie vermeiden sollten:

Zu viele Updates
Eine Twitter-Meldung zu schreiben dauert nicht lange, denn die Updates sind auf maximal 140 Zeichen begrenzt. Deshalb können theoretisch innerhalb kürzester Zeit sehr viele Nachrichten veröffentlicht werden. Trotzdem sollten sie ihre Follower nicht mit Neuigkeiten „bombardieren“ - es sei denn, sie haben wirklich ausschließlich interessante News zu vermelden. Denn sonst könnte es passieren, dass sich ihre Follower von ihnen abwenden – und genau das wollen sie ja vermeiden.

Ungeprüftes Retweeten
Noch einfacher, als eigene Tweets zu erstellen, ist das „Retweeten“: Man entdeckt in seiner Timeline ein Update, das auf den ersten Blick sehr spannend klingt.
Ein Beispiel: Ein Technik-Blog postete in der vergangenen Woche auf Twitter folgendes: „Samsung Galaxy S der ersten Generation bei Elektrohändler X nur morgen für 199 Euro“. Der Nachricht war ein Link beigefügt, der zum eigentlichen Blogbeitrag führte.
Da es sich hier tatsächlich um ein richtiges Schnäppchen handelte - aktuell wird das Gerät im Internet für etwa 299 Euro angeboten – verbreitete sich die Nachricht innerhalb kürzester Zeit.
Allerdings galt dieses Angebot nur für einen Elektronikmarkt in Hamburg, wie sich nach einem Klick auf den Link zum Blogbeitrag herausstellte. Andere Newsseiten und Blogs reagierten relativ schnell und ergänzten die Einschränkung des Angebots in ihren Beiträgen.
Wichtig insbesondere für Unternehmen: Links anderer Nutzer sollten nicht ungeprüft weitergeleitet werden, da sonst auch die eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel steht.

Nachrichten splitten
In der Kürze liegt die Würze: Das Alleinstellungsmerkmal von Twitter ist die Beschränkung auf 140 Zeichen. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, auch komplexe Inhalte verkürzt darzustellen und den Nutzer dazu zu bringen, den beigefügten Link anzuklicken.
Eine andere Möglichkeit ist, eine Nachricht auf mehrere Tweets aufzuteilen – allerdings sollte dies möglichst vermieden werden. Ihre Follower könnten sehr schnell die Übersicht verlieren.

Großbuchstaben verwenden
Bei Twitter besteht nur begrenzt die Möglichkeit, Nachrichten optisch hervorzuheben. Allenfalls das Profilbild und der Nutzername können individuell gestaltet werden. Ansonsten müssen sie durch ihre Inhalte überzeugen.
Manche greifen jedoch zu einem Trick, um Aufmerksamkeit zu erregen. Mit GROSSBUCHSTABEN lassen sich Nachrichten zwar sehr gut hervorheben - allerdings sollte man dieses Stilmittel nur sehr selten einsetzen, da es sich sehr schnell abnutzt.

Die Orthographie ignorieren
Dieser Punkt sollte eigentlich selbstverständlich sein: Auch wenn es manche Twitterer mit der Rechtschreibung nicht so genau nehmen, sollten Nachrichten eines Unternehmens frei von Rechtschreib- oder Formfehlern sein. Auch die Groß- und Kleinschreibung  sollte in ihren Nachrichten beachtet werden.

Abkürzungen verwenden
Sinnvolle Abkürzungen wie etwa "z.B." oder "ca." sind selbstverständlich erlaubt. Allerdings sollten Abkürzungen vermieden werden, die nicht allgemein bekannt sind.

Lesen Sie in der nächsten Woche im zweiten Teil, welche Fehler Sie auf Facebook vermeiden sollten.

(Bild: © Dan Race – fotolia.de)