Rhetorik & Storytelling: So überzeugen Sie Ihr Publikum!

Veröffentlicht am 26. Januar 2011 in der Kategorie Management & People Skills von

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Was haben Rhetorik und Storytelling mit einem starken Selbstbewusstsein zu tun? Ein guter Geschichtenerzähler hat definitiv auf der Bühne eine starke Präsenz und strotzt vor Selbstbewusstsein. Er schaut in sein Publikum, während er frei zu ihm spricht und gleichzeitig ist er in seinem Element.

Seine Präsenz und sein Selbstbewusstsein besitzt der Geschichtenerzähler nicht deshalb, weil er im Alltag so ein toller und starker Typ ist und mit geschwellter Brust durch die Gegend läuft. Vielleicht ist er sogar im Alltag ein ganz schüchterner Genosse.

Sein Selbstbewusstsein schöpft er aus ganz anderen Quellen. Er ist deshalb so Selbstbewusst weil er genau weiß,...

  1. was er seinem Publikum erzählen und mitteilen möchte
  2. wer er ist, d. h. in welcher Funktion und mit welcher Aufgabe er gerade vor seinem Publikum steht
  3. welche Fähigkeiten er als Geschichtenerzähler und Redner besitzt, die ihn befähigen seine Aufgabe auch gut zu erledigen
  4. wie seine Geschichte wirkt.

Diese Punkte sind es, die einem Geschichtenerzähler oder Redner Sicherheit, Selbstbewusstsein und Präsenz verleihen. Denn wie heißt es so schön: Selbstbewusstsein resultiert daraus “sich Selbst bewusst zu sein/werden”. Sollten Sie also bei ihrem Vortrag oder Präsentation auf die Kunst des Storytellings zurück greifen und ein wenig Übung in der Sache haben, können Sie sich der starken und positiven Wirkung ihrer Selbst und ihres Vortrags sicher sein.

Sie können sich die teuren Rhetorikkurse (an dessen Wirkung und Qualität ich starke Zweifel hege), die einem “den künstlichen Einsatz von Gestik, Mimik, Körpersprache und falsche Selbstsicherheit" vermitteln und verkaufen wollen, getrost sparen.

Wenn Sie mit echter Leidenschaft eine Geschichte erzählen, von der Sie überzeugt sind, dann sprudelt Ihre Gestik und Mimik und Ihre Körpersprache so selbstverständlich aus Ihnen heraus, dass Sie, selbst wenn Sie wollten, Ihr Gestik und Mimik und Ihre Körpersprache nicht unterdrücken könnten. Der große Vorteil dabei ist auch noch, dass dies echte Gefühle sind, die in Ihrer Kommunikation ihren Ausdruck finden. Selbstsicherheit hat also viel mehr mit “Authentizität” zu tun als mit einer aufgesetzten Haltung, die der Zuschauer sowieso und unterschwellig erkennen wird.

Es heißt allerdings nicht, dass gute Rhetoriker nur Geschichten erzählen sollen. Keinesfalls. Stattdessen haben sie eine wichtige Regel erkannt und wenden sie stets an. Bei ihnen sind ihre „Gedanken und Ausführungen mit ihren Überzeugungen und der Glut ihrer Leidenschaft untrennbar verbunden". Sie sprechen als ganzer Mensch und als ganze Person.

Genauso wie der Geschichtenerzähler wissen sie, wer sie sind, was sie in diesem Augenblick machen und ihrem Publikum sagen wollen und was für eine Wirkung sie mit ihrer Rhetorik beim Publikum erzielen. Sie sind sich also ihrer Sache und ihrem Potenzial bewusst. Daraus wächst ihr Selbstbewusstsein.

Wenn Auch Sie den Wunsch hegen, ein guter Rhetoriker zu werden und mehr Selbstbewusstsein und mehr Selbstsicherheit erlangen wollen, so habe ich zwei Empfehlungen für Sie:

  1. Stoßen Sie zum Kern ihrer Selbst und ihrer Arbeit vor, denn dort ist die Quelle der Kraft und des Selbstbewusstseins, die auf Sie wartet.
  2. Lernen Sie, wie sie Ihre Kernbotschaften und Ideen spannend und wirkungsmächtig ihrem Publikum kommunizieren können.

(Bild: © kabliczech - Fotolia.com)