Mit 10 Schritten ins Social Web

Veröffentlicht am 20. Oktober 2009 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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bits and bytes on a dark blue backgroundSehr viele Unternehmen in Deutschland stellen im Zuge der Digitalisierung zwar ihre Produkte und Dienstleistungen online zur Verfügung und versuchen mit den Standard-Möglichkeiten ihren Absatzmarkt zu erreichen, aber es wird oft vergessen, dass sich im Netz eine Vielzahl an Vermarktungsmöglichkeiten eröffnet hat. Twitter, Blogs und "User Generated Content" – das Web 2.0 ist für viele Unternehmer immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei sind die ersten Schritte in das so genannte Social Web gar nicht so schwer.

Das Wirtschaftsblog netzwertig.com beschreibt, in welcher Reihenfolge welche Aktivitäten zu empfehlen sind, damit Unternehmen im Social Web glänzen:

  1. Bauen Sie Webpräsenzen auf

    Heute führt für Unternehmen kein Weg an der eigenen Präsenz im Internet vorbei. Das allein reicht aber nicht aus. Registrieren Sie alle relevanten Adressen, damit andere Ihren Namen nicht für fremde Zwecke missbrauchen können. Der Schritt ins Social Web beginnt mit der Anmeldung bei den führenden Online-Diensten wie Facebook und Twitter. Je nach Branche und Zielgruppe eignen sich auch andere Services.

  2. Lassen Sie sich finden

    Stellen Sie sicher, dass Sie im Web gefunden werden – am besten ganz vorne in den Ergebnislisten der Suchmaschinen. Neben der Anmeldung bei Google und Co. gehören dazu regelmäßig aktualisierte Inhalte auf der Homepage, Maßnahmen zur Suchmaschinen-Optimierung sowie Verlinkungen zu den verschiedenen Webplattformen und -kanälen Ihres Unternehmens.

  3. Verfolgen Sie die öffentliche Meinung

    Fangen Sie Medienberichte und die öffentlichen Meinungen zu Ihrem Unternehmen auf – per Presseclipping im Web. Dafür benötigen Sie am Anfang nur einen geeigneten RSS-Reader wie den Google Reader. Abonnieren Sie damit Ihren Unternehmensnamen sowie andere Begriffe rund um Ihre Produkte und Ihre Branche. Durchsuchen Sie auch die Blogosphäre – mit speziellen Blog-Suchmaschinen wie Technorati, Icerocket oder die Blogsuche von Google.

  4. Hören Sie Twitter zu

    Beginnen Sie mit dem Social-Web-Monitoring, indem Sie auch bei dem Microblogging-Dienst Twitter relevante Begriffe zu Ihrem Unternehmen suchen. Diese können Sie auch per RSS-Feed verfolgen. Lesen Sie regelmäßig, was man dort über Sie schreibt.

  5. Nehmen Sie Kritik ernst

    Früher oder später werden Sie in den Tweets rund um Ihr Unternehmen negative Äußerungen aufschnappen. Seien Sie dankbar dafür: So ein Feedback ist wertvoll, denn es spiegelt womöglich die Ansicht eines großen Teils Ihrer Zielgruppe wider. Evaluieren Sie die Kritik intern und treffen Sie gegebenenfalls Maßnahmen, um den angesprochenen Mangel zu beheben.

  6. Passen Sie den internen Kommunikations- und Freigabeprozess an

    Viele Unternehmen haben sich noch nicht an die Dynamik und Geschwindigkeit des Webs angepasst. Organisieren Sie intern Ihre Maßnahmen im Social Web, bevor Sie in den Dialog mit den Vertretern der Onlinefraktion treten. Wenn jeder Tweet erst die Freigabe des Geschäftsführers erfordert, werden die eigenen Aktivitäten nicht gerade berauschend laufen.

  7. Twittern Sie selbst

    Die Freigabeprozesse wurden entbürokratisiert und der Stellenwert von Kritik im Web ist allen Mitarbeitern bewusst? Dann ist es Zeit, selbst mit dem Twitter-Account aktiv zu werden. Veröffentlichen Sie regelmäßig Informationen aus dem Unternehmen und gehen Sie auf Fragen ein. Suchen Sie den Kontakt zu unzufriedenen Usern – am besten über ein separates, speziell zu Supportzwecken eingerichtetes Konto.

  8. Führen Sie ein ehrliches Corporate Blog

    Richten Sie ein Unternehmensblog ein. Dort können Sie den Dialog mit den Usern weiterführen, wenn die 140 Zeichen einer Twitter-Nachricht nicht ausreichen. Führen Sie Ihr Corporate Blog offen und ehrlich und bieten Sie die Möglichkeit an, Kommentare abzugeben.

  9. Setzen Sie Ihre Mitarbeiter als Botschafter ein

    Binden Sie Mitarbeiter in die eigene Kommunikation nach außen ein – etwa indem Sie auf Ihrer Website zu den Twitter-Konten Ihrer Angestellten verlinken und die Tweets dort sammeln. Das erfordert zwar Vertrauen in Ihre Mitarbeiter, verleiht dem Unternehmen aus Kundensicht aber Sympathiepunkte. Sehen Sie von Verboten und Kontrollen ab. Es lässt sich nicht vermeiden, dass Ihre Belegschaft über Twitter, Facebook oder andere Dienste Sie als Arbeitgeber ab und zu erwähnt.

  10. Starten Sie eine eigene Social-Web-Kampagne

    Wenn Sie die Spielregeln im Social Web beherrschen, wird es Zeit für eine eigene Kampagne, um Ihre Reichweite und Bekanntheit zu erhöhen. Aber Vorsicht: Voraussetzung ist, dass Sie die Kommunikation im sozialen Web beherrschen, sich um die Verbesserung Ihrer Produkte kümmern und die Eigenheiten des neuen Mediums berücksichtigen.

(uqrl)

netzwertig.com

(Bild: © Argus - Fotolia.com)