Meister der Spannung: Überzeugend präsentieren wie Hitchcock! (Teil III)

Veröffentlicht am 7. Juni 2011 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

Themen: , , ,

Überzeugend und spannend präsentierenWir Menschen sind schon eigenartig. Da investieren wir jede Menge in schicke Kleidung, ein Auto mit viel Image und vielleicht noch eine teure Uhr oder einen Ring. Wir wollen schließlich nach was aussehen. Im Bewerbungsgespräch, bei einer Besprechung oder bei einer Präsentation vor Kunden, Kollegen oder Vorgesetzten wollen wir überzeugen – und dann das: Keiner glaubt unseren schlüssigen Argumenten. Haben die denn nicht zugehört?

Überzeugend durch Persönlichkeit

Es gibt ja andere, die können scheinbar erzählen, was sie wollen und jeder glaubt ihnen sofort. Die Mehrheit ist es nicht. Die interessante Frage ist doch, wie machen die das? Das Geheimnis ist deren Auftreten. Denn es sind eben nicht Fachkompetenz und Argumente, die überzeugen. Bei einer Bewerbung machen 15 Prozent das Fachwissen und satte 85 Prozent die Persönlichkeit aus. Wenn Sie andere überzeugen wollen, ist das in etwa genauso.

Man spricht von Autorität, wenn jemand eine besonders hohe Fachkompetenz hat, die Koryphäe. Man spricht von Autorität, wenn jemand einen hohen Posten hat, der Chef. Von Autorität spricht man auch, wenn jemand durch sein Auftreten überzeugt und führt, die Präsenz. Wenn Sie weder Koryphäe noch Chef sind, dann brauchen Sie letzteres. Und bei Koryphäen und Chefs schadet es sicher auch nicht!

Körpersprache spricht eindeutig

Unser Körper lügt nicht. Er verrät weitaus mehr, als Sie denken. So sendet er entweder Signale aus, die Sicherheit, Status und Persönlichkeit ausstrahlen. Oder solche, die Unsicherheit und unbewusst die Bitte um Milde und Liebe aussenden. Beispiele? Ins Gesicht fassen, eine Haarsträhne hochschieben, ein durch Lachen überspielter kleiner Fehler oder ein gesenkter Blick wirken auf andere unsicher. Auch unbewusste Wörter unterstützen die Körpersignale: »Äh«, Unnützes wie »eigentlich« oder »ich würde ja …«.

Sogar die Fußstellung ist ein typischer Indikator. Ein besonders deutliches Stand- und Spielbein, also ein Bein durchgestreckt, das andere entlastet, besonders mit einem Hüftknick, manche Frauen überkreuzen gar im Stehen die Füße. Das Problem an dem Spiel ist, dass mit der gewirkten Sicherheit auch Ihre Überzeugungskraft schwindet.

Sicherheit zeigen und annehmen

Überzeugende Menschen haben ein sicheres Auftreten und eine sichere Außenwirkung – auch wenn im Inneren 40 Grad Lampenfieber herrschen mögen. Sie gewinnen durch eine lebendige Körpersprache, durch sicheres Lächeln, festen Blickkontakt und durch eine klare Sprache ohne Weichmacher. Trainieren Sie vor dem Spiegel oder mit einer Videokamera.

Bei der Haltung fängt es an: fester Stand auf beiden Füßen, gerader Rücken und Kopf und die Hände seitlich am Körper herabhängen lassen. Oder die Hände liegen locker aneinander auf Höhe oberhalb des Gürtels. Bitte nicht die Daumen einhaken, die Hände in die Hosentasche oder hinter den Rücken. Das wären schon wieder Zeichen von Unsicherheit! Im Sitzen gilt das ebenso: Gesäß ganz hinten, Rücken gerade und die Hände unverkrampft auf Lehne oder Oberschenkel.

Keinesfalls im Schritt mit den Fingern spielen oder am Stuhl festklammern. Je sicherer Sie wirken, desto leichter überzeugen Sie. Und bald werden Sie sich auch innerlich sicherer fühlen – ist doch auch nicht schlecht, oder?

Weitere Teile dieser Serie:

Meister der Spannung: Überzeugend präsentieren wie Hitchcock! (Teil I)
Meister der Spannung: Überzeugend präsentieren wie Hitchcock! (Teil II)

(Das Buch zum Artikel: So würde Hitchcock präsentieren: Überzeugen Sie mit dem Meister der Spannung)

(Bild: © WoGi – Fotolia.com)