Freelancer: So vermarkten Sie Ihre Fähigkeiten! (Teil I)

Veröffentlicht am 10. Februar 2011 in der Kategorie Marketing & Vertrieb von

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Wenn Sie zu der Gruppe von Freelancern gehören, die für sich persönlich mindestens 10 potentielle Kunden definiert haben, diese regelmäßig kontaktieren, um kurz-  oder mittelfristig dort einen Auftrag zu generieren, dann brauchen Sie hier im Grunde nicht weiter lesen. Im Falle, dass Sie bisher keinen Direktvertrieb Ihrer eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten betrieben haben, könnte der nun folgende Artikel für Sie Informationen beinhalten, die Sie ermutigen, diese – zugegebenermaßen – heikle Aufgabe der Selbstvermarktung ab sofort und pro-aktiv mit Leben zu erfüllen.

Mit diesem Artikel werde ich ein Szenario aufbauen, welches Ihnen die Grundzüge des Vertriebs für Freelancer aufzeigt und Ihnen gleichzeitig eine Idee darüber vermittelt, was es eigentlich bedeutet zu „vertreiben“.

Dann beginnen wir also bei den Grundlagen:

Sie sind alle selbständig und somit haben Sie sicher im Rahmen des Marketings Ihre besonderen Stärken als Ihre Produkte/Dienstleistungen definiert. Sie haben sich darüber Gedanken gemacht, welchen Preis Sie für Ihre Leistung verlangen möchten und nun kommunizieren Sie mit dem Markt in Form von Werbung. Optimal ist, wenn Sie hierzu sogar einen USP (unique selling point = Alleinstellungsmerkmal) Ihrer Person oder Ihrer Dienstleistung einsetzen können. Zusätzlich haben Sie sich eine Vertriebsstrategie überlegt, mit der Sie an Aufträge kommen, die Ihre Existenz absichern.

Dabei liegt es gerade zu Beginn Ihrer Selbständigkeit nahe, Aufträge anzunehmen, die sich aus Ihrer früheren Beschäftigung/Praktika heraus ergeben. Oder das Netzwerk aus Kommilitonen ist noch frisch und funktionstüchtig, womit sich Empfehlungen für Projekte wie von selbst ergeben. Eine weitere Möglichkeit ist, dass Sie Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten über Dritte bei möglichen Interessenten/Abnehmern anbieten lassen. Der Einstieg ist gelungen. Somit herrscht eitel Sonnenschein.

Auf den ersten Blick brauchen Sie sich also nicht unbedingt sehr ausgiebig mit Vertrieb zu beschäftigen. Nach dem Motto: „Vertrieb ist sowieso nicht mein Metier!“ Oder doch? Täuscht der Eindruck? Schauen wir doch mal näher hin unter dem Motto „Am Anfang schon ans Ende denken“.

Alle bereits vorgestellten Vertriebsformen sind indirekte Vertriebsmodelle, die aber sehr wohl einen starken Einsatz Ihrer Persönlichkeit bedürfen! Ohne die regelmäßige Pflege des Netzwerkes oder ohne das mit aktuellen Informationen versehene hartnäckige Nachfassen bei den Vermittlern ist Ihre Vermarktung über den indirekten Vertrieb mit geringem Erfolg beschieden. Ergo, mit Ihren Anstrengungen Sie sind also auch hier schon beim Direktvertrieb angekommen!

Selbstvermarktung in Form von Direktvertrieb

Deshalb die Frage an Sie: Warum dann nicht gleich Selbstvermarktung in Form von Direktvertrieb bei potentiellen Kunden? Und nun sind wir da, wo Sie vielleicht gar nicht so richtig hin wollten: Beim Verkauf – und Sie Ihr eigener Verkäufer! „Verkäufer“ – warum ist dieses Wort eigentlich mit unter negativ besetzt? Vielleicht helfen uns hier zwei Sichtweisen des „Salesman“ aus anderen Ländern. In Großbritannien wird der „Salesman“ zumeist mit Härte, Druck und Disziplin in Verbindung gebracht. In den USA hingegen steht der erfolgreiche  Salesman für Erfolg, Status und Anerkennung. Gleich, wie es jeder sieht, letztendlich bedeutet Verkauf nur der betriebswirtschaftliche Austauschprozess von Waren und Dienstleistungen gegen Entgelt. Und das mit dem Ziel, Gewinn zu realisieren.

Und Gewinn realisieren die Verkäufer am erfolgreichsten, die es am besten verstehen, persönliche Eigenschaften mit rhetorischen und verkaufstechnischen Fähigkeiten zu vereinen und diese bedarfs- und lösungsorientiert beim Kunden umzusetzen.

Was das im Einzelnen bedeutet, erfahren Sie in Teil 2.

(Bild: © Kaarsten - Fotolia.com)